Nubia Alpha im Hands on: Flexibles Display macht die Smartwatch groß und dick

Sie sieht gewaltig aus, die erste gezeigte Smartwatch mit einem flexiblen Display. Nubia hat die Alpha vorgestellt. Sie hat ein langgezogenes Display, das direkt in das Handgelenk übergeht.

Ein Hands-on von veröffentlicht am
Nubia Alpha mit flexiblem Display
Nubia Alpha mit flexiblem Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Jetzt ist sie fertig: Nubia hat die Smartwatch Alpha auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona vorgestellt. Eine frühe Version der Smartwatch war bereits im Herbst 2018 auf der Ifa in Berlin zu sehen. Nun ist die Entwicklung daran weitestgehend abgeschlossen und wir konnten die Alpha-Smartwatch in Barcelona ausprobieren.

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Der erste Eindruck ist, dass die Smartwatch dick und gewaltig ist. Dafür sorgt das dicke Uhrengehäuse, aber auch das vergleichsweise große Display, das direkt in das Armband übergeht. Durch diese Konstruktion ergibt sich ein sehr langgezogenes OLED-Display mit einer Auflösung von 960 x 192 Pixeln. Das nutzbare Display ist damit deutlich größer als bei einer herkömmlichen Smartwatch. Das flexible Display der Alpha wurde von Visionox gefertigt, einem Produzenten flexibler Displays.

Auf der Uhr läuft eine von Nubia angepasste Android-Variante. Durch seitliches Wischen vom Ziffernblatt aus erreichen wir weitere Bedienungsebenen. Hier können wir auf die Fitnessfunktionen der Uhr zugreifen, sie hat einen Pulsmesser eingebaut. Zudem gibt es eine Kamera-App für die eingebaute 5-Megapixel-Kamera, eine Foto-App sowie eine Musik-Player-App, um Musik direkt von der Uhr abzuspielen. Dafür hat sie 8 GByte Flash-Speicher verbaut.

Die Uhr selbst hat zwar auch einen kleinen Lautsprecher, aber zum vernünftigen Musikhören empfiehlt sich die Verbindung mit einem Headset, einem Kopfhörer oder Hörstöpseln, die über Bluetooth mit ihr verbunden werden. Nubia will die Alpha-Uhr auch mit Mobilfunkmodem anbieten, so dass darüber telefoniert werden kann. Dieses Modell erscheint aber später als das Basismodell.

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Das eigentliche Uhrengehäuse ist vergleichsweise dick und wuchtig geraten und damit für zierliche Handgelenke nicht unbedingt geeignet. Im Uhrengehäuse steckt Qualcomms Snapdragon Wear 2100 statt des aktuellen Snapdragon Wear 3100 und 1 GByte Arbeitsspeicher. Mit dem eingebauten 500-mAh-Akku soll die Smartwatch eine Akkulaufzeit von ein bis zwei Tagen schaffen, wenn sie durchschnittlich verwendet wird.

  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Nubia Alpha (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nubia will die Alpha-Smartwatch zunächst im April 2019 als Bluetooth-Version in schwarzem Gehäuse für 450 Euro auf den Markt bringen. Erst im dritten Quartal 2019 folgt eine eSIM-Variante der Alpha, so dass damit dann auch telefoniert werden kann. Die Alpha-eSIM-Version wird 550 Euro kosten, zudem ist eine goldene Version für 650 Euro geplant.

Fazit

Es ist erst einmal vor allem optisch reizvoll, eine Smartwatch mit einem Touchscreen zu haben, der im Armband einfach weitergeht. Technisch macht die Smartwatch beim ersten Ausprobieren einen guten Eindruck, die Uhr ist hochwertig verarbeitet und das flexible Display liefert keinen Anlass für Kritik.

Allerdings erkennen wir beim ersten Ausprobieren nur wenige Vorteile des langgezogenen Displays gegenüber einem klassischen Smartwatch-Bildschirm. Es steht zwar eigentlich mehr Platz zur Verfügung, der wird aber nur selten sinnvoll genutzt. Immerhin ist die Alpha-Smartwatch für die gebotene technische Leistung nicht einmal so teuer.

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