Abo
  • IT-Karriere:

Nuklearsicherheit: IAEA-Chef meldet AKW-Störfall durch Angriff auf IT

Befürchtet wird es seit langem: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde hat erstmals öffentlich von einem "Cybervorfall" in einem Atomkraftwerk gesprochen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein AKW (Symbolbild)
Ein AKW (Symbolbild) (Bild: Saibo/Wikimedia Commons/CC-BY 3.0)

Vor zwei bis drei Jahren soll es in einem ungenannten Atomkraftwerk (AKW) zu einem Störfall gekommen sein, der offenbar auf einen Angriff auf die IT-Infrastruktur des Betreibers zurückging. Das hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Yukiya Amano bei einem Besuch in Berlin am Rande eines Treffens mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gesagt, wie Reuters berichtet.

Stellenmarkt
  1. Marienhaus Dienstleistungen GmbH, Ottweiler, Hermeskeil, Bitburg, Neuwied, Bad Neuenahr-Ahrweiler
  2. Taunus Sparkasse, Bad Homburg vor der Höhe

Amano nannte keine Details, bekannt sind also weder der Name des betroffenen AKW noch der konkrete Angriffsvektor. Immer wieder warnen Experten, dass auch in Atomkraftwerken Manipulationen möglich sind, weil zum Beispiel Wartungszugänge nicht deaktiviert werden, nachdem sie genutzt wurden.

"Es handelt sich nicht um ein imaginäres Risiko", sagte Amano zu Reuters. "Das Thema Cyberangriffe auf Nuklearanlagen oder verwandte Vorgänge sollten wir sehr ernst nehmen. Wir wissen nie, ob wir alles wissen, oder ob es sich nur um die Spitze des Eisberges handelt."

AKW musste den Betrieb trotz Störung nicht einstellen

Der von Amano erwähnte Vorgang soll "kleinere Beeinträchtigungen" ("some disruption") hervorgerufen haben, das betroffene AKW habe aber den Betrieb nicht einstellen müssen. "Es ist wirklich passiert, und es hat für einige Probleme gesorgt", sagte er. Nach dem Angriff seien Vorkehrungen getroffen worden, um einen ähnlichen Fall in Zukunft auszuschließen.

Im deutschen AKW Gundremmingen wurde Anfang dieses Jahres ein Computervirus gefunden, das offenbar durch einen infizierten USB-Stick oder einen anderen Datenträger eingeschleppt wurde. Die Variante des Conficker-Wurms konnte jedoch keinen Schaden anrichten, weil keiner der betroffenen Rechner mit dem Internet oder einem internen Netzwerk verbunden gewesen war.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. mit Gaming-Monitoren, z. B. Acer ED323QURA Curved/WQHD/144 Hz für 299€ statt 379€ im...
  2. (u. a. Apple iPhone 6s Plus 32 GB für 299€ und 128 GB für 449€ - Bestpreise!)
  3. (u. a. Nikon D5600 Kit 18-55 mm + Tasche + 16 GB für 444€ statt 525€ ohne Tasche und...
  4. (heute u. a. iRobot Roomba 960 für 399€ statt ca. 460€ im Vergleich)

TheUnichi 14. Okt 2016

Ich bin nicht sauer, ich habe nur einen angepissten Grundton. Zeig mir mal einen...

David64Bit 13. Okt 2016

Ich nehme stark an, dass bei einer Zulassung fürs KKW erst mal nur der Kerntechnische...

oxynator 12. Okt 2016

Der läuft auch auf Windows Vista, 7, 8,8.1 und sogar 10. Das windows was eingesetzt wird...

Trollversteher 12. Okt 2016

Haha, den Verleser hatte ich auch beim ersten 'drüberlesen ;-)

mnementh 11. Okt 2016

Wie kommst Du auf die Idee, dass die Steuerung mit dem Internet verbunden gewesen wäre...


Folgen Sie uns
       


Harry Potter Wizards Unite angespielt

Harry Potter Go? Zum Glück hat der neue AR-Titel auch ein paar eigene Ideen zu bieten.

Harry Potter Wizards Unite angespielt Video aufrufen
Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
Arbeit
Hilfe für frustrierte ITler

Viele ITler sind frustriert, weil ihre Führungskraft nichts vom Fach versteht und sie mit Ideen gegen Wände laufen. Doch nicht immer ist an der Situation nur die Führungskraft schuld. Denn oft verkaufen die ITler ihre Ideen einfach nicht gut genug.
Von Robert Meyer

  1. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt
  2. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"
  3. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt

IT-Arbeitsmarkt: Jobgarantie gibt es nie
IT-Arbeitsmarkt
Jobgarantie gibt es nie

Deutsche Unternehmen stellen weniger ein und entlassen mehr. Es ist zwar Jammern auf hohem Niveau, aber Fakt ist: Die Konjunktur lässt nach, was Arbeitsplätze gefährdet. Auch die von IT-Experten, die überall gesucht werden?
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?
  2. IT-Fachkräftemangel Arbeit ohne Ende
  3. IT-Forensikerin Beweise sichern im Faradayschen Käfig

Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
Probefahrt mit Mercedes EQC
Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf
  3. Elektro-SUV Produktion des Mercedes-Benz EQC beginnt

    •  /