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Numecent: Telekom setzt auf Cloudpaging

Die Telekom steigt über ihre Beteiligungstochter T-Venture beim US-Startup Numecent ein. Dieses will mit seiner Cloudpaging genannten Virtualisierungstechnik die Art und Weise, wie Apps genutzt werden, grundlegend verändern.
/ Jens Ihlenfeld
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Telekom investiert in Numecent. (Bild: Numecent)
Telekom investiert in Numecent. Bild: Numecent

Cloudpaging soll es ermöglichen, Apps aus der Cloud ohne vorherigen Download so zu nutzen, als wären sie lokal installiert. Die vom US-Startup Numecent(öffnet im neuen Fenster) entwickelte Technik funktioniert mit allen Windows-Anwendungen und mit Windows selbst. Künftig soll sie auch mit Linux- und Android-Apps funktionieren.

Die Anwendungen werden vorab virtualisiert, verschlüsselt und in "Pages" genannte Fragmente aufgeteilt. Um eine App oder virtuelle Maschine zu starten, soll es in aller Regel ausreichen, rund 5 Prozent der Pages einer Anwendung herunterzuladen. So werden die Anwendungen lokal auf dem Rechner des Nutzers ausgeführt, können aber 20- bis 100-mal schneller genutzt werden, als wenn sie zuvor heruntergeladen und installiert werden müssten.

Cloudpaging einer VM mit 66 GByte
Cloudpaging einer VM mit 66 GByte (05:22)

Numecent will mit seinem Ansatz jede Windows, Linux- und Android-Anwendung cloudfähig machen und sogar Plugins einzeln ausliefern können. Auch das gesamte Betriebssystem und sehr große virtuelle Maschinen sollen sich mit Cloudpaging ausliefern lassen.

Auf dem Rechner des Nutzers läuft der Jukebox Player mit einer virtuellen MMU (Memory Manager Unit), die einzelne Pages bei Bedarf anfordert. Greift ein Nutzer nun auf eine so aufbereitete Anwendung in der Cloud zu, lädt sein Rechner einige "Pages", also zuvor erstellte Anwendungsfragmente, über HTTP oder HTTPS herunter. Ausgeführt werden die Anwendungen vom Jukebox Player in einer mit AES mit 256 Bit verschlüsselten Sandbox.

Das von Osman Kent, einem der Gründer und langjährigem Chef von 3Dlabs, und Arthur Hitomi gegründete Unternehmen erhält jetzt in einer von der Telekom-Tochter T-Ventures angeführten Finanzierungsrunde(öffnet im neuen Fenster) 13,6 Millionen US-Dollar. Das Geld will Numecent nutzen, um in die Bereiche Vertrieb, Marketing und Entwicklung zu investieren. Denn das derzeit für Windows entwickelte Cloudpaging soll künftig auch für Linux, Android und andere mobile Plattformen zur Verfügung stehen.


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