• IT-Karriere:
  • Services:

Erstaunlich viele Funktionen möglich

Vor dem Anlernen, bei Nuki heißt das "Konfigurieren", wird der Bus zunächst durch den Opener durchgeschleift. Das ist eigentlich nicht nötig, denn die Gegensprechanlagen hängen schließlich alle parallel am Bus. Doch Nuki wollte noch eine spezielle Funktion integrieren, die nicht nur für Familien mit kleinen Kindern interessant ist. Wer diese nicht nutzen möchte, weil sie, wie später erläutert, bei digitalen Anlagen nicht hundertprozentig funktioniert, kann den Opener auch parallel an den Bus anklemmen.

Stellenmarkt
  1. targens GmbH, München, Stuttgart
  2. TenneT TSO GmbH, Bayreuth

Um den Bus anzuschließen, muss man die Leitungen abklemmen und mit dem beigefügten achtpoligen Flachbandkabel verbinden. Da das Bussystem verpolsicher ist, spielt es keine Rolle, wenn man die Kabel zunächst falsch anschließt. Dann funktioniert das System zwar nicht, doch in einem zweiten Versuch müssen die Anschlüsse lediglich umgeklemmt werden. Ist der Opener aber erst einmal angelernt, ist es überraschend, wie viele Funktionen in dem kleinen schwarzen Kästchen drinstecken.

Arztschaltung einfach konfigurierbar

Zum einen lässt sich der Opener so konfigurieren, dass automatisch die Tür geöffnet wird, wenn ein Besucher auf die Klingel drückt ("Dauermodus"). Eine solche "Arztschaltung" kann nicht nur bei einer Party sinnvoll sein, wenn man viele Gäste erwartet und nicht jedes Mal zur Gegensprechanlage rennen will. Diese Funktion lässt sich zudem einschränken ("Ring to open").

Über die Nuki-App lässt sich beispielsweise ein zeitliches Fenster starten, innerhalb dessen durch das Klingeln die Tür geöffnet wird. Auf Wunsch wird die Funktion nach einmaligem Klingeln wieder deaktiviert. Die Zeitdauer für das Fenster lässt sich dabei zwischen 5 und 60 Minuten einstellen. Das kann sinnvoll sein, wenn man weiß, dass man beispielsweise in dem eingestellten Zeitraum Besuch erwartet.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals - Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats
    3.-7. Mai 2021, online
  2. Advanced Python - Fortgeschrittene Programmierthemen
    3./4. Mai 2021, online
Weitere IT-Trainings

Diese beiden Funktionen lassen sich zudem über eine Zeitsteuerung ein- und ausschalten. Das heißt, eine Arztpraxis könnte beispielsweise zu den jeweiligen Sprechzeiten den Dauermodus aktivieren und zu den restlichen Zeiten deaktivieren. Auch das Zeitfenster beim Ring to Open lässt sich zu bestimmten Uhrzeiten oder Wochentagen starten.

Klingelunterdrückung aktivierbar

Das Öffnen per Klingel kann man zudem mit einer Standorterkennung verknüpfen ("Auto Unlock"). Nähert sich der Nutzer mit seinem Smartphone der Eingangstür, lässt sich die Tür über die Klingeltaste öffnen. Dazu muss in der App (Android und iOS) der genaue Standort eingetragen werden und die Standortfunktion aktiviert sein. Das alles geht allerdings zulasten der Akku-Laufzeit.

Zu guter Letzt gibt es die Möglichkeit, sich jedes Betätigen der Klingel per Push-Nachricht auf das Handy schicken zu lassen. Dann lässt sich aus der Ferne die Tür öffnen, was allerdings auch ohne Push-Nachricht jederzeit möglich ist. Allerdings gibt es noch nicht die Möglichkeit, das Audio- oder Videosignal der Anlage auf das Smartphone übertragen zu lassen. "Audioübertragung ist ein durchaus interessantes Thema, das wir uns näher ansehen werden", teilte Nuki auf Anfrage von Golem.de mit.

Richtig sinnvoll ist das Öffnen per Klingel oft nur dann, wenn nicht gleichzeitig in der Wohnung die Klingel ertönt. Schließlich können die anderen Mitbewohner nicht unterscheiden, ob die Funktion gerade aktiviert ist oder sie selbst noch die Tür öffnen müssen. Daher lässt sich über den Opener eine Klingelunterdrückung einstellen, die zwischen den Funktionen Dauermodus und Ring to open unterscheidet.

Hat der Paketbote wirklich geklingelt?

Nützlich ist die Funktion zudem, wenn man abends Besuch erwartet und die Kinder schon im Bett liegen. Dann können sich die Gäste zumindest schon den Weg bis zur Wohnungstür bahnen, ohne dass es klingeln muss. Wer komplett seine Ruhe haben will, kann die Klingel auch permanent deaktivieren. Dann wird nicht einmal die Tür geöffnet. Die Klingelunterdrückung macht es auch erforderlich, dass der Bus durch den Opener geschleift werden muss. Sonst wäre es nicht möglich, das Signal an der Gegensprechanlage zu unterdrücken.

Bei unserer Gegensprechanlage hat das jedoch nicht ganz funktioniert. Selbst dann nicht, nachdem wir ein verstecktes Feature aktiviert hatten. Wenn man in der App sieben Mal auf den Beschreibungstext in der entsprechenden Einstellungsansicht tippt, lässt sich die Dauer der Klingelunterdrückung in Millisekunden einstellen. Selbst nachdem wir den Standardwert von 500 ms auf 4.000 ms erhöht hatten, war die Klingel nicht vollständig deaktiviert. Laut Nuki ist aufgrund der in den digitalen Anlagen enthaltenen Kapazitäten ein kurzer Laut noch nicht vermeidbar. Es gebe bereits Ansätze, dies zu ändern. Doch eine Aussage, ob und wann dies möglich sei, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden. Bei analogen Anlagen soll die Klingelunterdrückung hingegen funktionieren.

Praktisch ist zudem die Möglichkeit, sämtliche Klingel- und Öffnungsvorgänge protokollieren zu lassen. So lässt sich beispielsweise nachweisen, ob ein Paketbote zumindest versucht hat, ein Päckchen direkt zuzustellen. Wenn den ganzen Tag über nicht geklingelt wurde, ist das eher unwahrscheinlich.

Einladung anderer Nutzer einfach möglich

Insgesamt hat der Nuki Opener deutlich mehr Funktionen als unser Hack mit dem Funkgong. Allerdings ist dazu noch eine Nuki Bridge erforderlich, die den Opener mit dem Internet verbindet. Der Opener selbst verfügt nur über eine Verbindung per Bluetooth Low Energy. Daher ist es in der Regel auch nicht möglich, direkt von der Haustür aus mit dem Opener zu kommunizieren. Sollte es einen solchen Kontakt geben, lässt sich dieser für die automatische Öffnungsfunktion nutzen ("Auto Unlock").

  • Der Nuki Opener (rechts) kann in Verbindung mit der Nuki Bridge einen Türöffner vernetzen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In dem kleinen schwarzen Kästchen stecken viele Funktionen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Nuki Opener muss per Kabel mit einer Gegensprechanlage verbunden werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dazu ist es erforderlich, die Gegensprechanlage abzuschrauben. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dann muss eines der Bus-Kabel entfernt und mit einer zusätzlichen Klemme verbunden werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Anschließend schließt man zwei der acht Drähte des Flachbandkabels an die Klemme an. (Screenshot: Golem.de)
  • Drei weitere Drähte werden an den Bus angeschlossen. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn der Anschluss nicht funktioniert, müssen die Kabel lediglich vertauscht werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Zu guter Letzt wird das Flachbandkabel mit dem Opener verbunden. (Screenshot: Golem.de)
  • Dann kann die Gegensprechanlage wieder befestigt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Zum Anlernen des Openers muss die Klingel betätigt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Für die sogenannte Freischaltung benötigt man eine zweite Person. (Screenshot: Golem.de)
  • Das kann mehrere Versuche in Anspruch nehmen. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn alles funktioniert, lässt sich der Türöffner per Smartphone betätigen.
  • Der Opener lässt sich über das Smartphone updaten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eine Gegensprechanlage lässt sich auch mit einem Funkgong aus dem Baumarkt hacken. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Minicomputer betätigt ein Relais, das wiederum über eine Klingel die Tür öffnen kann. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Wenn alles funktioniert, lässt sich der Türöffner per Smartphone betätigen.

Beide Geräte kosten jeweils 100 Euro. Monatliche Abogebühren für die Nutzung der Cloud-Dienste gibt es nicht. Zum Vergleich: Eine einfache Türöffnersteuerung von Effeff ohne Zeitsteuerung kostet schon mehr als 200 Euro. Damit andere Mitbewohner oder Gäste den Opener über ihre Nuki-App ebenfalls nutzen können, lassen diese sich über einen individuell generierten Code einladen. Dabei lassen sich bestimmte Funktionen einzeln einrichten oder der Zugang zeitlich begrenzen. Zudem können die Nutzerrechte wieder vollständig entzogen werden.

Doch trotz der vielen Funktionen reicht es für eine uneingeschränkte Empfehlung des Opener leider nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Nuki Opener im Praxistest: Für eine gute Lösung findet sich auch das ProblemAnleitungen nicht nutzerfreundlich 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. PS5 + HD Kamera für 549,99€)

ibsi 19. Dez 2019

Doch doch, will ich :D Das stimmt, halte ich mal im Hinterkopf Was kein Problem ist, da...

tom.stein 17. Dez 2019

Im Artikel heißt es "Das Risiko für unerwünschte Besucher hält sich in Grenzen, wenn...

fg (Golem.de) 17. Dez 2019

Hallo! Eine solche Lösung ist aber nicht mit den Nuki Opener zu vergleichen. Das TK...

mike4president 16. Dez 2019

Zugegeben, die Installation war hakelig und ich habe Gott sei Dank einen Foreneintrag...

Trockenobst 16. Dez 2019

Der technikversierte Freund hat sein Haus am See mit FaceDetection ausgestattet. Mit 4k...


Folgen Sie uns
       


Gocycle GX - Test

Das Gocycle GX hat einen recht speziellen Pedelec-Sound, aber dafür viele Vorteile.

Gocycle GX - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /