NSA-Skandal: Spionageüberprüfung gegen IBM, Oracle und EMC in China

Wegen der Snowden-Enthüllungen will China untersuchen, welche Rolle IBM, Oracle und EMC bei den IT-Angriffen durch US-Geheimdienste auf das Land spielten.

Artikel veröffentlicht am ,
Pressekonferenz des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit  im Jahr 2008
Pressekonferenz des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit im Jahr 2008 (Bild: Peter Parks/AFP/Getty Images)

Die chinesische Regierung überprüft nach den Enthüllungen über US-Hackerangriffe im Land die Konzerne IBM, Oracle und EMC. Das berichtet die regierungsoffizielle Shanghai Securities News laut einer Übersetzung der Nachrichtenagentur Reuters. Die Untersuchung bereiten das Ministerium für Öffentliche Sicherheit und ein Forschungszentrum unter Kontrolle der höchsten Regierungsebene vor.

"Gegenwärtig sind durch ihre technologische Überlegenheit viele unserer informationstechnischen Kernsysteme grundsätzlich durch fremde Hardware- und Softwarefirmen dominiert, aber der Prism-Skandal impliziert Sicherheitsprobleme", zitiert die Zeitung eine anonyme Quelle.

IBM, Oracle und EMC haben den Bericht bisher nicht kommentiert.

Eine US-Geheimdienstquelle sagte dem britischen Guardian, dass die Beschwerden der USA über Cyberangriffe des neuen Hauptrivalen China heuchlerisch seien. "Wir hacken überall und jeden. Wir möchten, dass ein Unterschied zwischen uns und den anderen gemacht wird. Aber wir sind in fast jedem Land der Welt aktiv." Die USA liebten es, China international öffentlich bloßzustellen für etwas, "das wir jeden Tag tun."

USA und China beschuldigen sich seit Jahren gegenseitig der Spionage und Cyberwar-Angriffe. Der frühere NSA- und CIA-Chef Michael Hayden hatte erklärt, er glaube, dass Huawei Informationen an die chinesische Regierung liefere. Weitergegeben würden "intime und umfassende Informationen zu ausländischen Telekommunikationsanlagen, an denen sie mitwirken". Hayden führte die NSA zwischen 1999 und 2005 und die CIA von 2006 bis 2009. Belege legte er nicht vor. Hayden sagte, er könne bestimmte Angelegenheiten zu Huawei, die unter Geheimhaltung stünden, nicht kommentieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /