Abo
  • Services:
Anzeige
Banksy-Kunstwerk in der Nähe des GCHQ-Hauptquartiers in Cheltenham, England
Banksy-Kunstwerk in der Nähe des GCHQ-Hauptquartiers in Cheltenham, England (Bild: Eddie Keogh/Reuters)

NSA-Skandal: Mathematiker ruft zum Geheimdienst-Boykott auf

Die NSA ist der größte Arbeitgeber für Mathematiker in den USA. Ein Brite will nun seine Fachkollegen überreden, nicht mehr für Geheimdienste zu arbeiten.

Anzeige

Was kann man tun, um der NSA die Überwachung der Welt zu erschweren? Alles verschlüsseln, sagen die Techniker. Neue Gesetze und Abkommen beschließen, sagen Politiker. Der NSA das Wasser abdrehen, sagt Marc Roberts.

Ohne Wasser kann die NSA ihr riesiges neues Rechenzentrum bei Bluffdale im US-Bundesstaat Utah nicht betreiben. Bis zu 1,7 Millionen Gallonen braucht der Geheimdienst täglich. Marc Roberts, ein Abgeordneter im Unterhaus von Utah, hat eine Idee von Aktivisten aufgegriffen und einen Gesetzentwurf eingebracht, der es jedem untersagen würde, die NSA materiell zu unterstützen - Wasserversorgung eingeschlossen. Dass sein Entwurf zum Gesetz wird, ist allerdings unwahrscheinlich.

Der Mathematiker Tom Leinster hat einen anderen Vorschlag, der NSA eine wichtige Ressource zu nehmen: die Mitarbeiter. Neben Geld, Technik, Strom und Wasser braucht der Geheimdienst das geeignete Personal. Die NSA ist nach eigenen Angaben der größte Arbeitgeber für Mathematiker in den USA.

Leinster, Mathematiker an der Universität von Edinburgh in Schottland, ruft seine Kollegen im Magazin NewScientist dazu auf, nicht für die NSA oder den britischen Geheimdienst GCHQ zu arbeiten. Universitäten könnten ihren Mitarbeitern untersagen, dort tätig zu werden. Die Mathematik-Gesellschaften könnten aufhören, Stellenanzeigen der Dienste zu veröffentlichen, deren Geld zurückweisen oder sogar ihre eigenen Mitglieder rauswerfen, sollten sie für die NSA oder den GCHQ arbeiten.

"Mathematiker werden selten mit ethischen Fragen konfrontiert", schreibt Leinster. "Wir genießen das Gefühl, dass alles, was wir tun, von der realen Welt entkoppelt ist." Doch die NSA-Enthüllungen hätten gezeigt, dass Geheimdienste die Internet-Verschlüsselung unterminiert haben. Und dazu brauchten sie Mathematiker.

Ohnehin sei sein Berufsstand unpopulär, schreibt Leinster, seit man den Mathematikern eine Mitschuld an der Finanzkrise gebe. Nun sei es an der Zeit, zumindest darüber zu reden, welche Wahl man habe: "Wir sind zunächst einmal Menschen und dann erst Mathematiker. Und wenn wir nicht mögen, was Geheimdienste tun, sollten wir nicht mit ihnen kooperieren."


eye home zur Startseite
GodsBoss 30. Apr 2014

Das weiß ich, da aber nunmal in der Regel von Diskutanten auf den real existierenden...

Plany 29. Apr 2014

der troll erinnert mich grade daran. ;) https://www.youtube.com/watch?v=1VWsRWxcnws

Bankai 29. Apr 2014

Dem kann ich nicht zustimmen. Im Gegensatz zum Seil, ist der Sicherungshebel nur ein...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  2. Robert Bosch GmbH, Hildesheim
  3. PSI AG, Essen
  4. s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG, Rottendorf


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. ab 59,98€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. (-75%) 2,49€
  3. (-50%) 19,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Business Continuity für geschäftskritische Anwendungen
  2. Data Center-Modernisierung mit Hyper Converged-Infrastruktur
  3. Data Center-Modernisierung für mehr Performance und


  1. Kubic

    Opensuse startet Projekt für Container-Plattform

  2. Frühstart

    Kabelnetzbetreiber findet keine Modems für Docsis 3.1

  3. Displayweek 2017

    Die Display-Welt wird rund und durchsichtig

  4. Autonomes Fahren

    Neues Verfahren beschleunigt Tests für autonome Autos

  5. Künstliche Intelligenz

    Alpha Go geht in Rente

  6. Security

    Telekom-Chef vergleicht Cyberangriffe mit Landminen

  7. Anga

    Kabelnetzbetreiber wollen schnelle Analogabschaltung

  8. Asus

    Das Zenbook Flip S ist 10,9 mm flach

  9. Hate Speech

    Facebook wehrt sich gegen Gesetz gegen Hass im Netz

  10. Blackberry

    Qualcomm muss fast 1 Milliarde US-Dollar zurückzahlen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Matebook X und E im Hands on: Huawei kann auch Notebooks
Matebook X und E im Hands on
Huawei kann auch Notebooks
  1. Matebook X Huawei stellt erstes Notebook vor
  2. Trotz eigener Geräte Huawei-Chef sieht keinen Sinn in Smartwatches
  3. Huawei Matebook Erste Infos zu kommenden Huawei-Notebooks aufgetaucht

Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  1. Re: Ein Auto steht 22h am Tag irgendwo rum

    Baker | 13:25

  2. Re: Unzureichender Artikel

    oxybenzol | 13:25

  3. Re: Gibt es noch Menschen die Analog schauen

    Spaghetticode | 13:25

  4. Re: "Hass im Netz" klingt nach Zensur für mich

    AngryFrog | 13:25

  5. Re: Es ist übrigens das erste Far Cry, das in den...

    ibsi | 13:24


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:58

  4. 11:25

  5. 10:51

  6. 10:50

  7. 10:17

  8. 10:12


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel