Nuri bzw. Bitwala: Berliner Fintech-Start-up meldet Insolvenz an

Das Berliner Fintech findet keine neuen Investoren. Nuri hat mit der insolventen Krypto-Börse Celsius zusammengearbeitet.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
"Probleme sind nur dornige Chancen."
"Probleme sind nur dornige Chancen." (Bild: Nuri)

Das Berliner Fintech-Start-up Nuri hat am 9. August 2022 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Berlin gestellt, wie das Unternehmen mitteilte. Das sei ein notwendiger Schritt, um "den Weiterbetrieb der App und die Erfüllung der Verbindlichkeiten von Nuri sicherzustellen."

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In einer Stellungnahme führt das Unternehmen aus, die "anhaltenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die wirtschaftlichen sowie politischen Unsicherheiten in den Märkten nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine und die Abkühlung in den öffentlichen und privaten Kapitalmärkten" sowie "negative Entwicklungen an den Kryptomärkten" hätten Start-ups unter "enormen Druck" gesetzt.

"Wir sind zuversichtlich, dass das Insolvenzverfahren in der aktuellen Unternehmenssituation die beste Grundlage darstellt, um ein langfristig tragfähiges Sanierungskonzept zu entwickeln", sagte CEO Kristina Walcker-Mayer. Bis kurz vor Bekanntwerden des Insolvenzantrags wurde von der schwierigen Suche des Unternehmens nach neuen Investoren berichtet.

Ursprüngliche Meldung vom 9. August 2022, 9:38 Uhr

Das in Berlin ansässige Fintech-Unternehmen Nuri ist auf der Suche nach neuen Investoren. Sollte die Krypto-Anlageplattform dabei erfolglos bleiben, könnte es das Aus für das 2015 gegründete Unternehmen bedeuten. Das berichtet Finance Forward unter Berufung auf Insider-Quellen. Nuri selbst kommentierte die Berichte nicht.

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Erschwert wird die Suche durch den Crash von Kryptowährungen in diesem Frühjahr sowie die Verbindungen von Nuri zur mittlerweile insolventen Krypto-Investmentbank Celsius.

Zusammen mit Celsius bot Nuri ein Bitcoin-Ertragskonto an. Nuri fungierte dabei als Anlagevermittler zwischen den Kunden und Celsius. Diese sperrten im Juni 2022 alle Auszahlungen und Überweisungen und froren die Gelder von Anlegern ein. Auf diesen Ertragskonten sollen schon im Juni 2021 insgesamt 40 Millionen Euro gelegen haben.

Nuri, das bis 2021 den Namen Bitwala trug, legte bis kurz vor dem rasanten Kursverlust von Bitcoin im Mai 2022 noch gute Zahlen vor. "Uns geht es so gut wie noch nie", sagte Nuri-Chefin Kristina Walcker-Mayer noch im April 2022 im Gespräch mit dem Handelsblatt. Aktuell hat das Unternehmen laut eigenen Angaben rund 500.000 Kunden.

Schon im Monat darauf entließ das Unternehmen nach den Kurseinbrüchen 45 Mitarbeiter, das sind 20 Prozent seiner Belegschaft. "Die Marktentwicklungen sind kein kurzfristiger Trend. Deshalb können wir nicht lange warten und müssen zügig handeln", sagte Walcker-Mayer Ende Mai 2022.

Bereits kurz vor dem Crash war Nuri laut Berichten auf der Suche nach Geldgebern. Insidern zufolge soll es sich um eine Summe von 30 bis 40 Millionen Euro gehandelt haben. Außerdem habe Nuri eine eigene Banklizenz angestrebt, über die das Unternehmen bislang nicht verfügt. Stattdessen arbeitet man mit der Solarisbank zusammen.

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