Nullcrew: FBI nimmt erneut Hacker fest

Strafverfolgungsbehörden melden erneute Festnahmen in Hackerkreisen. Diesmal trifft es zwei mutmaßliche Mitglieder der Gruppe Nullcrew. Sie sollen von einem Informanten verraten worden sein. Ihre Kollegen schicken Häme per Twitter hinterher.

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Nullcrew-Mitglieder machen sich über ihre verhafteten Kollegen lustig.
Nullcrew-Mitglieder machen sich über ihre verhafteten Kollegen lustig. (Bild: Nullcrew/Screenshot: Golem.de)

Zwei mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Nullcrew sind inhaftiert worden. Das FBI nahm einen Hacker in seinem Heimatort in Tennessee fest, der unter anderem als Orbit oder Crysis agiert haben soll. Ihm werden Angriffe auf diverse Rechner vorgeworfen. Dabei sollen Tausende Benutzernamen und Passwörter abgegriffen worden sein, heißt es in einer Mitteilung des US-Justizministeriums. Ein weiterer mutmaßlicher Hacker wurde in Kanada festgenommen.

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Die beiden Festnahmen sollen nach Hinweisen durch einen Informanten erfolgt sein. Er habe sich als vermeintliches Mitglied der Gruppe in die Unterhaltungen über Cryptocat, Skype und Twitter eingeklinkt, berichtet das FBI. Dort sollen die Mitglieder der Nullcrew-Gruppe über ihre bisherigen Angriffe sowie über zukünftige Attacken gesprochen haben. Außerdem soll diskutiert worden sein, was mit den erbeuteten Daten geschehen solle.

Die angegriffenen Computersysteme sollen zwei großen Universitäten, einem großen kanadischen Telekommunikationsunternehmen, einer "großen Multimedia-Firma" sowie einem Unternehmen aus Kalifornien gehört haben.

Häme per Twitter

Über Twitter bedankte sich ein weiteres Mitglied der Gruppe beim FBI dafür, dass sie die "Gruppe aufgeräumt hätten." In einer Mitteilung werden die beiden Verhafteten Skids oder Script Kiddies genannt. Ihnen wird vorgeworfen, nicht genügend getan zu haben, um ihre Identitäten zu verschleiern. Sie verwiesen auch auf den Hacker Sabu, dessen Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden zu der Festnahme zahlreicher Mitglieder der Gruppe Lulzsec geführt hatte.

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Während Sabu mit einer vergleichsweise geringen Haftstrafe davonkam, müssen die anderen verurteilten Lulzsec-Mitglieder teils jahrelang ins Gefängnis. Jüngst bekanntgewordene Unterlagen sollen belegen, dass Sabu im Auftrag des FBI die Angriffe teils selbst initiiert hat, um andere Hacker zu kompromittieren.

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