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Kaby Lake G mit Vegaris

Intel legt einen kleinen Sechskantschlüssel bei, um den Deckel des NUC8 zu entfernen. So haben wir Zugriff auf die beiden RAM-Bänke und die zwei SSD-Steckplätze. Geöffnet kann zudem die mitgelieferte Vesa-Halterung montiert werden, um den NUC8 hinter ein Display zu hängen. Der Mini-PC nimmt DDR4 als SO-DIMMs auf, unser Muster ist mit 16 GByte bestückt. Die beiden M.2-Ports sind jeweils mit PCIe Gen3 x4 an den Chipsatz statt an die CPU gekoppelt. Intel hat den NUC8 mit einer Optane 800p (120 GByte) und einer SSD 545s (512 GByte) samt vorinstalliertem Windows 10 geschickt, wir haben aber auch eine Samsung 960 Pro für Linux-Tests genutzt.

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Unter der linken SSD ist ein M.2-2230-Kärtchen versteckt, eine Intel-8265-NIC für Bluetooth 4.2 und ac-2x2-WLAN (866 MBit/s). Die Antennen sind vorne links und rechts hinter dem Plastikrahmen verlötet. Der lässt sich nach dem Lösen von vier Schrauben entfernen. Ein paar weitere Schrauben später können wir das Mainboard entnehmen. Auf dessen Rückseite sitzen der ungekühlte HM175-Chipsatz und das Package mit dem Kaby Lake G. Das Multi-Chip-Modul besteht aus einem Kaby-Lake-Prozessor mit vier Kernen und bis 4,2 GHz sowie einer per PCIe Gen3 x8 angeschlossenen Radeon RX Vega M GH mit 24 Compute Units bei bis zu 1.190 MHz und 4 GByte HBM2-Stapelspeicher mit 800 MHz.

  • Intels Hades Canyon im Betrieb (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LEDs sind anpassbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Netzteil ist fast so groß wie der NUC8. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vordere Anschlüsse des Hades Canyon (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der SD-Kartenleser ist recht langsam. (Screenshot: Golem.de)
  • Hintere Anschlüsse des Hades Canyon (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Öse für ein Kensington-Schloss (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unterseite des Hades Canyon (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der NUC8 nimmt zwei DDR4-SO-DIMMs und zwei M.2-2280-SSDs auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links der Chipsatz, rechts das Prozessor-Package (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Von oben nach unten: Kaby Lake H, Vega M, HBM2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der NUC8 nutzt eine Verdampfungskammer und zwei Radiallüfter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Radeon Software im Intel-Stil (Screenshot: Golem.de)
  • Die Vega M unterstützt nur DirectX FL 12_0. (Screenshot: Golem.de)
  • Der KBL-H hat bereits Microcode gegen Spectre v2. (Screenshot: Golem.de)
Links der Chipsatz, rechts das Prozessor-Package (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die CPU ist ein gewöhnlicher Kaby Lake im B0-Stepping, genauso wie ein Core i7-7700K. Intel hat die Firmware des NUC8 bereits aktualisiert, der Core i7-8809G ist daher per Microcode gegen Spectre-v2-Angriffe geschützt. Ziemlich kurios ist die Radeon RX Vega M GH: Sie wird intern als Polaris 22 erkannt und auch AMD nennt die Grafikeinheit in den Linux-Kernel-Patches so. Obendrein wird sie der GFX804- statt der GFX900-Generation zugeordnet, was auf die ältere Polaris-12- statt die Vega-10-Architektur verweist.

Folgerichtig lesen Tools wie GPU-Z auch DirectX Feature Level 12_0 anstelle 12_1 aus und Funktionen wie eine doppelte FP16-Rate fehlen, was ein Test mit Sisoft Sandra und Raven Ridge sowie Vega 64 bestätigt. Allerdings hat das Design einen HBM2-Speichercontroller und unterstützt theoretisch den HBCC (High Bandwidth Cache Controller). Denkbar wäre ein Polaris-GFX-Kern mit zusätzlichen ROPs und einigen Vega-Funktionen, quasi ein 'Vegaris', ähnlich dem der Playstation 4 Pro oder der Xbox One X. Intel sagt, es handele sich um ein Semi-Custom-Design und genau das scheint Vega M GH/GL zu sein.

Zur Kühlung des NUC8 verwendet Intel eine große Verdampfungskammer (Vapor Chamber) für den Kaby Lake G, die Abwärme pusten zwei radiale 92-mm-Lüfter nach hinten ins Freie. Generell arbeitet der Mini-PC im Leerlauf und bei geringer Last sehr leise, selbst in Spielen ist er überraschend ruhig. Erst wenn wir per Adobe Premiere ein Video exportieren oder das System mit Prime95 samt Furmark quälen, wird es laut. Im UEFI ist der Balanced-Modus für die Kühlung voreingestellt, es gibt noch Cool und Quiet sowie Fanless. Ersterer lässt den NUC8 brüllen, die beiden anderen machen ihn langsamer - die Temperaturen begrenzen den Boost von CPU/GPU auf Basistaktraten oder darunter.

Unser Sample des Hades Canyon hat alle Treiber vorinstalliert, denn für Kaby Lake G wird auch der für die Vega M von Intel ausgeliefert. Faktisch handelt es sich um die Radeon Software in Blau, wobei als Hersteller der GPU nicht AMD, sondern Radeon eingetragen ist. Online sind für den NUC8i7HVK bisher keine Treiber verfügbar, wir haben mit dem 'Press'-Driver (17.40-Branch) getestet. Die Installation der Radeon Software Adrenalin 18.3.4 klappt zwar, dann fehlen aber die Radeon Settings und einige Funktionen.

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 NUC8 (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-GrafikeinheitMächtig Power für 1,2 Liter 
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Quantium40 01. Nov 2018

Dir ist aber schon klar, dass das ein System von Intel selbst ist?

Silberfan 06. Mai 2018

Aktuell lässt sich mit einem ITX Mainboard und einer AMD Ryzen 2700/2800er APU das...

OmranShilunte 06. Mai 2018

woher weißt du denn, was andere leute mit ihrem computer machen. du kannst den genauso...

Carl Weathers 21. Apr 2018

Das ist ein noch geheimer Prototyp. Golem scheint ein Muster bekommen zu haben.

JTR 19. Apr 2018

Mein ITX Gehäuse ist so gross wie ein A4 und so dick wie ca. zwei VHS. So etwas stellst...


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