Abo
  • Services:
Anzeige
Proteste gegen NSA in der Ukraine am 27. Juni 2013
Proteste gegen NSA in der Ukraine am 27. Juni 2013 (Bild: Gleb Garanich/Reuters)

NSA-Skandal BND leitet massenhaft Metadaten an die NSA weiter

Eine der beiden Datensammelstellen, über die die NSA allein in einem Monat 500 Millionen Metadaten erfasst hat, liegt in Bad Aibling auf dem Gelände des BND. Das hat der BND zugegeben.

Anzeige

Der Bundesnachrichtendienst (BND) übermittelt große Mengen Metadaten aus der eigenen Überwachung an die NSA. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Der deutsche Auslandsgeheimdienst geht inzwischen davon aus, dass sein Standort in Bad Aibling mit einer der beiden Datensammelstellen (Sigads) gemeint sein könnte, über die die NSA laut den Unterlagen von Edward Snowden allein im Dezember 2012 rund 500 Millionen Metadaten erfasste.

Monatlich werden Millionen E-Mails, SMS oder Chats in Deutschland bespitzelt. Gespeichert würden Metadaten dazu, also welcher Anschluss mit welchem verbunden war, in Fort Meade, dem Hauptquartier der NSA.

Der BND meint, "dass die Sigad US-987LA und -LB" den Bespitzelungsstellen "Bad Aibling und der Fernmeldeaufklärung in Afghanistan zugeordnet sind". "Vor der Weiterleitung von auslandsbezogenen Metadaten werden diese in einem mehrstufigen Verfahren um eventuell darin enthaltene personenbezogene Daten Deutscher bereinigt", erklärte der BND dem Spiegel.

Deutscher Telekommunikationsverkehr werde nicht erfasst, so der BND. Zudem habe man nach der Darstellung bislang "keine Anhaltspunkte, dass die NSA personenbezogene Daten deutscher Staatsangehöriger in Deutschland erfasst".

Laut den Snowden-Unterlagen betreiben NSA-Abhörspezialisten auf dem Gelände der Mangfall-Kaserne in Bad Aibling eine eigene Kommunikationszentrale und eine direkte elektronische Verbindung zum Datennetz der NSA. Die massenhafte Weiterleitung der Metadaten wirft Fragen nach den rechtlichen Grundlagen auf. Dem BND zufolge laufen "alle Aktivitäten im Rahmen von Kooperationen mit anderen Nachrichtendiensten unter Einhaltung der Gesetze, insbesondere des BND-Gesetzes und des G-10-Gesetzes".

Zudem gibt es neue Erkenntnisse über die enge technische Zusammenarbeit zwischen deutschen Geheimdiensten und NSA. Laut den Snowden-Unterlagen trainierten NSA-Spezialisten Vertreter von BND und dem Inlandsdienst Bundesamt für Verfassungsschutz im Umgang mit neuen Analysemethoden des Programms XKeyscore. Dabei soll es um Verhaltenserkennung gegangen sein.

Die NSA-Analysten waren schon vor Jahren an BND-Systemen wie Mira4 und Veras interessiert. "In einigen Punkten haben diese Werkzeuge Fähigkeiten, die die US-Sigint-Möglichkeiten übertreffen", heißt es in den Unterlagen. Der BND habe eine Kopien von Mira4 und Veras geliefert.


eye home zur Startseite
p-jay91 23. Mai 2014

"Ihre Rechte und Verantwortungen beenden" -.- die formulierung sagt alles .... mal...

teenriot 05. Aug 2013

Und das liegt jetzt prinzipiell am System? Oder nicht doch eher an den Menschen in dem...

DY 05. Aug 2013

Doch AQ gab es, aber die wurden von US-Diensten finanziell und organisatorisch...

teenriot 05. Aug 2013

Es geht nicht um alle Meldungen, sondern um Tendenzen. Bei Golem und Spiegel steht es...

Anonymer Nutzer 04. Aug 2013

..und wurde daher systematisch ausgehöhlt. Das war 1776. Wir sollten mal überdenken ob...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München
  2. ACTINEO GmbH, Köln
  3. BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern bei Stuttgart
  4. cab Produkttechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 799,90€
  2. bei Caseking
  3. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  2. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  3. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  4. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  5. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  6. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  7. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft

  8. Virtuelles Haustier

    Bandai kündigt "Classic Mini"-Version des Tamagotchi an

  9. News

    Facebook testet Abos für Nachrichten-Artikel

  10. Elon Musk

    Baut The Boring Company den Hyperloop?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Indiegames-Rundschau: Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
Indiegames-Rundschau
Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
  1. Verlag IGN übernimmt Indiegames-Anbieter Humble Bundle
  2. Indiegames-Rundschau Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  3. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob

Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

  1. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Eheran | 16:28

  2. Re: Ein Trauerspiel ... wir User müssen Apple an...

    derdiedas | 16:22

  3. Re: Was mache ich falsch?

    quineloe | 16:22

  4. Re: Schade, dass der Quantum Computer schlechter...

    quineloe | 16:21

  5. Re: Ich finds gut, auch wenn ich den ÖR nicht mag.

    Muhaha | 16:20


  1. 16:10

  2. 15:50

  3. 15:05

  4. 14:37

  5. 12:50

  6. 12:22

  7. 11:46

  8. 11:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel