Abo
  • Services:

NSA und Co.: US-Geheimdienste melden viele Zero-Day-Lücken vertraulich

In einem Gespräch mit Wired bemüht sich Präsident Obamas Chef der Cybersecurity, Michael Daniel, das Bild der Geheimdienste zu verbessern. Diese würden Sicherheitslücken nicht in großer Zahl sammeln, sondern oft melden. An Transparenz darüber haben die Dienste aber kein Interesse.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch bei Heartbleed ist unklar, ob die NSA den Bug nutzte.
Auch bei Heartbleed ist unklar, ob die NSA den Bug nutzte. (Bild: EFF)

"Es entsteht oft der Eindruck, dass die Regierung viel Zeit und Aufwand darauf verwendet hat, um Sicherheitslücken zu entdecken und in großer Zahl vorrätig hält. Die Realität ist aber bei weitem nicht so spannend." Das sagte Michael Daniel zu Wired. Daniel ist der Koordinator für Cybersicherheit im Weißen Haus und damit für die Umsetzung der Richtlinien der US-Regierung zuständig.

Stellenmarkt
  1. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt
  2. Bremer Rechenzentrum GmbH, Bremen

Ebenso wie in Deutschland, wo der BND sogar Sicherheitslücken auf dem Schwarzmarkt kaufen will, gibt es in den USA eine anhaltende Debatte darüber, wie die Regierung und ihre Geheimdienste mit Zero-Day-Exploits umgehen sollen. Laut Daniel melden die US-Dienste viele der Lücken an die Hersteller der betroffenen Produkte, aber: "Wir wollen dabei aus einer Vielzahl von Gründen nicht genannt werden." Es sei zudem ein Grundsatz, dass die "meisten der Lücken, die wir finden, an die Hersteller gemeldet werden."

Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum es immer wieder gravierende Lücken gibt, die nicht von einem namhaften Security-Unternehmen gemeldet werden - eine solche Firma zieht daraus in der Regel viel Reputation. Ein jüngstes Beispiel ist der Kerberos-Bug, eine kritische Lücke in allen noch unterstützten Windows-Versionen, die Microsoft jetzt geschlossen hat. Laut dem Softwarehersteller wurde sie vertraulich gemeldet, direkte Hinweise auf Geheimdienste gibt es dabei aber nicht.

Laut Daniel gibt es eine Institution, an der alle Geheimdienste der USA beteiligt sind. Dieses Gremium diskutiert bei jeder schweren Lücke, wie damit umzugehen sei. Dabei wird unter anderem betrachtet, ob sich die Bugs für Angriffe auf kritische Infrastruktur wie die Energieversorgung nutzen lassen. Manchmal, so Daniel, fällt dann auch die Entscheidung, dass eine Lücke für Geheimdienste und Strafverfolger zu wichtig ist, um sie gleich zu veröffentlichen.

Solche Fehler würden dann "für eine bestimmte Zeit" zurückgehalten, so Obamas Geheimdienstkoordinator weiter. Wie lange das der Fall ist, gab er aber nicht an. Jede solche Entscheidung müsse aber mehrmals pro Jahr überprüft werden, sagte Michael Daniel.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 449€
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. und Vive Pro vorbestellbar
  4. bei dell.com

tibrob 20. Nov 2014

Ich denke, die US-Jungs haben ein größeres Kaliber an Hardware stehen als Lieschen...

divStar 20. Nov 2014

Das Lustige ist, dass ich mir dabei eigentlich eher Porco Rosso und Co. vorstelle. Aber...

MrSpok 20. Nov 2014

... diese Sicherheitslücke nicht zu schließen, weil wir sie aktiv nutzen möchten. Dieses...

Th3Dan 20. Nov 2014

Zumal diese Aussagen alles andere als konkret und intransparent sind. Wieso nennt man...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ2 Compact - Test

Sony hat wieder ein Oberklasse-Smartphone geschrumpft: Das Xperia XZ2 Compact hat leistungsfähige Hardware, eine bessere Kamera und passt bequem in eine Hosentasche.

Sony Xperia XZ2 Compact - Test Video aufrufen
Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  2. Vor Anhörungen Zuckerberg nimmt alle Schuld auf sich
  3. Facebook Verschärfte Regeln für Politwerbung und beliebte Seiten

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

    •  /