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Nuki Smart Lock 2.0 im Test: Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen

Mit dem Smart Lock 2.0 macht Nuki Türschlösser schlauer und Türen bequemer. Kritisierte Sicherheitsprobleme sind beseitigt worden, aber die Software zeigt noch immer Schwächen.

Ein Test von veröffentlicht am
Nukis Smart Lock 2.0
Nukis Smart Lock 2.0 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Mit dem ersten Smart Lock von Nuki waren wir von der Hardware her zufrieden - die Nutzerverwaltung wies allerdings eine gefährliche Möglichkeit auf, als Besitzer des Schlosses ausgesperrt zu werden. Wir haben uns die neue Version des smarten Türschlosses angesehen, diesmal auch mit allem verfügbaren Zubehör. Wir haben uns angeschaut, wie gut die Automatikfunktionen des Schlosses funktionieren und wie gut sich das Zubehör in das Nuki-Ökosystem einbinden lässt - und natürlich, ob die Nutzerverwaltung verbessert wurde. Dabei haben wir auch mal die Tür auf Zuruf geöffnet.

Inhalt:
  1. Nuki Smart Lock 2.0 im Test: Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen
  2. Smart Lock ohne Smartphone bedienen
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Das Smart Lock 2.0 ähnelt bezüglich des Gehäuses der ersten Version. Intern ist das neue Schloss nun mit Bluetooth 5.0 versehen, es ist Homekit-kompatibel und auch Zigbee-fähig. Allerdings ist die Zigbee-Funktion bisher nicht nutzbar, aber der Hersteller wollte die Fähigkeit zumindest integriert haben, um diese später einsetzen zu können. Wann die Zigbee-Funktion wie genutzt wird, ist noch nicht bekannt. Zum Lieferumfang des Schlosses gehört zudem ein Türsensor, mit dem sich in der App einsehen lässt, ob die Tür aufsteht oder geschlossen ist.

Wir haben das Schloss mit der Nuki Bridge ausprobiert, mit der wir das Schloss über eine beliebige Internetverbindung steuern können. Zudem haben wir den Türdrücker Fob und das Keypad ausprobiert, mit dem sich das Schloss nach Eingabe eines Codes öffnen lässt. Generell erhält der Käufer des Nuki-Schlosses ein gut administrierbares Rechtemanagement für die Tür. Bei Bedarf können Zugangscodes oder auch ein Fob zeitlich begrenzt werden. Es kann also auch in Büroräumen als Zutrittssystem für die Mitarbeiter genutzt werden.

Auch das Smart Lock 2.0 wird einfach auf ein bestehendes Schloss auf der Innenseite der Tür aufgesetzt, es sind keine langwierigen Umbaumaßnahmen notwendig. Wir haben die neue Version in wenigen Minuten an der Tür angebracht. Zum Betrieb ist generell ein normaler Schlüssel erforderlich. Es sollte ein Doppelzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion in der Tür eingebaut sein, damit die Tür weiterhin mit einem normalen Schlüssel geöffnet werden kann, falls es technische Probleme gibt. Am Schloss selbst befindet sich ein Druckknopf, der zum Abschließen der Tür von innen genutzt werden kann, denn der innen steckende Schlüssel an sich ist nicht mehr erreichbar.

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Der innen steckende Schlüssel wird vom Smart Lock mittels Motorkraft bewegt. Zum Betrieb des Aufsatzes sind vier AA-Batterien erforderlich, die ein halbes Jahr halten sollen. Wenn sich die Batterien leeren, soll das Schloss frühzeitig eine Mitteilung in der App anzeigen, damit der Nutzer nicht vor dem Schloss steht und es aufgrund leerer Batterien nicht mehr verwendet werden kann.

Im Unterschied zum ersten Smart Lock gibt es nun einen Türsensor dazu. Dieser ist mühelos angebracht und zeigt dem Nutzer in der Nuki-App an, ob die Tür aufsteht oder zu ist. Gesteuert wird das Nuki-Schloss über eine App, die es für Android und iOS gibt. Darüber erfolgt die Einrichtung und Konfiguration des Schlosses. Die Konfiguration, auch die des Zubehörs, ist unkompliziert.

  • Nukis Smart Lock 2.0 wird über eine App gesteuert. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Das Smart Lock 2.0 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Das Smart Lock 2.0 kann leicht montiert werden. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Eine Halteplatte wird an das vorhandene Schloss angebracht, darauf kommt das Smart Lock 2.0. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Für das Smart Lock 2.0 gibt es eine Bridge. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der Fob fürs Smart Lock (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Das Keypad fürs Smart Lock (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der Startbildschirm der Nuki-App zeigt den Zustand des Schlosses an. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Startbildschirm der Nuki-App zeigt den Zustand des Schlosses an.(Screenshot: Golem.de)
  • Befehle erscheinen durch einen Wisch von unten nach oben. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit einem seitlichen Wisch kann das Schloss verschlossen oder geöffnet werden. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Nuki-App kann der Standort des Schlosses sehr genau festgelegt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn die Kopplung der Bridge so aussieht, stimmt was nicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn die Bridge nicht mit dem Schloss verbunden ist, sieht der Verbindungsstatus so aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Bridge ist mit dem Schloss verbunden. (Screenshot: Golem.de)
  • Verwalten heißt bei Nuki einrichten, Menüpunkte zum echten Verwalten fehlen. (Screenshot: Golem.de)
  • Sobald neue Nutzer eingeladen werden, gibt es den Hinweis zur PIN-Vergabe. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn ein Fob schon mit einem anderen Schloss verbunden ist, ist das zumindest erkennbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Tastenbelegung des Fob befindet sich am Ende des Admin-Bereichs. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur für den Fob fehlt der Befehl öffnen, aufsperren übernimmt hier auch das Öffnen. (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen in der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen in der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
Für das Smart Lock 2.0 gibt es eine Bridge. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Wir haben das Smart Lock vornehmlich zusammen mit der Bridge getestet. Das Schloss selbst ist nur über Bluetooth erreichbar; über die Bridge ist es auch über eine beliebige Internetverbindung erreichbar. Das führt dazu, dass die Nuki-App schneller den Status des Schlosses anzeigen kann und so besser benutzbar ist. Ohne die Bridge reagiert die App oftmals mit einer stärkeren Verzögerung, wir würden das Schloss daher generell nur mit Bridge anschaffen.

Alternativ gibt es im Play Store eine Software-Bridge als App von Nuki. Wer also ein altes Android-Gerät herumliegen hat, kann sich die Anschaffung der Bridge sparen. Das Smartphone sollte dazu mindestens mit Android 4.3 laufen und mindestens Bluetooth 4.0 beherrschen. Am Smartphone muss dann nur eine WLAN-Verbindung hergestellt werden und es sollte sinnvollerweise mit einem Netzteil versehen werden, damit es nicht ausgeht, wenn der Akku leer ist. Wir haben das ausprobiert und konnten das Smart Lock genauso steuern, als ob die Bridge im Einsatz ist.

Komfortfunktionen sind praktisch

Sehr gut gefallen uns die Komfortfunktionen Lock'n'Go und Auto Unlock. Bei Lock'n'Go können wir dem Schloss mitteilen, dass es die Tür verschließen soll, sobald die Tür ins Schloss fällt. Das klappt gut: Wir öffnen die Tür, drücken den Button am Schloss, ziehen die Tür zu und schon rumort es auf der anderen Seite. Denn der Motor im Schloss ist deutlich zu hören. Wir fanden das aber nicht störend, sondern vielmehr praktisch, wenn wir etwa die Tür zuziehen und hören, dass die Tür verschlossen wird. Dann müssen wir nicht erst in der App nachsehen, ob die Tür tatsächlich abgeschlossen ist. Der Button am Schloss kann auch zum Öffnen der Tür belegt werden, zwei Funktionen sind möglich.

Die Funktion Auto Unlock macht das Gegenteil: Wenn wir uns mit dem Smartphone der Tür nähern, wird diese automatisch geöffnet. Vor allem diese Funktion wollen wir schon bald nicht mehr missen. Wir gewöhnen uns schnell daran, weder Smartphone noch Schlüssel herausnehmen zu müssen, sondern einfach durch die fix geöffnete Tür gehen zu können.

Damit die Funktion arbeitet, müssen am Smartphone GPS und WLAN aktiviert sein. Wer das Smart Lock mit Bridge nutzt, sollte außerdem WLAN aktivieren, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Bei Android-Geräten wird zudem empfohlen, die Nuki-App aus der Akku-Optimierung zu nehmen. Das alles bedeutet eine kürzere Akkulaufzeit für Nutzer, die ansonsten sehr darauf achten, am Smartphone Standortdaten nur dann einzuschalten, wenn sie benötigt werden. Auch Auto Unlock schalten wir erst dann ein und deaktivieren es wieder, wenn wir die Funktion nicht benötigen.

  • Nukis Smart Lock 2.0 wird über eine App gesteuert. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Das Smart Lock 2.0 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Das Smart Lock 2.0 kann leicht montiert werden. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Eine Halteplatte wird an das vorhandene Schloss angebracht, darauf kommt das Smart Lock 2.0. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Für das Smart Lock 2.0 gibt es eine Bridge. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der Fob fürs Smart Lock (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Das Keypad fürs Smart Lock (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der Startbildschirm der Nuki-App zeigt den Zustand des Schlosses an. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Startbildschirm der Nuki-App zeigt den Zustand des Schlosses an.(Screenshot: Golem.de)
  • Befehle erscheinen durch einen Wisch von unten nach oben. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit einem seitlichen Wisch kann das Schloss verschlossen oder geöffnet werden. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Nuki-App kann der Standort des Schlosses sehr genau festgelegt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn die Kopplung der Bridge so aussieht, stimmt was nicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn die Bridge nicht mit dem Schloss verbunden ist, sieht der Verbindungsstatus so aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Bridge ist mit dem Schloss verbunden. (Screenshot: Golem.de)
  • Verwalten heißt bei Nuki einrichten, Menüpunkte zum echten Verwalten fehlen. (Screenshot: Golem.de)
  • Sobald neue Nutzer eingeladen werden, gibt es den Hinweis zur PIN-Vergabe. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn ein Fob schon mit einem anderen Schloss verbunden ist, ist das zumindest erkennbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Tastenbelegung des Fob befindet sich am Ende des Admin-Bereichs. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur für den Fob fehlt der Befehl öffnen, aufsperren übernimmt hier auch das Öffnen. (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen in der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen in der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen im Admin-Bereich der Nuki-App (Screenshot: Golem.de)
Der Startbildschirm der Nuki-App zeigt den Zustand des Schlosses an. (Screenshot: Golem.de)

Anfangs funktionierte Auto Unlock bei uns nicht immer zuverlässig, manchmal standen wir minutenlang vor der Tür und sie öffnete sich nicht. In unserem Fall hat es geholfen, die Position des Schlosses zu verändern. In der Nuki-App wird bei der Einrichtung die Position des Schlosses abgefragt, damit eine Funktion wie Auto Unlock arbeiten kann. Wir haben uns dem Schloss meist von der linken Seite genähert - das scheint bei uns das Problem gewesen zu sein.

Nachdem wir die Standortdaten des Schlosses in der Nuki-App einfach weiter nach links verschoben hatten, hat sich das Auto-Unlock-Verhalten spürbar verbessert. Wenn wir vor der Tür gestanden haben, öffnete sie sich, was vorher nicht garantiert war. Wer das Smart Lock mit Bridge betreibt, kann die Belastung für den Smartphone-Akku verringern, indem er die Auto-Unlock-Funktion erst dann aktiviert, wenn er sich auf den Heimweg macht. Erst dann schalten wir noch GPS, Bluetooth und WLAN an, da diese Funktionen nicht viele Stunden unnötigerweise eingeschaltet sein müssen.

Wer eine Smartwatch besitzt, kann das Nuki-Schloss auch darüber steuern und so auf die Auto-Unlock-Funktion verzichten. Dann kann die Tür manuell über die Smartwatch geöffnet werden, wenn man sich der Tür nähert, ohne erst das Smartphone zücken zu müssen. Wir haben das mit einer Apple Watch probiert, es funktionierte reibungslos.

Wir haben das Nuki-Schloss mit dem verfügbaren Zubehör getestet und auch mal ausprobiert, wie es ist, die Tür mit einem Sprachbefehl zu öffnen.

Smart Lock ohne Smartphone bedienen 
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Meikelathome 16. Jun 2019

Die Erkennung von Handys beim Ankommen funktioniert zeitweise nicht zuverlässig...

M.P. 11. Jun 2019

Eines, bei dem sich Lockpicker die Zähne ausbeißen ... Wenn der Schlüssel nicht nur an...

M.P. 11. Jun 2019

Es ist die Frage, ob das Schloss selber "smart" sein muss, oder man z. B. bei einem...

Til23 09. Jun 2019

Ist es möglich das Schloss mit einem Anti-Panik-Schloss zu benutzen oder verwirrt es das...

mgutt 07. Jun 2019

Kann man da so einstellen, dass er nur aufschließt aber nicht öffnet? Ich würde das mit...


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