Die NSA will sämtliche Daten von jedem

Die New York Times veröffentliche 2005 einen Bericht über die Schnüffelaktion der NSA. Danach geriet Binney ins Visier der Ermittler, obwohl der Artikel seinen Namen nicht enthielt und die renommierte Zeitung ihre Quellen nie preisgab. Zwei Jahre später im März 2007 wurde er deswegen dreimal vom FBI verhört. Ihm konnte aber kein Fehlverhalten nachgewiesen werden. Nur vier Monate später stürmte das FBI sein Haus - angeblich mit Waffengewalt - und konfiszierte Unterlagen und Rechner. Noch schwerwiegender war jedoch, dass sein Auftraggeber, die NSA, seinen Sicherheitsstatus aufhob. Damit ging auch seine Firma pleite. Noch wartet er auf die Rückgabe seines konfiszierten Rechners und seiner Unterlagen. Er hat sie vor Gericht eingeklagt.

"Die NSA muss das nicht tun"

Seitdem spricht er öffentlich über seine Erfahrungen und den Überwachungsapparat, den die NSA aufgebaut hat. Vor wenigen Tagen sagte Binney in einem Interview mit dem russischen Nachrichtensender RT-News, er glaube, die Geheimdienste in den USA führten die US-Regierung und die Abgeordneten an der Nase herum. "Sie sagen, sie müssen das tun, um die bösen Jungs zu erwischen. Das ist falsch. Es gibt dafür andere Möglichkeiten. Ich hatte ihnen sogar die Möglichkeiten dazu gegeben. Sie haben sich aber anders entschieden."

Es sei einfach, einen Algorithmus zu programmieren, der dafür sorge, dass Daten über US-Bürger einfach gelöscht würden, sagte er weiter. Es sei genauso einfach, ihn so zu programmieren, dass die NSA Daten von Ausländern, die nicht in der Nähe einer bösen Person sind, gar nicht zu Gesicht bekäme. "Der einzige Grund, den ich mir für die Datensammlung vorstellen kann, ist, dass die NSA zu jedem in diesem Land was in der Hand haben will." Binney folgerte: "Sie sind dabei, einen totalitären Staat zu errichten."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 NSA-Whistleblower: "Sie errichten einen totalitären Staat"
  1.  
  2. 1
  3. 2


spiderbit 01. Jul 2013

Die Argumentation hat 2 Probleme: 1. gibt es den begriff der relativen Armut zurecht. in...

Seasdfgas 01. Jul 2013

es dürfte auch jedem klar sein, das alles getan wird, um auch das eigene volk irgendwie...

Anonymer Nutzer 29. Jun 2013

ISBN-10 1932595805 Is mMn grade durch die Möglichkeit es aus der Retrospektive zu...

Fawlty 29. Jun 2013

Ich muss dir mit vielem Recht geben. Aber das Spinner immer Recht haben, musst du erstmal...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /