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Anleitungen nicht nutzerfreundlich

Denn was die Nutzung des Openers erschwert, ist die nicht sonderlich nutzerfreundliche Anleitung. So stellt Nuki keinerlei Einbauanleitung im Internet zur Verfügung. Gerade wenn man gezwungen ist, die Gegensprechanlage aufzuschrauben, will man eigentlich vorher wissen, ob die Anleitung auch tatsächlich mit dem vorhandenen Gerät übereinstimmt. Doch sämtliche Anleitungen sind lediglich in der App verfügbar und lassen sich nur innerhalb der Konfiguration des Openers aufrufen.

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In unserem Fall stimmte die Anleitung nicht mit der verwendeten Gegensprechanlage überein, obwohl das Modell im Konfigurationsmenü ausgewählt werden konnte. Die Behauptung in der App: "Ändere nichts an der bestehenden Verkabelung Deiner Anlage. Die Kabel von Nuki werden zusätzlich angeschlossen." trifft im Grunde nicht zu, weil der Bus durch den Opener geschleift wird und sich die Verkabelung damit ändert.

Wenn die Polung beim ersten Mal nicht korrekt ist und der Opener nicht funktioniert, wird der Nutzer aufgefordert, den Vorgang erneut zu starten. Beide Vorgänge unterscheiden sich lediglich durch den umgekehrten Anschluss der Kabel. Das ist verwirrend, denn irgendwann hat man den Eindruck, denselben Vorgang schon mal durchgeführt zu haben. Zudem lassen sich die dünnen Drähte des Flachbandkabels nicht so leicht wie normaler Klingeldraht mit den Schraubklemmen der Gegensprechanlage verbinden. Ein bisschen technische Erläuterung über die Bus-Technik wäre daher sehr hilfreich.

  • Der Nuki Opener (rechts) kann in Verbindung mit der Nuki Bridge einen Türöffner vernetzen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In dem kleinen schwarzen Kästchen stecken viele Funktionen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Nuki Opener muss per Kabel mit einer Gegensprechanlage verbunden werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dazu ist es erforderlich, die Gegensprechanlage abzuschrauben. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dann muss eines der Bus-Kabel entfernt und mit einer zusätzlichen Klemme verbunden werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Anschließend schließt man zwei der acht Drähte des Flachbandkabels an die Klemme an. (Screenshot: Golem.de)
  • Drei weitere Drähte werden an den Bus angeschlossen. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn der Anschluss nicht funktioniert, müssen die Kabel lediglich vertauscht werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Zu guter Letzt wird das Flachbandkabel mit dem Opener verbunden. (Screenshot: Golem.de)
  • Dann kann die Gegensprechanlage wieder befestigt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Zum Anlernen des Openers muss die Klingel betätigt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Für die sogenannte Freischaltung benötigt man eine zweite Person. (Screenshot: Golem.de)
  • Das kann mehrere Versuche in Anspruch nehmen. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn alles funktioniert, lässt sich der Türöffner per Smartphone betätigen.
  • Der Opener lässt sich über das Smartphone updaten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eine Gegensprechanlage lässt sich auch mit einem Funkgong aus dem Baumarkt hacken. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Minicomputer betätigt ein Relais, das wiederum über eine Klingel die Tür öffnen kann. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Der Nuki Opener muss per Kabel mit einer Gegensprechanlage verbunden werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Als verwirrend erwies sich zudem die Konfiguration der sogenannten Freischaltung. Hierbei muss eine zweite Person die Klingel betätigen, während die erste das Smartphone in der Wohnung bedient. Obwohl Frau und Kind mehrfach draußen in der Kälte herumklingeln mussten, war die Konfiguration nicht erfolgreich. Warum am Ende dennoch alle Funktionen nutzbar waren, ist nicht ganz ersichtlich gewesen.

App-Nutzung verwirrend

Auch die Nutzung der App ist nicht besonders intuitiv. So lassen sich die Push-Nachrichten nur nutzen, wenn man zuvor die Funktion Nuki Web aktiviert hat. Doch einen Hinweis darauf gibt es nicht. Insgesamt ist das Menü etwas verwirrend und man entdeckt manche Funktionen eher durch Zufall. So werden die meisten Funktionen unter "Administration" verwaltet, andere hingegen, wie "Auto Unlock", direkt auf der Startseite des Openers.

Das hatten wir bereits bei unserem Test zum Nuki Smart Lock 2.0 kritisiert. Seitdem wurde die App zwar grundlegend überarbeitet, die genannten Probleme sind damit aber nicht verschwunden und gelten auch für den Opener. Die FAQ und Hilfeseiten geben ebenfalls wenige Hinweise.

Was passiert bei einer Insolvenz?

Wer sich für einen cloudbasierten Dienst wie den Opener entscheidet, läuft zudem immer Gefahr, dass technische Probleme die Nutzung einschränken. Sei es durch Serverprobleme beim Anbieter oder Störungen der eigenen Internetverbindung. Ebenfalls kann es passieren, dass durch eine Insolvenz des Anbieters die Geräte unbrauchbar werden. Das wurde beispielsweise im Falle des Smartlock-Herstellers Nello befürchtet. Erst durch eine Übernahme des insolventen Startups durch einen anderen Anbieter konnte der Weiterbetrieb der Geräte sichergestellt werden.

Der Nuki Opener kann ohne Cloud-Anbindung über die Bridge zumindest eingeschränkt genutzt werden. Über die Bluetooth-Verbindung lässt sich das Gerät weiterhin konfigurieren. Nicht möglich sind hingegen die vernetzten Funktion wie Auto Unlock oder die Steuerung aus der Ferne.

Fazit

In Kombination mit dem Smart Lock lässt auch in Mehrfamilienhäusern der Zugang zu einer Wohnung vollkommen schlüssellos gestalten. Das könnte für Airbnb-Vermieter sehr praktisch sein, die damit ihren Gästen ohne aufwendige Schlüsselübergabe Zutritt zu einer Ferienwohnung verschaffen wollen. Auch für Familien mit Kindern, beispielsweise im Grundschulalter, kann dies eine Möglichkeit sein, dem Nachwuchs ohne Schlüssel Zutritt zur Wohnung zu verschaffen.

Alles in allem kann der Nuki Opener tatsächlich einfache Gegensprechanlagen deutlich schlauer machen. Das Risiko für unerwünschte Besucher hält sich in Grenzen, wenn lediglich die Haustür in einem Mehrfamilienhaus freigeschaltet wird. Aber auch Büros oder Arztpraxen können damit ihre Gegensprechanlage nachrüsten, wenn diese beispielsweise keine automatische Türöffnung ermöglicht. Die Steuerung über die App ist dabei recht komfortabel - wenn man die entsprechenden Funktionen erst einmal gefunden hat.

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 Erstaunlich viele Funktionen möglich
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ibsi 19. Dez 2019

Doch doch, will ich :D Das stimmt, halte ich mal im Hinterkopf Was kein Problem ist, da...

tom.stein 17. Dez 2019

Im Artikel heißt es "Das Risiko für unerwünschte Besucher hält sich in Grenzen, wenn...

fg (Golem.de) 17. Dez 2019

Hallo! Eine solche Lösung ist aber nicht mit den Nuki Opener zu vergleichen. Das TK...

mike4president 16. Dez 2019

Zugegeben, die Installation war hakelig und ich habe Gott sei Dank einen Foreneintrag...

Trockenobst 16. Dez 2019

Der technikversierte Freund hat sein Haus am See mit FaceDetection ausgestattet. Mit 4k...


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