Abo
  • Services:

Nutzerprofile: Niederlande drohen Google mit Millionen-Bußgeld

Von Anfang an gab es Kritik an den neuen Datenschutzbestimmungen von Google. Nun droht dem Konzern erstmals ein Millionen-Bußgeld innerhalb der EU.

Artikel veröffentlicht am ,
Google droht in den Niederlanden ein Millionen-Bußgeld.
Google droht in den Niederlanden ein Millionen-Bußgeld. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Dem Suchmaschinenkonzern Google droht ein Bußgeld in Millionenhöhe wegen der unerlaubten Verknüpfung von Nutzerdaten. Google verstoße mit seinen 2012 eingeführten Datenschutzbestimmungen gegen das niederländische Datenschutzgesetz, teilte die niederländische Datenschutzbehörde CBP am Montag mit. Diese Bestimmungen waren schon bei ihrer Einführung zum 1. März 2012 von den EU-Datenschutzbeauftragten als unzulässig abgelehnt worden. Google hatte sie dennoch in Kraft gesetzt.

Stellenmarkt
  1. VMT GmbH, Bruchsal
  2. abilex GmbH, Stuttgart

Nach Ansicht der CBP verknüpft Google persönliche Daten der Internetnutzer, um zielgerichtete Werbung anzeigen zu können. Dies gelte nicht nur für eingeloggte Google-Nutzer, sondern auch für Nutzer der Suchmaschine oder für Personen, die eine Website besuchten, über die Google Cookies platziere (Third-Party-Cookies). Daten für Suchanfragen, Standorte, angeklickte Videos und E-Mails könnten so miteinander kombiniert werden. Dies geschehe, ohne dass Google die Nutzer angemessen darüber informiere oder um deren Zustimmung bitte, schreibt die CBP. Das verstoße gegen das Gesetz.

Frist bis Ende Februar 2015

"Google fängt uns in einem unsichtbaren Netz unserer persönlichen Daten, ohne uns das zu sagen und ohne um Zustimmung zu bitten. Das geht schon so seit 2012 und wir hoffen, dass unsere Geduld nicht länger strapaziert wird", sagte CBP-Chef Jacob Kohnstamm. Die Behörde stellt nun drei Forderungen an Google: Die Nutzer sollen der Verknüpfung ihrer Daten eindeutig zustimmen müssen, Google soll seine Datenschutzbestimmungen deutlicher machen und zudem eindeutig darauf hinweisen, dass das Videoportal Youtube zu Google gehört.

Die CBP setzte Google eine Frist bis Ende Februar 2015, um die Forderungen zu erfüllen. Falls dies nicht geschehe, könnten Bußgelder in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro fällig werden.

Widerspruch in Deutschland eingelegt

Wegen Googles Datenschutzbestimmungen laufen Verfahren noch in fünf weiteren europäischen Staaten: Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien. Der für das deutsche Verfahren zuständige Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte im September angeordnet, dass Google seine Bestimmungen ändern müsse. Damit wurde das Unternehmen verpflichtet, Daten, "die bei der Nutzung unterschiedlicher Google-Dienste anfallen, nur unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben zu erheben und zu kombinieren". Nach Auffassung der Datenschutzbehörde greift die bisherige Praxis der Erstellung von Nutzerprofilen "weit über das zulässige Maß hinaus in die Privatsphäre der Google-Nutzer ein".

Die Anordnung sei allerdings noch nicht wirksam, da Google Widerspruch eingelegt habe und dieser noch geprüft werde, sagte ein Behördenmitarbeiter auf Anfrage von Golem.de. Eine Entscheidung falle voraussichtlich in den ersten Monaten des kommenden Jahres. Ein Bußgeld ist mit der sogenannten Verwaltungsanordnung jedoch nicht verknüpft.

Bußgelder in Frankreich und Spanien

Die französische Behörde CNIL hatte Google bereits Anfang das Jahres eine Strafe in Höhe von 150.000 Euro auferlegt, gegen die sich das Unternehmen wehrte. Spanien hatte Ende 2013 ein Bußgeld in Höhe von 900.000 Euro erhoben.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Caseking kaufen
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 449€ + 5,99€ Versand

Prinzeumel 25. Dez 2014

42

caso 16. Dez 2014

Diese ganzen Regulierungsversuche bewirken doch ständig das Gegenteil. Früher konnte...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test

Wir testen das Thinkpad X1 Carbon Gen6, das neue Business-Ultrabook von Lenovo. Erstmals verbaut der chinesische Hersteller ein HDR-Display und einen neuen Docking-Anschluss für die Ultra Docking Station.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test Video aufrufen
Urheberrrecht: Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
Urheberrrecht
Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Trotz aller Proteste: Der Rechtsausschuss des Europaparlaments votiert für ein Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Nun könnte das Plenum sich noch dagegenstellen.

  1. Leistungsschutzrecht Nur Einschränkungen oder auch Chancen?
  2. Vor Abstimmung 100 EU-Abgeordnete lehnen Leistungsschutzrecht ab
  3. Urheberrecht EU-Staaten für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


    K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
    K-Byte
    Byton fährt ein irres Tempo

    Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

    1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
    2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
    3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

      •  /