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Nutzer verärgert: VPN-Anbieter kündigt unerwartet alle Lifetime-Zugänge

Einige Nutzer hatten vor Jahren lebenslange Zugänge für VPNSecure gebucht. Diese sind nach einer Übernahme des VPN -Anbieters nun alle gekündigt worden.
/ Marc Stöckel
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Ein verärgerter VPN-Nutzer (Symbolbild) (Bild: pixabay.com / ana2600)
Ein verärgerter VPN-Nutzer (Symbolbild) Bild: pixabay.com / ana2600

Einst vom VPN-Anbieter VPNSecure verkaufte Lifetime-Mitgliedschaften wurden zum 28. April unerwartet gekündigt. Das zeigen zahlreiche Nutzerbeschwerden im Netz, die beispielsweise auf Trustpilot(öffnet im neuen Fenster) oder in Bewertungen der VPNSecure-App für Android auf Google Play(öffnet im neuen Fenster) zu finden sind. Die Mitteilung, die Betroffene diesbezüglich vom Anbieter erhielten, ist im Volltext auf Reddit zu finden(öffnet im neuen Fenster) .

Die Infinitequant Ltd, derzeitige Inhaberin des Dienstes, begründet die Beendigung der Lifetime-Zugänge damit, dass sie bei der Übernahme von VPNSecure im Mai 2023 nichts davon gewusst habe, dass der vorherige Besitzer über Plattformen wie Stacksocial "Tausende von Lifetime-Deals verkauft" habe. Dies habe man erst Monate nach der Übernahme festgestellt.

Dabei seien es jedoch gerade diese Lifetime-Accounts, die für ein hohes Volumen an Supportanfragen verantwortlich seien, dem Unternehmen gleichzeitig aber keinerlei Einnahmen generierten. Zunächst habe VPNSecure nur Konten deaktiviert, die mehr als sechs Monate inaktiv waren. Jetzt habe man zum 28. April aber alle Lifetime-Mitgliedschaften kündigen müssen, um weiterhin einen sicheren und qualitativ hochwertigen Service anbieten zu können.

Rechtsstreit war keine Option

Betroffenen wird in der Mitteilung ein Sonderangebot unterbreitet. Sie können VPNSecure weiterhin nutzen, wenn sie 1,87 US-Dollar pro Monat, 19 US-Dollar für ein ganzes Jahr oder 55 US-Dollar für einen dreijährigen Zugang zahlen. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an ehemalige Käufer der Lifetime-Zugänge und ist auch nur bis zum 31. Mai gültig.

Trotz dieses Angebots reagierten viele Betroffene äußerst verärgert über die Kündigung. Infolgedessen versuchte die Infinitequant Ltd, ihre Entscheidung mit einer weiteren Nachricht(öffnet im neuen Fenster) mit zusätzlichen Hintergrundinformationen zur Übernahme von VPNSecure zu rechtfertigen. Demnach wollte das Unternehmen trotz der vom ehemaligen Eigentümer vorenthaltenen Lifetime-Zugänge keinen Rechtsstreit in die Wege leiten, weil dieser "mehr gekostet hätte als der gesamte Kauf des Unternehmens" .

Stattdessen habe die Infinitequant Ltd die bestehenden Lifetime-Mitgliedschaften zwei Jahre lang auf eigene Kosten weiter geduldet und sich nun für die Kündigung entschieden. "Wir hätten das Unternehmen auch vollständig schließen können" , argumentiert der VPN-Anbieter weiter. Jedoch habe man sich für "den harten Weg" entschieden, die kritischen Reaktionen hinzunehmen, um weiterhin einen sicheren VPN-Dienst mit Fokus auf Privatsphäre anbieten zu können.


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