NTT Docomo: Erstes 5G-Netz benötigt mehr Millimeterwellen-Spektrum

NTT Docomo hat mit öffentlichen Testläufen zu 5G in Japan schon einige Erfahrungen gesammelt. Der Netzbetreiber zieht erste Schlussfolgerungen für den Ausbau.

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Takehiro Nakamura von NTT Docomo auf dem Broadband World Forum 2019 in Amsterdam
Takehiro Nakamura von NTT Docomo auf dem Broadband World Forum 2019 in Amsterdam (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der japanische Netzbetreiber NTT Docomo braucht für sein künftiges kommerzielles 5G-Netz mehr Spektrum im Millimeterwellenbereich. Takehiro Nakamura, Vice President 5G R&D bei NTT Docomo, sagte auf dem Broadband World Forum 2019 in Amsterdam: "Die Millimeterwellenabdeckung muss besser werden. Wir brauchen Spektrum im Bereich 50, 70 oder 90 Gigahertz."

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Der führende Mobilfunkbetreiber Japans hat erste öffentliche 5G-Dienste am 20. September gestartet. Ein kommerzielles 5G-Netz hat NTT Docomo jedoch noch nicht in Betrieb. Nutzer in Tokio und anderen großen Städten des Landes, einschließlich Nagoya und Osaka, können die 5G-Technologie vor dem vollständigen kommerziellen Start testen, der im nächsten Jahr erwartet wird. In einer früheren Telefonkonferenz mit Investoren teilte NTT Docomo mit, dass man bis Mitte 2020 kommerzielle 5G-Dienste in ganz Japan einführen werde. Im Juli gaben die japanischen Ausrüster NEC und Fujitsu bekannt, mit der Lieferung von 5G-Netzwerktechnik für NTT Docomo begonnen zu haben. Huawei und Nokia waren bei früheren Tests ebenfalls Partner.

Laut Nakamura ist das 5G-Netz an Wettkampfstätten der Rugby-Weltmeisterschaft von September bis November 2019 und an anderen Orten in Japan verfügbar. Nutzer können beim Public Viewing am Smartphone verschiedene Kameraperspektiven wählen.

Erste Lehren aus dem 5G-Betrieb sind laut Nakamura: "Wir brauchen mehr Uplink-Performance. Und die Anforderungen an die Latenz und Datenrate bei privaten Netzwerken der Industrie sind sehr hoch." Mehr Basisstationen würden ausgebaut, kündigte er an. Bisher wurde 5G Non-standalone (NSA) eingesetzt. "In Zukunft sollten wir den 5G Core verwenden", sagte Nakamura.

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Es liefen viele Tests mit Partnern zu 5G, etwa im Bereich Telemedizin oder beim Katastrophenschutz. Auf einem 5G Businesscamp sei mit Partnern von NTT Docomo bereits die konkrete Umsatzverteilung besprochen worden.

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