Nukleares Energieparadox: Atomwirtschaft ist nur dank Subventionen entstanden
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Eine Studie der TU Berlin(öffnet im neuen Fenster) , unterstützt durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung(öffnet im neuen Fenster) , hat die Bedingungen untersucht, unter denen vor etwa 60 Jahren der Ausbau der Atomkraft begann. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass sich die Art der Stromerzeugung im Wettbewerb nicht durchsetzen konnte.
Dass es zwischen 1970 und 1985, also mit Inbetriebnahme der bis in die Siebzigerjahre geplanten Reaktoren, zu einem rasanten Anstieg der Energieproduktion durch Kernspaltung kann, lässt sich laut der Forschungsarbeit auf drei Punkte zurückführen. Und alle drei können als Wette auf eine Zukunft verstanden werden, die so nie eintrat.
Günstige Alternativen stets präsent
Eine Grundannahme war das baldige Ende der Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe. Entgegen dieser Prognose stiegen und steigen die Fördermengen insbesondere bei Erdöl und Erdgas seitdem jedes Jahr an. Anders als erwartet, entfiel damit eine vergleichsweise günstige Alternative für die Strom- und Wärmeproduktion nicht, sondern wurde parallel immer günstiger.
Ein Beispiel dafür sind die Benzinpreise(öffnet im neuen Fenster) . Obwohl der Anteil an Steuern und Abgaben heute deutlich höher ist, kostet ein Liter Benzin oder Diesel inflationsbereinigt genauso viel wie 1960.
Dass mittlerweile neue und teils noch günstigere Stromquellen hinzugekommen sind, macht den Ausbau der Atomkraft zusätzlich unattraktiv.
Fortschritt blieb aus
Eine weitere, nie eingetretene Annahme bezieht sich auf den technologischen Fortschritt, der erwartet wurde. Bau und Betrieb von Atomkraftwerken hätten sich demnach immer weiter verbilligen sollen. Stattdessen konnte die Studie nur eine minimale Lernkurve beobachten. Der Preis je Leistung ist auch unter Berücksichtigung der Inflation nahezu gleich geblieben.
Hier kommt der dritte Punkt ins Spiel. Zu Beginn des Atomkraftausbaus bestand kein Zusammenhang zwischen Aufwand und Preis für die Kernreaktoren. Die beiden dominierenden Anbieter, Westinghouse und General Electric, brachten ihre Technologie zu unrealistisch niedrigen Preisen auf den Markt und kalkulierten hohe Verluste ein.
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