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Zwei Seiten, zwei Displays

Das Z20 hat sowohl vorne als auch hinten AMOLED-Displays. Das Frontdisplay ist 6,42 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln. Die Ränder sind abgerundet, im Unterschied zu anderen Herstellern führt das hier allerdings nicht zu Bildstörungen. Das liegt schlicht daran, dass der Rahmen um das Display an den Seiten mit gut 2 mm breiter als bei anderen Smartphones ist.

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Dafür ist besonders der Rahmen am oberen Bildrand sehr schmal, weil das Nubia sich aufgrund des Dual-Screen-Konzepts eine Frontkamera sparen kann. Das bedeutet auch, dass es kein Loch im Display oder eine Notch gibt, in der die Kamera verbaut ist, ebenso kein ausfahrbares Modul. Die Front des Smartphones wird nahezu komplett vom Bildschirm ausgefüllt. Die Farben sind angenehm, die Schärfe ausreichend, zudem ist das Display blickwinkelstabil.

Das rückseitige Display ist mit 5,1 Zoll etwas kleiner, auch die Auflösung ist mit 1.520 x 720 Pixeln etwas geringer. Die Pixeldichte liegt bei knapp 330 ppi, etwas eniger als die 401 ppi des Frontdisplays. Das Display auf der Rückseite hatte bei uns nach dem Einschalten einen starken Rotstich, was an einem voreingestellten Augenschonmodus lag. Dieser lässt sich nicht komplett abschalten, sondern nur auf ein Minimum reduzieren. Dann wirkt das Display immer noch sehr warm, der auffällige Farbstich ist allerdings weg.

Eingebauter Filter gegen Blaustich

Wir glauben, dass Nubia uns diesen Filter deshalb nicht abschalten lässt, weil die Rückseite unseres Z20 auch im Bereich des Displays aufgrund der Farbgebung des Gerätes bläulich glänzt und schimmert. Dadurch wirkt die Rückseite zwar wie aus einem Guss, hat aber den Nachteil, dass das Bild durch die Beschichtung sehr blaustichig wäre. Der Augenschonfilter arbeitet offenbar dagegen, was allerdings das rückseitige Display letztlich nicht ganz farbrealistisch sein lässt.

  • Ein mit dem Standardweitwinkel des Z20 aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit dem Superweitwinkel lässt sich die Perspektive erweitern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Dreifachtele gibt Details gut wider. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim digitalen Fünffachzoom wirkt das Bild verwaschen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Zehnfachzoom gefällt uns in unserem Test besser als der fünffache. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Nubia Z20 sieht auf den ersten Blick aus wie ein normales Smartphone - auffällig ist die fehlende Frontkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Z20 hat allerdings zwei Bildschirme: Der auf der Rückseite kann unter anderem für Porträtaufnahmen als Sucher verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das zweite Display ist allerdings mehr als ein Sucher: Auf ihm können wir ganz normal Android verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der AMOLED-Bildschirm ist unter dem Glas der Rückseite verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch auf der Vorderseite ist ein AMOLED-Display verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Dreifachkamera auf der Rückseite hat ein Weitwinkelobjektiv, ein Superweitwinkelobjektiv und ein Teleobjektiv. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der rückseitige Bildschirm des Z20 hat eine etwas geringere maximale Helligkeit und eine ungewohnte Farbwiedergabe, ist aber dennoch sehr gut nutzbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Frontbildschirm des Z20 wird durch keine Kamera unterbrochen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem rückseitigen Bildschirm können wir auch den Always-on-Bildschirm anzeigen lassen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zum Vergleich: Eine Aufnahme mit der Hauptkamera des Mi Note 10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: Eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv des Mi Note 10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: Eine Aufnahme mit dem Zweifachtele des Mi Note 10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: Eine Aufnahme mit dem Fünffachtele des Mi Note 10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: Eine Aufnahme mit dem digitalen Zehnfachzoom des Mi Note 10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das zweite Display ist allerdings mehr als ein Sucher: Auf ihm können wir ganz normal Android verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nützlich ist es dennoch: Es handelt sich um eine vollwertige zweite Benutzeroberfläche, über die wir das normale Android-System verwenden können. Standardmäßig ist das Z20 so eingestellt, dass das rückseitige Display unabhängig vom vorderseitigen arbeitet; in den Einstellungen können wir jedoch auch festlegen, dass das Frontdisplay auf der Rückseite gespiegelt wird. Spannender finden wir aber die Möglichkeit, auf beiden Seiten verschiedene Apps laufen zu lassen.

So können wir beispielsweise auf der Rückseite die App einer Fluggesellschaft mit unserem Boardingpass aufrufen und auf der Vorderseite weiter surfen oder andere Dinge erledigen. Ist es Zeit, den Boardingpass zu scannen, drehen wir einfach unser Smartphone um. Standardmäßig ist eingestellt, dass der Bildschirmwechsel mit dem Druck auf eine Schaltfläche durchgeführt wird. Wir können aber auch einstellen, dass das Bild automatisch beim Umdrehen des Smartphones umschaltet.

Das automatische Umschalten basiert auf Informationen des Lagesensors. Das führt dazu, dass das Bild auch dann wechselt, wenn wir beispielsweise auf dem Rücken liegen und das Smartphone vor unser Gesicht halten. Oder um beim Boardingpass-Beispiel zu bleiben: Haben wir den QR-Code auf der Rückseite aufgerufen, können wir ihn nicht nach unten richten, ohne dass das Z20 wieder auf den Frontbildschirm umschaltet. Für diese Fälle lässt sich der automatische Bildschirmwechsel über die Schnelleinstellungsleiste deaktivieren. Alternativ kann generell auf einen manuellen Displaywechsel umgestellt werden.

Benachrichtigungen auf dem zweiten Bildschirm

Der Bildschirm auf der Rückseite kann wie der Frontbildschirm Benachrichtigungen auf einem Always-on-Display anzeigen. Das sieht zwar schick aus, ist aber eigentlich unnötig: Ob wir eine einkommende Benachrichtigung nun auf dem Frontdisplay oder auf dem rückseitigen Bildschirm ablesen, macht für uns keinen Unterschied. Dass das Z20 ein zweites Display auf der Rückseite hat, ist zugegebenermaßen aber ein Hingucker. Praktisch ist die Möglichkeit, das Rückdisplay bei einem eingehenden Telefonanruf aufleuchten zu lassen.

Unverzichtbar ist der rückseitige Bildschirm, wenn wir ein Selbstporträt aufnehmen wollen. Er fungiert dann als Sucher für die Kamera, die es beim Z20 nur auf der Rückseite gibt. Das bedeutet, dass wir auch für Selbstbildnisse die Hauptkamera verwenden können. Wir können zudem den zweiten Bildschirm auch bei einer normalen Aufnahme hinzuschalten, etwa, wenn wir eine Person aufnehmen. Dann kann diese ebenfalls das Sucherbild sehen und bei Nichtgefallen noch vor der Aufnahme Verbesserungsvorschläge machen.

Das Handling der beiden Bildschirme ist gut: Sowohl das manuelle als auch das automatische Umschalten funktioniert problemlos und vor allem sehr schnell. Apps auf der Vorderseite können wir mit einem Dreifingerwisch nach rechts auf die Rückseite legen, was auch umgekehrt funktioniert. In den Systemeinstellungen gibt es zudem einige Optionen zur Dual-Screen-Lösung, in denen wir unter anderem auswählen können, dass immer ein bestimmter Bildschirm beim Einschalten aktiviert wird - oder standardmäßig der, der oben liegt.

Zwei Fingerabdrucksensoren für bessern Komfort

Das Nubia Z20 hat sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite jeweils einen Fingerabdrucksensor mit integriertem Einschalter verbaut. Je nachdem, wie herum wir das Smartphone in die Hand nehmen, können wir den jeweils für unsere Handhaltung passenden verwenden. Das ist sehr praktisch, da wir uns auf diese Weise nie Gedanken machen müssen, ob wir das Smartphone zum Entsperren richtig herum halten.

Insgesamt funktioniert das Dual-Screen-Konzept des Z20 gut und zuverlässig. Dank des zweiten Bildschirms haben wir eine Vorderseite ohne Kamera, was für uns, die wir die Frontkamera kaum benutzen, sehr praktisch ist. Aber auch für Selfie-Liebhaber bringen die beiden Bildschirme einen Vorteil, da das umfangreiche Kamerasystem für Selbstporträts verwendet werden kann.

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 Nubia Z20 im Test: Zwei Bildschirme sind nützlicher als gedachtKamera mit drei Objektiven 
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Fatal3ty 02. Dez 2019

Nicht jeder mögen Silikonhülle, ich jedenfalls nicht. Ich mag es lieber praktischen...

altuser 23. Nov 2019

Was bekommst Du mit einem weiteren Display zurück? Eine Klinkenbuchse? Einen wechselbaren...

altuser 23. Nov 2019

Jupp, genau wegen dieser Haltung gehen freitags die Kids auf die Straße.

altuser 23. Nov 2019

Artikel über fünf Seiten verteilt? Nach Lesen der ersten wenigen Sätze auf Seite 1 über...

suicicoo 21. Nov 2019

jau, danke :)


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