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Nutzen von Exe-Dateien: Loss32 ist ein Linux, auf dem Windows-Apps laufen sollen

Exe-Dateien einfach auf Linux ausführen: Loss32 will den gesamten Desktop mit Wine laufen lassen – anders als ReactOS.
/ Oliver Nickel
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Loss32 soll eine komplette Win32-Desktopumgebung in Wine realisieren. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)
Loss32 soll eine komplette Win32-Desktopumgebung in Wine realisieren. Bild: Microsoft/Montage: Golem.de

Linux ist für viele Menschen eine gute Alternative zu Windows. Allerdings bleibt es weiterhin eine Herausforderung, von Windows auf Linux umzusteigen oder Win32-Apps in Linux zu nutzen. Projekte wie ReactOS sollen das vereinfachen. Ein Entwickler mit dem Alias Hikari no Yume hat einen neuen Ansatz vorgestellt: Loss32 soll ein Linux-Betriebssystem sein, das .exe-Dateien und Win32-Apps einfach ausführen kann.

In einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) erklärt Hikari no Yume, wie das umgesetzt werden soll. Statt den kompletten Windows-NT-Kernel nachbauen zu wollen, laufen soll die gesamte Desktop-Umgebung von Loss32 über die Kompatibilitätsschicht Wine laufen. "Das ist ein komplett kostenloses und quelloffenes Betriebssystem, in dem ihr einfach .exe-Dateien herunterladen und ausführen könnt – für die Power-User, die nicht unbedingt Unix-Meister sind" , heißt es in der Beschreibung.

Wine statt NT-Nachbau

Warum das Projekt? Für Hikari no Yume ist die PC-Desktopumgebung älterer Windows-Betriebssysteme der 90er- bis 2010er-Jahre für Power-User großartig nutzbar. "Lasst uns diesen Traum aufrechterhalten" , heißt es. Indem Wine für die gesamte Desktopumgebung genutzt wird, sollen auch dessen Probleme klarer werden und Entwickler dazu motivieren, Wine besser zu machen. Zudem gebe es gerade im Bereich kreativer Software und bei Games Defizite, die ein klassisches Linux aktuell nicht so einfach überwinden könne.

Aktuell sucht Hikari no Yume noch nach Freiwilligen, die bei der Entwicklung von Loss32 helfen. Das Betriebssystem befindet sich aktuell in einem nutzbaren, aber unoptimierten Zustand. Bugs und Probleme müssen noch bereinigt werden, bevor es der Öffentlichkeit vollständig zur Verfügung gestellt wird. Ein erstes Konzept soll Anfang 2026 kommen.


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