Nur bis Haswell: Intel steigt bei Desktop-Mainboards aus

Nach Haswell ist Schluss - jedenfalls mit Mainboards, die Intel unter eigenem Namen vertreibt. Die teilte das Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme gegenüber HardOCP(öffnet im neuen Fenster) mit. Bisher bot Intel eine breite Palette von Geräten an, die in alle üblichen Desktop-Formfaktoren passte. Vor allem die für Technikfans vorgesehenen Extreme-Boards ließen aber manche Ausstattungsdetails vermissen, die beispielsweise Übertakter schätzen.
Daher weist Intel auch ausdrücklich darauf hin, dass es für Desktop-Boards ein "robustes Ökosystem" gebe, zu dem das Unternehmen unter anderem Produkte von Asus, Gigabyte und MSI zählt. Seine bisherigen Konkurrenten in diesem Markt nennt Intel namentlich.
Die Entwickler, die bisher bei Intel Mainboards entwarfen, will das Unternehmen intern neu verteilen. Sie sollen unter anderem Boards für Ultrabooks und All-in-One-PCs entwerfen, aber auch Referenzplattformen. Diese sind vor allem für Dritthersteller wichtig, da Intel auch die Chipsätze für die eigenen Prozessoren herstellt, und für diese muss es frühzeitig Testplattformen geben. Desktop-Mainboards baut Intel also in kleinem Rahmen weiter, vertreibt diese aber nicht mehr unter eigenem Namen.
In der Stellungnahme ist folglich auch nur vom Ende der "branded desktop motherboard production" die Rede. Auch bei den aufwendig zu entwickelnden Serverboards dürfte Intel also weiter aktiv bleiben, hier entwirft das Unternehmen häufig eigene Geräte, die dann in Lizenz von anderen Herstellern gebaut werden.
Für die bisherigen Desktop-Mainboards will Intel noch bis zum Ende der jeweiligen - auf die USA bezogene - Garantiefrist Support leisten. Es bleibt zu hoffen, dass der bisher recht gute Bios-Support noch etwas länger erhalten bleibt, insbesondere für Haswell-Mainboards. Bei neuen Prozessorarchitekturen gibt es häufig Anfangsprobleme der Mainboards, die oft erst nach Jahren zu Inkompatibilitäten mit anderen Geräten führen.



