Nubia Z11: Das Rubbeln ist immer noch nicht praktisch

Nubia hat ein weiteres Smartphone mit einem randlosen Display gezeigt: Das Nubia Z11 wird von der ZTE-Tochter als Topsmartphone positioniert und will mit Wischgesten auf den Rändern eine alternative Eingabemethode etablieren - praktisch sind diese aber immer noch nicht.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Das Nubia Z11 auf der Ifa 2016
Das Nubia Z11 auf der Ifa 2016 (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Bereits im vergangenen Jahr zeigte die ZTE-Tochter Nubia ein randloses Smartphone, auf der diesjährigen Ifa wurde der Nachfolger des Topsmartphones vorgestellt: das Nubia Z11. Das Display ist ein wenig größer, die Hardware ein wenig stärker und die Kamera soll ein wenig besser sein. Das wichtigste Element sind aber immer noch die Wischgesten auf dem Displayrand.

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Mit zwei Fingern am Displayrand herunterwischen, um das Display zu dimmen, oder mit einem Wisch am linken Rand zwischen Apps wechseln - was bereits im vergangenen Jahr als alternative Eingabemethode interessant schien, hat Nubia immer noch gut umgesetzt.

Nicht nur, dass die Gesten für Menschen mit kleineren Händen nicht besonders komfortabel sind, es kommt auch immer wieder zu Fehleingaben. Da kein Displayrand vorhanden ist, berühren wir zwangsläufig immer wieder die Ränder und wechseln unbeabsichtigt die Apps.

  • Das Nubia Z11 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
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  • Das Nubia Z11 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Das Nubia Z11 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)

Nervig sind außerdem die sehr empfindlich eingestellten kapazitiven Systemtasten am unteren Displayrand. Immer wieder kommen wir beim Halten im Querformat an diese heran und kehren unbeabsichtigt zum Homescreen zurück. Besonders in der Kamera-App ist das immer wieder passiert.

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Besser gefällt uns das IPS-Display: Mit 5,5 Zoll ist es etwas größer als beim Vorgänger, löst aber weiterhin mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Beim kurzen Ausprobieren wirkte das Display recht hell, laut Nubia soll es 500 cd/m2 haben. Der interne Speicher ist je nach Ausführung 64 oder 128 GByte groß, eine Micro-SD-Karte kann eingesteckt werden.

Im Inneren steckt ein Snapdragon 820 mit Adreno-530-GPU und je nach Variante 4 oder 6 GByte Arbeitsspeicher. Die Leistung sollte eigentlich ausreichen, doch scheint die Software schlecht angepasst: Das Android-System ruckelte stellenweise leicht und auch Spiele wie Jetpack Joyride und Beach Buggy liefen beim Ausprobieren nicht flüssig - das sollte bei einem als Topsmartphone angesetzten Gerät nicht sein.

Die Rückkamera löst mit 16 Megapixeln auf und hat den gleichen Sensor wie das Oneplus Three - im Test überzeugte die Kamera besonders durch eine gute Schärfe. Eine Frontkamera mit 8 Megapixeln ist ebenfalls vorhanden.

Als Betriebssystem kommt Android 6.0.1 mit der vom Hersteller eigenen Nutzeroberfläche Nubia UI 4.0, die sich vor allem optisch vom Vanilla-Android unterscheidet.

Das Nubia Z11 soll in den kommenden Wochen in der Standardvariante mit 4 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte internem Speicher in den Farben Silber und Grau für 500 Euro auch in Deutschland erhältlich sein. Die Premium-Variante mit 6 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher wird es nur in Gold geben und soll 100 Euro mehr kosten.

Fazit

Das randlose Display sieht wie schon beim Vorgänger sehr schick aus, doch sind die Wischgesten am Rand nicht sehr praktikabel und sorgen eher für Fehleingaben. Was bei einem Topsmartphone nicht sein sollte: Ruckler. Hier sollte Nubia unbedingt mit einem Update nachbessern.

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