NSA: Prism-Logo verstößt gegen Copyright

Das Logo, das die NSA intern für sein Prism-Programm verwendet, nutzt ein Bild des Fotografen Adam Hart-Davis - ohne Erlaubnis.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Originalfoto von Adam Hart-Davis hat die NSA ohne Nachfrage in einem Prism-Logo verwendet.
Das Originalfoto von Adam Hart-Davis hat die NSA ohne Nachfrage in einem Prism-Logo verwendet. (Bild: Adam Hart-Davis)

Es ist eine kuriose Geschichte am Rande des verstörenden Prism-Skandals, die in den vergangenen Tagen bekanntwurde: Als Grundlage des Logos für sein Überwachungsprogramm hat die NSA ein Foto des Wissenschaftlers, Autors und Fotografen Adam Hart-Davis verwendet. Gefragt hat ihn der US-Geheimdienst aber nicht.

  • Das Logo der NSA zu ihrem Prism-Programm... (Bild: NSA)
  • ...und das Original von Adam Hart-Davis (Bild: Adam Hart-Davis)
Das Logo der NSA zu ihrem Prism-Programm... (Bild: NSA)
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Das Logo prangt auf sämtlichen Präsentationen, die der Whistleblower Edward Snowdon entwendet und der Presse zur Verfügung gestellt hat. Es zeigt im Hintergrund ein Prisma, das eine Lichtquelle in sein Spektrum bricht. Daneben ist der Schriftzug "Prism" zu sehen.

Hart-Davis' Sohn Damon erkannte das Foto seines Vaters im NSA-Logo wieder und wandte sich mit dieser Information an die britische Webseite The Register. Zwar hat ein Designer bei der NSA die ursprüngliche Abbildung des Prismas auf den Kopf gestellt, die Ähnlichkeiten sind aber frappierend. Hart-Davis hatte sein Foto zur freien Verfügung gestellt, allerdings unter Auflage, namentlich genannt zu werden. Außerdem soll auf das ursprüngliche Werk verlinkt werden. Beides habe die NSA bislang nicht getan, schreibt Damon Hart-Davis.

Ob er oder sein Vater jedoch wirklich ausgerechnet von der NSA und in diesem Zusammenhang als Urheber erwähnt werden wollten, davon sei er nicht überzeugt, schreibt Hart-Davis in seinem süffisanten Kommentar. Er überlege, ob er bei "einem Erbsenzähler bei der NSA um eine Spende bitten soll". Das würden große Unternehmen meist machen, statt einen Obolus zu zahlen. Immerhin stehe der NSA jedes Jahr ein Millionenbudget für ihr Internet-Überwachungsprogramm zur Verfügung, da müsse doch ein wenig für die Verwendung des Fotos abfallen.

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"Andererseits, vielleicht würden alle meine Webseiten und sonstigen Aktivitäten eine Zeitlang einer - ähm - besonderen Überprüfung unterliegen", schreibt Hart-Davis.

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AnnStee 23. Jun 2013

ichbinsmalwieder 19. Jun 2013

Aha, wie hoch ist denn das Monatseinkommen der NSA? Zahlt die NSA auch brav Einkommensteuer?

freddypad 17. Jun 2013

Nur, dass kein Thema "objektiv unwichtig" ist! So ein Quatsch! Ob ein Thema wichtig oder...

Dantereus 16. Jun 2013

Einfach skandalös. Mich wundert das ganze sicherlich nicht, aber einfach skandlös. http...



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