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Von 17 Watt bis 230 Watt

Intel liefert den NUC8 mit einem Netzteil aus, das fast so groß ausfällt wie das System selbst und nominell 230 Watt (19,5 Volt @ 11,8 Ampere) liefern kann. Das erschien uns angesichts von offiziell 100 Watt für den Prozessor trotz Spannungswandlerverlusten und weiterer Komponenten etwas zu viel, aber tatsächlich kann der Hades Canyon sich über 200 Watt genehmigen.

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Zumindest im Leerlauf ist der Mini-PC mit 17 Watt aber recht sparsam, kleine Mini-ATX-Systeme mit hochwertigem SFX-Netzteil benötigen zumeist etwas mehr Energie. Der NUC8 eignet sich zur Wiedergabe von Netflix mit 4K und HDR und nimmt dabei rund 40 Watt auf. Spannendes Detail: Statt der Intel-iGPU wird die Vega-Grafikeinheit verwendet. Die Radeon RX Vega 64/56 und auch die Raven Ridge unterstützen das bisher treiberseitig nicht.

  • Intels Hades Canyon im Betrieb (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LEDs sind anpassbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Netzteil ist fast so groß wie der NUC8. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vordere Anschlüsse des Hades Canyon (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der SD-Kartenleser ist recht langsam. (Screenshot: Golem.de)
  • Hintere Anschlüsse des Hades Canyon (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Öse für ein Kensington-Schloss (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unterseite des Hades Canyon (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der NUC8 nimmt zwei DDR4-SO-DIMMs und zwei M.2-2280-SSDs auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links der Chipsatz, rechts das Prozessor-Package (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Von oben nach unten: Kaby Lake H, Vega M, HBM2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der NUC8 nutzt eine Verdampfungskammer und zwei Radiallüfter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Die Vega M unterstützt nur DirectX FL 12_0. (Screenshot: Golem.de)
  • Der KBL-H hat bereits Microcode gegen Spectre v2. (Screenshot: Golem.de)
Der NUC8 nutzt eine Verdampfungskammer und zwei Radiallüfter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Unter Last in Spielen genehmigt sich der NUC8 etwa 150 Watt, getestet mit Assassin's Creed Origins und Kingdom Come Deliverance. Die CPU Package Power beträgt hierbei 50 Watt und die GPU Chip Power durchschnittlich 33 Watt - also noch klar unter 100 Watt. Beim Exportieren des Wochenrückblicks per Adobe Premiere schaffen wir 55 Watt und 40 Watt sowie 180 Watt an der Steckdose, unter Volllast mit Prime95 sowie Furmark sind es 65 Watt und 55 Watt. Ob die Werte korrekt ausgelesen werden, bezweifeln wir bei dann insgesamt 230 Watt - vielleicht fehlt der HBM2 in der Rechnung.

Grundsätzlich ist der NUC8 übertaktbar: Im UEFI können wir die CPU-Kerne samt RAM beschleunigen und im Radeon-Treiber unter Windows 10 den GPU- sowie den HBM2-Takt anheben. Wir erreichten 4,3 GHz auf allen Cores sowie DDR4-3200 und 1.300/1.850 MHz der Vega-Grafikeinheit. Der Kurztest zeigt gut 10 Prozent mehr Leistung in Anwendungen und in Spielen mit der sehr lauten Cool-Kühlungsrichtlinie des UEFI.

Linux läuft bisher nicht

Dass das 'Vegaris'-Design speziell angepasste Treiber benötigt, wird bei der Linux-Installation klar: Für das freie Betriebssystem sind schlicht keine Treiber verfügbar. Sämtliche unserer Versuche, die Grafikeinheit zum Laufen zu bekommen, scheiterten. Wir können lediglich die Grafikausgabe über den Framebuffer nutzen, was eine sinnvolle Arbeit aber extrem erschwert. Die hardwarebeschleunigte Videowiedergabe funktioniert damit auch nicht.

Die Suche nach möglichen Ursachen zeigt schnell, dass die PCI-ID der GPU im Linux-Kernel und in den Userspace-Bestandteilen fehlt. Und auch über die Mailinglisten der Linux-Hacker scheinen noch keine Patches für die Vega M veröffentlicht worden zu sein. Etwas irritierend ist überdies, dass sich der Chip per PCI wie unter Windows 10 auch unter Linux als Polaris 22 meldet. Doch dieser Codename findet sich ebenso weder auf den Mailinglisten noch in den verschiedenen Codezweigen der Linux-Entwickler. Warum diese fehlen, ist ebenso spekulativ wie die Frage, ob die IDs und damit der Support noch nachgereicht werden.

Nachtrag vom 19. April 2018, 11:30 Uhr

Der AMD-Entwickler Marek Olšák hat inzwischen erste Userspace-Patches zur Unterstützung der Vega M in der Mesa-Bibliothek veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Vega M eher der Polaris-Architektur entspricht als der Vega-Architektur. Zwar fehlen noch die Kernel-Bestandteile, diese sollten aber demnächst folgen. Bis zur stabilen Veröffentlichung dieser Patches werden wohl aber noch mindestens drei Monate vergehen.

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Quantium40 01. Nov 2018

Dir ist aber schon klar, dass das ein System von Intel selbst ist?

Silberfan 06. Mai 2018

Aktuell lässt sich mit einem ITX Mainboard und einer AMD Ryzen 2700/2800er APU das...

OmranShilunte 06. Mai 2018

woher weißt du denn, was andere leute mit ihrem computer machen. du kannst den genauso...

Carl Weathers 21. Apr 2018

Das ist ein noch geheimer Prototyp. Golem scheint ein Muster bekommen zu haben.

JTR 19. Apr 2018

Mein ITX Gehäuse ist so gross wie ein A4 und so dick wie ca. zwei VHS. So etwas stellst...


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