Abo
  • Services:
Anzeige
Boeing 787 Dreamliner (Symbolbild): Triebwerk eignet sich für Flugzeuge, aber auch für Raketen
Boeing 787 Dreamliner (Symbolbild): Triebwerk eignet sich für Flugzeuge, aber auch für Raketen (Bild: Boeing)

Nuklearantrieb: Boeing lässt Triebwerk mit Fusionsreaktion patentieren

Boeing 787 Dreamliner (Symbolbild): Triebwerk eignet sich für Flugzeuge, aber auch für Raketen
Boeing 787 Dreamliner (Symbolbild): Triebwerk eignet sich für Flugzeuge, aber auch für Raketen (Bild: Boeing)

Kernfusion und Kernspaltung sollen in einem Triebwerk ablaufen, das Boeing patentiert hat. Es soll weitgehend ohne externe Energiezufuhr auskommen.

Anzeige

Kleine Nuklearexplosionen sollen künftig die Flugzeuge antreiben: Der US-Luftfahrtkonzern Boeing hat das Patent für ein Triebwerk erhalten, in dem eine nukleare Fusionsreaktion ablaufen soll.

Als Treibstoff für das Triebwerk dienen Pellets aus den radioaktiven Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium. In einer Brennkammer verdampfen die Laser das Material. Durch die hohe Temperatur kommt es zu einer Fusionsreaktion, dabei entsteht Helium. Die Reaktionsprodukte treten mit großer Geschwindigkeit durch eine Düse aus, wodurch Vortrieb erzeugt wird.

Kernspaltung erzeugt Strom für Laser

Die Wände der Brennkammer sind mit einem spaltbaren nuklearen Material wie etwa Uran 238 beschichtet. Werden die Wände von angeregten Neutronen getroffen, kommt es zu einer Spaltreaktion, bei der Hitze freigesetzt wird. Diese wiederum verdampft ein Kühlmittel, und der Dampf treibt eine Turbine und darüber einen Generator an. Mit dem Strom werden dann die Laser betrieben.

Das Triebwerk brauche somit nur wenig von außen zugeführte Energie, erklärt Boeing in dem Patentantrag. Mit diesem Triebwerke ließen sich Flugzeuge ebenso wie Raumfahrzeuge oder Raketen ausstatten.

Was passiert mit dem spaltbaren Material?

Allerdings macht Boeing keine Angaben über die Nachteile des Systems: Bei der Spaltung von Uran 238 entsteht Plutonium 239. Das Element hat eine Halbwertszeit von über 24.000 Jahren und ist zudem sehr giftig. Wie sollen Uran und Plutonium entsorgt werden? Was passiert, wenn ein Flugzeug mit einem solchen Triebwerk abstürzt?

Derzeit scheint das Triebwerk nur auf dem Papier zu existieren. Ob und wann Boeing ein solches baut, ist nicht bekannt.


eye home zur Startseite
Muaddib 31. Jul 2015

Deine Oma war so glücklich und dufte die Ära erleben, als echte Unternehmer noch in...

Muaddib 31. Jul 2015

Ne, Uran/Uranium war mir eigentlich egal. Aber U238 ist "einfach so" nicht spaltbar. Dazu...

crmsnrzl 16. Jul 2015

Ich rede von dem Triebwerk, du vom Tokamak. Finde den Unterschied.

Ovaron 15. Jul 2015

Das schöne daran: All diese global-galaktisch-grundlegend-Patente haben eine...

Sharra 15. Jul 2015

Dampferzeugung, und danach die Turbine, ist, nach wie vor, die effizienteste Methode, die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hays AG, Berlin
  2. Rhomberg Gruppe, Bregenz (Österreich)
  3. EUROP ASSISTANCE VERSICHERUNGS AG, München
  4. über Duerenhoff GmbH, Hamburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Drive 7,79€, John Wick: Kapitel 2 9,99€ und Predator Collection 14,99€)
  2. 74,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. 3D NAND

    Samsung investitiert doppelt so viel in die Halbleitersparte

  2. IT-Sicherheit

    Neue Onlinehilfe für Anfänger

  3. Death Stranding

    Kojima erklärt Nahtodelemente und Zeitregen

  4. ROBOT-Angriff

    19 Jahre alter Angriff auf TLS funktioniert immer noch

  5. Bielefeld

    Stadtwerke beginnen flächendeckendes FTTB-Angebot

  6. Airspeeder

    Alauda plant Hoverbike-Rennen

  7. DisplayHDR 1.0

    Vesa definiert HDR-Standard für Displays

  8. Radeon-Software-Adrenalin-Edition

    Grafikkartenzugriff mit Smartphone-App

  9. Datentransfer in USA

    EU-Datenschützer fordern Nachbesserungen beim Privacy Shield

  10. Ghostscript

    Vertragsverletzung in GPL-Klage wird nicht entschieden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
4K UHD HDR: Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
4K UHD HDR
Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
  1. Cisco und Lancom Wenn Spionagepanik auf Industriepolitik trifft
  2. Encrypted Media Extensions Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

King's Field 1 (1994): Die Saat für Dark Souls
King's Field 1 (1994)
Die Saat für Dark Souls
  1. Blade Runner (1997) Die unsterbliche, künstliche Erinnerung
  2. SNES Classic Mini im Vergleichstest Putzige Retro-Konsole mit suboptimaler Emulation

Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Steuerstreit Apple zahlt 13 Milliarden Euro an Irland
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

  1. Re: versprechen oder vertrag

    fuzzy | 16:55

  2. Juhuu, noch mehr unqualifizierter Quatsch in...

    floewe | 16:55

  3. Re: Nur 2000?

    Teebecher | 16:54

  4. Sehr gut

    rafterman | 16:53

  5. Re: Es fehlt an Innovation

    RayPi | 16:52


  1. 17:11

  2. 16:58

  3. 16:37

  4. 16:15

  5. 16:12

  6. 16:01

  7. 15:54

  8. 15:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel