AKW Saporischschja: Ukraine äußert Sorge vor Atomkatastrophe

Die Ukraine meldet, Russland habe das Kernkraftwerk Saporischschja mit Sprengstoff bestückt. Eine Sprengung könnte eine Katastrophe auslösen.

Artikel veröffentlicht am ,
Blick von Westen auf das Kernkraftwerk Saporischschja
Blick von Westen auf das Kernkraftwerk Saporischschja (Bild: Ralf1969/CC-BY-SA 3.0)

Russische Truppen haben nach Angaben ukrainischer Behörden Energieeinheiten des Kernkraftwerks Saporischschja mit Sprengstoff verkabelt. Das schrieb das Zentrum für strategische Kommunikation und Informationssicherheit im Ministerium für Kultur und Informationspolitik der Ukraine. Das Kraftwerk ist seit Wochen von russischen Truppen besetzt.

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Laut der ukrainischen Seite erklärte der Kommandant der Truppen im Kraftwerk, dieses in die Luft sprengen zu können, was zu einer nuklearen Katastrophe führen werde. Der russische Befehlshaber Vasilyev soll gesagt haben: "Dies wird entweder russisches Land oder verbrannte Erde sein." Auch der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes bezog sich auf entsprechende Quellen.

Das russische Verteidigungsministerium dementierte die Aussage über Telegram. Auch der US-amerikanische Thinktank Institute for the Study of War schätzt die Meldung als "vermutlich falsch" ein. Die Aussagen können aufgrund der Situation im Kriegsgebiet nicht unabhängig verifiziert werden.

Das AKW befindet sich auf russisch-besetztem Gebiet und wurde am Samstag zweimal beschossen. Von wem der Beschuss ausging, ist nicht bekannt. Beide Seiten beschuldigen sich, die Angriffe durchgeführt zu haben.

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Anhaltende Sorge vor nuklearem Vorfall

Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak schrieb auf Twitter, die Russische Föderation setze offen auf nukleare Erpressung im AKW Saporischschja. Europa sei bedroht.

Das AKW Saporischschja liegt am Fluss Dnipro bei der Stadt Enerhodar im Südosten der Ukraine. Dort befinden sich sechs Druckwasser­reaktoren der sowjetischen Bauart WWER-1000/320 mit je 950 Megawatt Nettoleistung.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte, dass Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Zugang zum Atomkraftwerk Saporischschja erhalten, um die Schäden zu untersuchen. Die Ukraine teilte mit, dass durch den Beschuss drei Strahlungssensoren beschädigt und ein Arbeiter im Kraftwerk verletzt worden seien.

Nachtrag vom 9. August 2022, 12:50 Uhr

Wir haben den Artikel um ein Dementi des russischen Verteidigungsministeriums erweitert.

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Cybso 12. Aug 2022 / Themenstart

Begrenzte Haftplätze sind in einer Diktatur kein großes Problem, da gab es schon in der...

mfeldt 11. Aug 2022 / Themenstart

Das kommt von Twitter. Ist vermutlich ein Fake. So wie die RuZZentrolle hier und...

mfeldt 11. Aug 2022 / Themenstart

Jaja, die berühmte, die doch keine war.

mfeldt 11. Aug 2022 / Themenstart

Nein. https://kachelmannwetter.com/de/modellkarten/swiss-mrf/ukraine/windrichtung...

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