Grafikprobleme unter Linux

Da der NUC7 vor allem in Nordamerika schon seit diesem Frühjahr verfügbar ist und die Intel-Technik oft eine vergleichsweise gute Linux-Unterstützung aufweist, haben wir eigentlich erwartet, dass wir unsere vorbereitete Linux-SSD mit Ubuntu 18.10 nur einbauen müssen und direkt loslegen können. Doch nach der Anzeige des Bootloaders Grub erhalten wir zunächst immer wieder nur ein schwarzes Bild.

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Das System selbst startet dabei eigentlich wie gewünscht, was uns ein kurzes Login per SSH bestätigt, nur eben ohne Grafikausgabe. Wir probieren deshalb in verschiedenen Boot-Zyklen mehrere Optionen für den Intel-Grafiktreiber aus, allerdings ist ein grafischer Start bei uns nie erfolgreich. Lediglich bei einem Start ohne aktiviertes Modesetting bekommen wir immerhin eine Grafikausgabe, die dann jedoch per Software-Emulation LLVMpipe läuft. Zwar ist der Atom hierfür schnell genug, ein funktionierender Grafiktreiber wäre jedoch deutlich besser.

In unterschiedlichen Bugtrackern finden sich einige Fehlerberichte zum Betrieb des NUC7 unter Linux, aber auch damit können wir keine Lösung für unser Problem finden. In einem zugegeben eher verzweifelten letzten Versuch testen wir den NUC7 an einem anderen Monitor. Mit unserem Eizo Flexscan EV2785 bekommen wird dann dank HDMI 2.0 direkt eine 4K-Auflösung bei 60 Hz und sehen erfreut den Ubuntu-Desktop.

Unser wohl sehr spezieller Fehler mit dem schon etwas älteren Monitor Acer XG270HU zuvor bringen offenbar die Display-Einheit oder besser den Linux-Treiber dafür durcheinander. Immerhin wird diese Einheit samt Unterstützung von HDMI 2.0 in den Gemini-Lake-Atoms erstmals von Intel verbaut. Dass diese nicht ohne weiteres problemlos unterstützt werden können, zeigen nicht nur die vielen Einträge in Bug-Trackern, sondern beispielhaft auch ein Beitrag zum Linux-Kernel aus dem Sommer dieses Jahres. Dort setzen die Intel-Entwickler Funktionen für einen sogenannten Hardware-Quirk um, also wörtlich eine Macke im System.

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Mit unserem funktionierenden Monitor lässt sich der NUC7 letztlich wie gewünscht verwenden. Der Grafiktreiber arbeitet wie erwartet samt Unterstützung für die Hardware-beschleunigte Videoausgabe für HEVC und VP9. Linux-Nutzer haben hier leider nach wie vor das Problem, dass die Hardwarebeschleunigung nicht ohne weiteres im Browser genutzt werden kann. Davon abgesehen ist der NUC7 gut für leichte Office-Arbeiten unter Linux geeignet.

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qq1 29. Jan 2020

ja es geht hier um arbeitsspeicher. der j5005 unterstützt nur 8 gb ram aber selbst hier...

MysticMagican 27. Nov 2019

"Die Geräte"? Meinst du NUCs im allgemeinen oder explizit das Gerät aus dem Artikel? Wir...

Delacor 09. Nov 2018

Also mein J5005 NUC, also genau der getestete macht überhaupt keine Geräusche.. Null...

Delacor 09. Nov 2018

Also ich hatte die beschriebenen Grafikprobleme nicht, die der Autor beschreibt. Ich...

Anonymer Nutzer 06. Nov 2018

Medien PC, billiger Kioskmodus usw.. Für Office reicht der zur Not auch. Stimmt der i3...



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