Nukleares Energieparadox: Small Modular Reactor vermutlich niemals wirtschaftlich
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Eine Untersuchung(öffnet im neuen Fenster) der TU Berlin, gefördert durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)(öffnet im neuen Fenster) , zeigt durch die Analyse wirtschaftlicher Daten und wissenschaftlicher Prognosen der letzten 60 Jahre auf, dass die Kernkraft immer wieder als dominierende Form der Energieerzeugung vorhergesagt wurde. Gleichzeitig stagniert die globale Leistung von Kernkraftwerken seit mehr als 40 Jahren.
Nicht die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, sondern bereits das Ende des Zubaus in den Siebzigerjahren in den USA hat jedoch das Wachstum der Kerntechnik bis heute gestoppt. Gleichzeitig finden sich in der Studie zahlreiche Energieprognosen, die immer wieder einen Durchbruch der Kernenergie vorhersagen und dabei sowohl mit der Schätzung der Zubauraten als auch mit der Kostenreduzierung weit neben der Realität liegen.
Unerfüllte Erwartungen, unrealistische Einschätzungen
Problematisch ist das, weil derartige Vorhersagen auch für die Reduzierung der globalen CO 2 -Emissionen herangezogen werden. Dabei zeigt ein Blick auf die Zahlen und die historischen Entwicklungen, dass bei den Prognosen mehrere fehlerhafte Annahmen zusammenkommen.
Zunächst ging man noch in den Siebzigerjahren davon aus, dass fossile Energieträger durch sinkende Vorkommen unbezahlbar werden. Mittlerweile gibt es neue Energieträger, insbesondere Windkraft und Photovoltaik, die die Energieerzeugung günstiger und nicht teurer machen. Die erwartete Unbezahlbarkeit anderer Energieformen war jedoch eine wichtige Voraussetzung, damit Kernkraft überhaupt rentabel wird.
Parallel dazu findet sich in den historischen Zukunftsaussichten eine rasante technologische Entwicklung von Kernreaktoren, die so nie stattfand. Genau dasselbe Prinzip wird demnach gerade auf kleine, in Serie zu fertigende Kernreaktoren (Small Modular Reactor oder SMR) übertragen – als Wette auf die Zukunft.
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