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Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefonieren, soll weiter Roaming-Gebühren zahlen.
Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefonieren, soll weiter Roaming-Gebühren zahlen. (Bild: Miguel Medina/AFP/Getty Images)

Nur 100 MByte im Jahr frei: EU will Roaming doch nicht abschaffen

Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefonieren, soll weiter Roaming-Gebühren zahlen.
Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefonieren, soll weiter Roaming-Gebühren zahlen. (Bild: Miguel Medina/AFP/Getty Images)

Die Mobilfunkkonzerne haben sich im Rat der EU beim Roaming offenbar durchgesetzt: Die mobile Internetnutzung ohne Aufschläge soll nur bis zu 100 MByte im Jahr ermöglicht werden.

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Der Rat der Europäischen Union, in dem die Mitgliedsstaaten vertreten sind, will einen Kompromiss im Interesse der Mobilfunkbetreiber. Demnach sollen Telefonieren und mobile Internetnutzung nur begrenzt ohne zusätzliche Gebühren möglich sein. Das berichtet der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Wiederholt hatten die EU-Kommission und das Europäische Parlament die Abschaffung aller Roaming-Zuschläge bis Ende 2015 in Aussicht gestellt.

VZBV-Vorstand Klaus Müller erklärte, Roaming-Gebühren innerhalb der EU seien überflüssig: "Die Abschaffung der Roaming-Gebühren war von der EU versprochen. Kommunikation ist nicht nur ein Urlaubsspaß, sondern innerhalb Europas für viele Menschen notwendiger Alltag. Wer einen europäischen Binnenmarkt will und ein Freihandelsabkommen verhandelt, darf bei den Telefongebühren nicht an den Landesgrenzen auf die Bremse treten."

Die Preise für die Endkunden müssten sich stärker an den realen Kosten der Unternehmen orientieren. Derzeit verdienten Unternehmen viel Geld mit den Roaming-Gebühren. Ungereimtheiten in den Preisstrukturen, die sich an Ländergrenzen orientieren, gehörten ebenso abgeschafft: Es sei nicht nachvollziehbar, warum ein Gespräch von Deutschland ins Ausland teurer sein sollte als ein Telefonat in die umgekehrte Richtung, sagte Müller.

Geheimpapier aus dem Europäischen Rat

Zuvor hatte die Bild-Zeitung von Einschränkungen bei der Roaming-Abschaffung berichtet. Bild beruft sich auf ein Geheimpapier aus dem Europäischen Rat vom 27. April 2015. So sollen Bürger etwa bei Anrufen aus dem Ausland nur 50 Minuten lang zu Inlandskonditionen telefonieren können. Die Staaten hatten sich bereits Anfang März darauf verständigt, dass sie die Extragebühren für mobiles Telefonieren und Internet im Ausland mit Einschränkungen vorerst weiter erlauben wollen.

Beschlossen ist indes noch nichts, weil die Länder sich mit dem Europaparlament einigen müssen. Dies hatte ursprünglich gefordert, die Aufschläge bis Ende 2015 abzuschaffen. Dem Bericht zufolge sollen Bürger ab dem kommenden Jahr 50 SMS pro Jahr aus dem Ausland zu Inlandsbedingungen verschicken können, die mobile Internetnutzung ohne Aufschläge wäre nur bis zu 100 MByte im Jahr möglich. Ein EU-Diplomat bestätigte, dass die Zahlen dem derzeitigen Kompromiss unter den Staaten entsprechen.

Es gibt bereits seit einigen Jahren eine europäische Begrenzung der Roaming-Aufschläge. So dürfen Mobilfunkanbieter derzeit von Kunden im europäischen Ausland nicht mehr als 19 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 5 Cent für ankommende Anrufe, 6 Cent pro versendete SMS und 20 Cent pro MByte Daten verlangen. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer.


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HerrTaschenbier 20. Mai 2015

Danke! Das war hilfreich! Glücklicherweise war mir das im Grunde so ungefähr klar, aber...

plutoniumsulfat 18. Mai 2015

Naja, Roaming sichert von nicht gerade vielen Leuten den Job. Hat außerdem auch nicht...

twil 18. Mai 2015

gibs noch mehr zu sagen?

bernd71 18. Mai 2015

Die USA auch.

M. 17. Mai 2015

ACK. Gut, ich habe ein nicht-EU (=Schweizer) Abo, aber der Punkt ist da derselbe: Für...



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