Abo
  • Services:

NSA-Ausschuss: Greenwald will keine Snowden-Dokumente herausgeben

Für seine Ermittlungen hofft der Untersuchungsausschuss des Bundestags auf die Originaldokumente von Snowden. Eine deutliche Absage hat er dazu schon erhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Glenn Greenwald auf einer Preisverleihung am 11. April 2014 in New York
Glenn Greenwald auf einer Preisverleihung am 11. April 2014 in New York (Bild: Eduardo Munoz/Reuters)

Mit deutlichen Worten hat Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald die Herausgabe von Dokumenten aus dem Archiv von US-Whistleblower Edward Snowden für eine parlamentarische Untersuchung abgelehnt. "Ich würde eher ins Gefängnis gehen", sagte Greenwald in einem Interview mit Zeit Online auf die Frage, ob er bereit wäre, einem brasilianischen Untersuchungsausschuss Akten herauszugeben. "Die Parlamentarier haben mich gebeten, ihnen die NSA-Dokumente zu geben, aber ich habe ihnen klargemacht, dass ich das niemals tun würde", sagte Greenwald weiter. Auch der Untersuchungsausschuss des Bundestags hofft darauf, einen möglichst vollständigen Einblick in die Unterlagen zu erhalten.

Inhalt:
  1. NSA-Ausschuss: Greenwald will keine Snowden-Dokumente herausgeben
  2. Schockierendste Enthüllungen folgen noch

Ausschussmitglieder von Union und SPD hatten angekündigt, sich einen möglichst umfassenden Zugriff auf die Originaldokumente verschaffen zu wollen. Der inzwischen zurückgetretene Ausschussvorsitzende Clemens Binninger (CDU) wollte bei "allen denkbaren Zeugen und Akten" überprüfen, ob eine Aufforderung zur Herausgabe rechtlich erlaubt sei.

Kritik an Bundesregierung

Greenwald erklärte sich allerdings grundsätzlich bereit, vor dem Bundestag auszusagen. "Ich würde auch vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen, solange meine Rechte als Journalist berücksichtigt werden. Über das, was ich berichtet habe, kann ich sprechen. Über das Material, das mir meine Quelle gegeben hat und worüber ich noch nicht berichtet habe, aber nicht", sagte der US-Amerikaner, der vergangene Woche erstmals seit Beginn der NSA-Enthüllungen in die USA zurückgekehrt war.

Für Greenwald gibt es aber einen Zeugen, der wesentlich mehr als er selbst zur Internetüberwachung und zu den Dokumenten aussagen könnte: Edward Snowden. "Er kann viel mehr sagen. Er wurde zehn Jahre lang trainiert, er hat mit diesem Material gearbeitet. ... Er versteht davon viel mehr als jeder Journalist, der an dem Thema arbeitet, mich eingeschlossen", sagte Greenwald. Sollte sich Snowden für die Aussage nicht mehr in Russland aufhalten, sei eine wesentlich ausführlichere Aufklärung als bisher zu erwarten. "Es macht einen Unterschied, ob man Snowden 45 Minuten lang per Video befragt oder von Angesicht zu Angesicht, nachdem man ihn aus Russland in ein sicheres Land gebracht hat. In dem Fall würde man mehr Informationen bekommen, glaube ich", sagte der US-Journalist.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Kaiserslautern, Kaiserslautern
  2. Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen

Greenwald, der sich in der vergangenen Woche in Deutschland aufgehalten hatte, äußerte sich in verschiedenen Medien zur Aufklärung des NSA-Skandals. In einem Interview mit dem Tagesspiegel kritisierte Greenwald die Bundesregierung dafür, Snowden vermutlich nicht die Einreise zu erlauben: "Das finde ich wirklich widerwärtig. Fast alle Länder haben davon profitiert, was Snowden getan hat, aber einige ganz besonders, und dazu zählt Deutschland, weil es eines der vorrangigen Ziele der NSA ist."

Schockierendste Enthüllungen folgen noch 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

DY 15. Apr 2014

auf willkommene Art im Sande verlaufen lassen kann. Herauskommen wird dabei eh nichts und...

PeterK 14. Apr 2014

... Im Grunde könnte ich hier schon abbrechen... Nein, eben das Gegenteil passiert...

Analysator 14. Apr 2014

Wenn er alle veröffentlichen würde, wüsste er in keinerster Weise "mehr".

bazoom 14. Apr 2014

Ah - ok!

Kasabian 14. Apr 2014

Du arbeitest ja auch kostenlos zum Hungerlohn, riskierst dabei auch noch täglich dein...


Folgen Sie uns
       


BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht

BMW setzt auf elektrischen Motorsport: Die Münchener treten als zweiter deutscher Autohersteller in der Rennserie Formel E an. BMW hat in München das Fahrzeug für die Saison 2018/19 vorgestellt.

BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht Video aufrufen
Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

    •  /