Abo
  • Services:

Nutzerdaten: Zahl der Behördenabfragen steigt auf Rekordwert

In Millionen von Fällen interessieren sich die Behörden für die Daten von Telekommunikationskunden. Nach Ansicht der Piraten müssen die Daten der Nutzer jedoch besser geschützt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Grafik des Protestbündnisses Nein zur Bestandsdatenauskunft
Grafik des Protestbündnisses Nein zur Bestandsdatenauskunft (Bild: Nein zur Bestandsdatenauskunft)

Die staatlichen Abfragen nach Daten der Telekommunikationsprovider sind auf einen Rekordwert gestiegen. Im vergangenen Jahr habe es 36,3 Millionen Abfragen zu den sogenannten Bestandsdaten der Nutzer gegeben, teilte die Bundesnetzagentur am 20. August 2013 auf Anfrage mit und bestätigte damit entsprechende Angaben der Piratenpartei. Im Jahr 2011 lag die Zahl der Anfragen demnach noch bei 34 Millionen. Allerdings hatte sie 2010 mit 36,0 Millionen schon fast den Wert von 2012 erreicht.

Stellenmarkt
  1. EDG AG, Frankfurt
  2. Eckelmann AG, Wiesbaden

Bei den Anfragen handelt es sich um Auskünfte nach dem automatisierten Verfahren, das in Paragraf 112 des Telekommunikationsgesetzes geregelt ist. Demnach müssen die Provider Angaben zu Rufnummern, Anschrift und Geburtsdatum von Nutzern sowie Vertragsdetails der Bundesnetzagentur zur Verfügung stellen. Zahlreiche Behörden haben dann Zugriff auf die Daten. Die Regelung zum manuellen Auskunftsverfahren (Paragraf 113 Telekommunikationsgesetz), das auch den Zugriff auf IP-Adressen und Passwörter ermöglicht, wurde nach einer erfolgreichen Verfassungsbeschwerde zum 1. Juli dieses Jahres neu gefasst. Auch gegen das neue Gesetz haben die Piraten-Politiker Patrick Breyer und Katharina Nocun Beschwerde in Karlsruhe eingereicht.

Nocun kritisierte vor dem Hintergrund der NSA-Spähaffäre, dass Union, SPD und FDP "neue Schnüffelschnittstellen für Abfragen durch Geheimdienste und Polizei eingeführt" hätten. Das werde die Zahl der Abfragen von Bürgerdaten in Zukunft weiter in die Höhe treiben, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Piraten. Darin zeige sich die "Doppelmoral in der Kritik am Überwachungsskandal", wobei für die Union der Skandal inzwischen ohnehin nicht mehr existiert.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 4,25€

aPollO2k 22. Aug 2013

An die Gewehre und auf nach Berlin!

Charles Marlow 20. Aug 2013

Würden NSA-Daten zur Überwachung von Hartz IV-Empfängern "verfügbar" sein, gäbe es hier...

User_x 20. Aug 2013

demnächst im wahlkampf: "Wir geben ihnen ihre träume vor..."


Folgen Sie uns
       


Octopath Traveler - Livestream

Im Livestream zu Octopath Traveler erklären wir den Alltag im JRPG von Square Enix und Nintendo und verfallen später in eine Diskussion über Motivationsphilosophien in Games und das Genre allgemein.

Octopath Traveler - Livestream Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /