NSA-Skandal: Luxemburger Behörden ermitteln gegen Skype

Luxemburgs Datenschutzkommission ermittelt gegen den Internet-Telefondienstanbieter Skype wegen möglicher Datenweitergabe an den US-Geheimdienst NSA. Laut Medienberichten hatten die Untersuchungen kurz nach den Enthüllungen durch den US-Whistleblower Edward Snowden im Juni dieses Jahres begonnen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Skype-Logo
Das Skype-Logo (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Luxemburgs Datenschützer ermitteln gegen den Internet-Telefonanbieter Skype und seine Beteiligung am NSA-Spähprogramm Prism. Das berichtet der britische Guardian. Gérard Lommel, Präsident der Luxemburger Datenschutzkommission, bestätigte die Untersuchungen der Luxemburger Tageszeitung Luxemburger Wort. Geprüft werde, ob das zu Microsoft gehörende Unternehmen Daten an die NSA weitergegeben habe.

Stellenmarkt
  1. Referent Technik / Technische IT (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt, Leipzig, Dortmund
  2. Software Developer (m/w/d)
    thinkproject Deutschland GmbH, Berlin
Detailsuche

In einem Radiointerview sagte Lommel, dass eine Beschwerde die Untersuchung ausgelöst habe. Grundlage für die Beweisaufnahme seien Fragenkataloge und Untersuchungen bei Skype gewesen. Laut Guardian werde bereits seit Juni 2013 ermittelt - kurz nach der öffentlichen Bekanntmachung des Überwachungsprogramms Prism durch den US-Whistleblower Edward Snowden.

Die Verfassung in Luxemburg schützt laut Guardian zwar die Privatsphäre seiner Bürger. Eine Überwachung der Telekommunikationsdaten sei aber durch einen richterlichen Beschluss oder die Anordnung durch politische Organe möglich.

Ob Skype durch die Weitergabe von Daten gegen Luxemburger Gesetze verstoßen hat, soll Lommels Untersuchungsbericht klären, der bis Ende Oktober vorliegen soll. Dann werde entschieden, ob ein Verfahren gegen Skype angestrengt werde, schreibt die Luxemburger Wort.

Dass Microsoft mit der NSA zusammengearbeitet haben soll, um Dienste wie Skype für Prism zu öffnen, wurde bereits im Juli 2013 bekannt. Das ging aus Dateien von Snowden hervor, die dem Guardian vorlagen. Beide Unternehmen erklärten damals, nur rechtsstaatliche Überwachungsaufträge erfüllt zu haben.

Skype sei dem Überwachungsprogramm Prism bereits im Februar 2011 beigetreten, acht Monate vor der Übernahme durch Microsoft, hieß es.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Georg T.
Wieder Haft gegen Nichtzahler der Rundfunkgebühr

Georg T. sitzt seit 109 Tagen in Haft. Grund dafür sind 1.827 Euro Schulden für die Rundfunkgebühr - seine Haft kostet rund 18.000 Euro.

Georg T.: Wieder Haft gegen Nichtzahler der Rundfunkgebühr
Artikel
  1. MIG: Scheuers Funkloch GmbH hat erst zwei Stellen besetzt
    MIG
    Scheuers Funkloch GmbH hat erst zwei Stellen besetzt

    Der Bundesverkehrsminister scheint kein Personal für die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft zu finden.

  2. Bitkom: Entscheidungsfreudiges Digitalministerium im Bund nötig
    Bitkom
    "Entscheidungsfreudiges" Digitalministerium im Bund nötig

    Die Verbände Bitkom und Eco sind sich beim Digitalministerium einig. Eine kompetente Führung sei gefragt.

  3. Streit mit den USA: EU stellt geplante Digitalsteuer zurück
    Streit mit den USA
    EU stellt geplante Digitalsteuer zurück

    Der Kampf um die internationale Mindeststeuer für IT-Konzerne geht in die nächste Runde.

smeexs 14. Okt 2013

was ist für dich eine spekulation ? eigentlich alles was ich sage kann durch links belegt...

Anonymer Nutzer 13. Okt 2013

welchen Teil von Amerika meinst du jetzt? Nordamerika, Südamerika, Mittelamerika?

Lord Gamma 13. Okt 2013

Ja, mit den Ländern verhält es sich ähnlich wie mit den Parteien. Je "größer" (natürlich...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Corsair Hydro H80i V2 RGB 73,50€ • Apple iPad 10.2 389€ • Razer Book 13 1.158,13€ • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ [Werbung]
    •  /