NT-H2: Noctua bringt Wärmeleitpaste zum Nachkaufen
Noctua hat die NT-H2(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, eine neue Wärmeleitpaste für Prozessoren oder Grafikkarten. Diese soll laut Hersteller bis zu 2 Kelvin besser kühlen als die bisherige NT-H1, welche mittlerweile über ein Jahrzehnt alt ist. Die neue Paste besteht wieder aus Silikon, welchem Noctua zufolge eine optimierte Mixtur aus Metalloxid-Mikropartikeln hinzugefügt wurde.
Der Vorteil einer Silikonpaste ist, dass sie weder elektrisch leitet noch Kupfer korrodiert – anders als Flüssigmetall, welches zudem schwerer aufzutragen und zu entfernen ist, aber einen besseren Wärmedurchgang aufweist. Die NT-H2 soll zudem eine dünnere Schicht zwischen dem Heatspreader einer CPU und dem Kühler ermöglichen, was die Temperatur ebenfalls positiv beeinflusst. Noctua macht bewusst keine Angabe(öffnet im neuen Fenster) zur Wärmeleitfähigkeit.

Um nennenswerte Unterschiede zu erzielen, musste Noctua auf einen Threadripper-Chip mit 300 Watt zurückgreifen. Hier schneidet die NT-H2 bis zu 2 Kelvin besser ab als die NT-H1. Dabei gilt zu beachten, dass unter anderem der Anpressdruck oder die Beschaffenheit der Bodenplatte des CPU-Kühlers ebenfalls eine Rolle spielen. In der Regel ist es daher sinnvoller, das Geld in einen anderen Kühler zu stecken statt es in eine andere Paste zu investieren. Wer das letzte Quäntchen herausholen will, wird vermutlich eher zu Flüssigmetall greifen.
Noctua verkauft die NT-H2 einzeln, es bleibt bei NT-H1 auf Modellen wie dem NH-U12S. Die neue Wärmeleitpaste kostet als 3,5-g-Tube rund 13 Euro und 25 Euro als 10-g-Spritze, es liegen jeweils Reinigungstücher bei. Die bisherige NT-H1 ist einzeln mit 3,5 g für etwa 8 Euro verfügbar.
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