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NSA-Skandal: Projekt "Cloud for Europe" gestartet

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Fraunhofer Fokus sitzen für Deutschland im Projekt " Cloud for Europe". Obwohl der Bundesdatenschützer warnt, sensible Daten gehörten wegen des NSA-Skandals nicht in die Cloud, ist genau dies das Ziel des Projekts.
/ Achim Sawall
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Narus ist der weltgrößte Hersteller von Überwachungstechnik. Ohne die Boeing-Tochter wäre Prism nicht möglich gewesen. (Bild: Hannibal Hanschke/Reuters)
Narus ist der weltgrößte Hersteller von Überwachungstechnik. Ohne die Boeing-Tochter wäre Prism nicht möglich gewesen. Bild: Hannibal Hanschke/Reuters

Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, hat am 14. November 2013 in Berlin die Auftaktkonferenz zum EU-Projekt "Cloud for Europe" eröffnet(öffnet im neuen Fenster) . Ziel ist es, die Ausschreibung für sicheres Cloud Computing in der Verwaltung zu entwickeln und zu testen.

Am Projekt sind 22 Partner aus zehn europäischen Staaten beteiligt. Für Deutschland nehmen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Fraunhofer-Institut Fokus teil.

Rogall-Grothe sagte, dass Datenschutz und Datensicherheit in der Cloud einen hohen Stellenwert haben müssten, um Vertrauen in deren Nutzung zu schaffen. Hierzu fehlten derzeit noch befriedigende Regelungen in Deutschland und der EU. Deutschland lege für das Cloud Computing einen Vorschlag für eine neue Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union vor.

Das Projekt hat eine Laufzeit von Juni 2013 bis November 2016. Es wird von der Europäischen Union mit 10 Millionen Euro mitfinanziert.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hatte bereits im Juni 2013 erklärt , Cloud Computing müsse im Hinblick auf die bekanntgewordenen Spionagetätigkeiten der NSA, des FBI und der britischen Geheimdienste kritisch bewertet werden. "Man muss damit rechnen, dass ausländische Dienste den Zugang zu Cloud-Infos bekommen." Sensible Daten gehörten nicht in die Cloud.

Laut Fraunhofer-Institut Fokus geht es um eine durchdachte europäische Cloud-Computing-Strategie für den öffentlichen Sektor. Vorrangiges Ziel von Cloud for Europe ist es, Vertrauen in europäisches Cloud Computing zu schaffen. Institutsleiter Radu Popescu-Zeletin sagte im Juli 2013: "Wir glauben fest an die Notwendigkeit von Cloud Services, die den Anforderungen der öffentlichen Verwaltung in Europa genügen." Ziel ist der Abbau von Hindernissen für die Einführung und Annahme von Cloud Computing im öffentlichen Sektor. Die gemeinsamen Anforderungen verschiedener öffentlicher Institutionen sollen über nationale Grenzen hinweg identifiziert werden.


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