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Nutzertest: Deutsche Glasfaser erreicht 1 GBit/s nicht ganz

Ein Kunde hat seine Hardware aufgerüstet, dennoch bekommt er statt 1 GBit/s nur 950 MBit/s im Download. Deutsche Glasfaser forscht nach.
/ Achim Sawall
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2.500-MBit/s-LAN-WAN-Port (Bild: Harald Karcher/Golem.de)
2.500-MBit/s-LAN-WAN-Port Bild: Harald Karcher/Golem.de

Ein Kunde von Deutsche Glasfaser erhält trotz 2,5-Gigabit-Hardware nur eine Datenrate von 950 MBit/s. Das berichtet das Onlinemagazin Deskmodder.de(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Leser, der das Glasfasermodem (ONT) des Netzbetreibers ausgetauscht und eine Fritzbox 5590 Fiber mit LAN-WAN-Port bis 2,5 GbE mit einer 2,5-Gigabit-Netzwerkkarte im PC verbunden hat.

Damit müsste der Großteil der Kapazität aus dem FTTH-Netz auch beim Kunden ankommen. Diverse Speedtests ergaben laut dem Bericht trotz eines 1-GBit/s-Vertrags des Nutzers jedoch nie mehr als 950 MBit/s.

Tarifdetails gehen von Unterlieferung aus

In den Details zu dem Tarif DG Giga 1000 steht(öffnet im neuen Fenster) , dass der Betreiber im Download nur eine maximale Übertragungsrate von bis zu 1.000 MBit/s zusichert. Die normale Übertragungsrate ist mit bis zu 900 MBit/s und die minimale mit bis zu 750 MBit/s angegeben.

AVM-Sprecherin Doris Haar erklärte Golem.de, dass die Unterlieferung nicht am Produkt des Fritzbox-Herstellers liege: "Unsere Hardware, also die 5590 Fiber, ist für die 2,5 Gigabit ausgelegt." Der Netzbetreiber hat Golem.de genaue Angaben zugesagt. In der GPON-Topologie erhält jeder Nutzer seine Glasfaser. Damit kann das Netzwerk der Deutsche Glasfaser die Datenrate von 1 GBit/s liefern.

Doch auch FTTH (Fiber To The Home) ist im Grunde ein Shared Medium, und zwar ab der Kopfstelle. Auch wenn eine Datenübertragungsrate von 1 GBit/s und mehr zwischen Kundenanschluss und Kopfstelle möglich ist, sind bei 500 Kunden bereits schon 500 GBit/s zur nächsten Vermittlungsebene notwendig. Die Netzbetreiber rechnen meist damit, dass nicht alle Nutzer gleichzeitig die volle Datenübertragungsrate nutzen.


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