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Nudify: Apple und Google bieten weiterhin KI-Nackt-Apps an

Entgegen der eigenen Nutzungsbedingungen finden sich in Apples und Googles App-Marktplätzen immer noch zahlreiche Nudify-Apps.
/ Tobias Költzsch
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Nudify-Apps machen aus harmlosen Fotos Nacktbilder. (Bild: Pixabay)
Nudify-Apps machen aus harmlosen Fotos Nacktbilder. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Das Tech Transparency Project (TTP) hat festgestellt(öffnet im neuen Fenster), dass in Googles Play Store und Apples App Store immer noch zahlreiche Apps vorhanden sind, die KI-generierte Nacktbilder aus echten Fotos erstellen. Bereits im Januar 2026 hatte das TTP auf das Problem hingewiesen.

Mit den sogenannten Nudify-Apps können Nutzer Bilder hochladen und aus diesen sexuell anzügliche Fotos generieren. Es sind auch Apps zu finden, die auf diese Weise täuschend echt aussehende Bilder und Videos von sexuellen Handlungen erstellen.

Von diesen KI-generierten Inhalten sind Opferverbänden zufolge Frauen und Minderjährige besonders betroffen. Dem TTP zufolge wird es Nutzern leicht gemacht, entsprechende Apps zu finden. Bereits bei der Suche machen beide App-Marktplätze Vorschläge, die direkt zu Nudify-Apps führen.

Werbeanzeigen für Nudify-Apps

Einfache Suchbegriffe wie "nudify", "undress" oder "deepnude" führen zu zahlreichen Anwendungen, die mittels KI Bilder entsprechend manipulieren. Laut TTP waren 40 Prozent der Ergebnisse Nudify-Apps. Apple und Google schalteten zudem Werbeanzeigen für solche Apps in den Suchergebnissen.

31 der vom TTP gefundenen Apps waren als für Minderjährige geeignet gekennzeichnet. Die Organisation weist darauf hin, dass Nudify-Apps mittlerweile auch an Schulen ein Problem seien.

Die vom TTP gefundenen Apps wurden insgesamt 483 Millionen Mal heruntergeladen. 122 Millionen US-Dollar Umsatz wurden generiert. Apple und Google verdienen durch Provisionen an den Umsätzen mit.

Eigentlich haben sowohl Apple als auch Google Regeln gegen Nudify-Apps in den Nutzungsbedingungen ihrer App-Marktplätze. Offenbar scheint die Kontrolle dieser Anwendungen aber überfordert zu sein. Entwickler gelöschter Apps können diese leicht unter anderem Namen wieder hochladen.


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