Nutzerzahlen: Stärkere Regulierung für Google, Twitter und Meta in Europa

Große Internetfirmen wie Google, Meta und Twitter haben ihre Nutzerzahlen für Europa offengelegt. Nun erwarten sie größere Regulierungen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eingangsschild am Hauptsitz von Meta in Menlo Park, Kalifornien
Eingangsschild am Hauptsitz von Meta in Menlo Park, Kalifornien (Bild: Nokia621, Wikipedia)

Wenn Internetplattformen in Europa einen Schwellenwert von 45 Millionen Nutzern überschreiten, müssen sie bestimmte Regularien nach dem Gesetz über digitale Dienste (GdD) erfüllen. Falls sie diese nicht einhalten, drohen ihnen Bußgelder in Höhe von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes.

Der Suchmaschinenanbieter Google und die Social-Media-Unternehmen Twitter und Meta (Facebook, Instagram, Whatsapp) legten Mitte Februar ihre Userzahlen offen. Google hat demnach 332 Millionen monatliche User, bei Meta sind es 255 Millionen Nutzer im Monat alleine bei Facebook. Auf Twitter sind jeden Monat 100,9 Millionen Nutzer aktiv. Bei dieser Größenordnung müssen die Plattformen einen Verhaltens­kodex einhalten und ihre Daten für Behörden und Forschung zugänglich machen.

Die EU-Regeln sollen unter anderem sicherstellen, dass bestimmte Inhalte schneller aus dem Netz verschwinden. Beispiele sind Terrorpropaganda, Hassrede oder der Verkauf von gefälschten Waren.

Nutzerzahlen aufgeschlüsselt: Was ist mit Amazon und Ebay?

Laut Alphabet sind im Monat rund 278,6 Millionen Nutzer bei Google Maps, 274,6 Millionen bei Google Play, 332 Millionen bei Google Search, 74,9 Millionen bei Shopping und 401,7 Millionen bei Youtube aktiv. Meta gab neben den Facebook-Daten gab auch die durchschnittliche Anzahl seiner Instagram-User bekannt: circa 250 Millionen Nutzerinnen und Nutzer pro Monat.

Die Unternehmen hatten eine Frist bis zum 17. Februar 2023, um ihre Nutzerzahlen offenzulegen. Auch der Amazon-Konzern will die Zahlen im Laufe des Tages veröffentlichen.

Gemäß Artikel 24 Absatz 2 GdD müssen Onlineplattformen spätestens drei Monate nach Inkrafttreten des GdD "Informationen über die durchschnittlichen monatlich aktiven Empfänger der Dienstleistung" in der EU veröffentlichen. Wer durchschnittlich mindestens 45 Millionen Nutzer pro Monat in der EU erreicht - das entspricht zehn Prozent der EU-Bevölkerung - gehört somit zu den sehr großen Onlineplattformen.

Auch das Onlineauktionshaus und Marktplatzdienstanbieter Ebay hat seine Nutzerzahlen der EU übermittelt. Jedoch liegen die Werte unter der 45-Millionen-Grenze. Vielleicht werden sie beim nächsten Mal die Schwelle überschreiten, die Daten sollen künftig nämlich alle sechs Jahre an die Europäische Union übermittelt werden.

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