Abo
  • Services:
Anzeige
Gehört zu den Mitunterzeichnern des Briefes: Sicherheitsexperte Bruce Schneier
Gehört zu den Mitunterzeichnern des Briefes: Sicherheitsexperte Bruce Schneier (Bild: Rama/Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 France)

NSA-Affäre US-Kryptologen verurteilen Spionagepraktiken

Mehr als 50 Kryptographie-Experten aus den USA warnen vor den Praktiken der NSA. Spionage dürfe nicht dazu führen, die Sicherheitsstandards der Kommunikation zu untergraben.

Anzeige

In einem offenen Brief haben 50 US-Kryptologen die Massenüberwachung und Schwächung von Sicherheitsstandards durch US-Geheimdienste scharf kritisiert. "Als führende Mitglieder der US-Kryptographie- und Informationssicherheitsforschung verurteilen wir diese Praktiken und verlangen, diese zu ändern", heißt es in dem Brief. Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören unter anderem der Sicherheitsexperte Bruce Schneier, der RSA-Mitentwickler Ronald Rivest und MIT-Professor Hal Abelson, ein Gründungsdirektor von Creative Commons und der Free Software Foundation.

"Die anlasslose Sammlung, Speicherung und Verarbeitung von beispiellosen Mengen persönlicher Daten schränkt die freie Rede ein und lädt zu vielen Arten von Missbrauch ein", schreiben die Autoren weiter. Wer Hintertüren einbaue, Standards sabotiere und die Verbindungen zwischen kommerziellen Datenzentren abhöre, liefere "schlechten Akteuren" die Gelegenheit, die daraus folgenden Sicherheitslücken auszubeuten.

Die Kryptologen sehen durch die jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Barack Obama zur Reform der Geheimdienste ihre Bedenken offenbar nicht ausgeräumt. Dieser war in seiner Rede vom 17. Januar 2014 nicht auf Anregungen einer Regierungskommission eingegangen, die einen neuen Umgang mit Backdoors und Verschlüsselungsstandards gefordert hatte. In dem Brief verweisen die Kryptologen auf die fünf Kernvorschläge der Kommission zur Geheimdienstreform.

Nach Ansicht der Sicherheitsexperten geht es dabei nicht um die Frage, ob die NSA spionieren dürfe oder nicht. Man stehe vor der Wahl, ob die Kommunikationsinfrastruktur im Kern angreifbar sei oder in sich für ihre Nutzer Sicherheit biete. Jedes Land müsse den Geheimdiensten und Ermittlungsbehörden die Möglichkeiten an die Hand geben, Terroristen und Kriminelle zu verfolgen. Aber dadurch dürfe nicht fundamental die Sicherheit untergraben werden, die Wirtschaft, Unterhaltung, persönliche Kommunikation und andere Aspekte unseres Lebens ermögliche.

Für weitere Hintergründe zur NSA-Affäre aktualisiert Golem.de fortlaufend diese beiden Artikel:

Chronologie der Enthüllungen

Glossar zur NSA-Affäre


eye home zur Startseite
Nerd_vom_Dienst 27. Jan 2014

Zwar ist es schon immer normal gewesen zu spionieren in gewissem Stil, doch wenn...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Raum Nürnberg
  2. über Ratbacher GmbH, Raum Bielefeld
  3. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  4. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau


Anzeige
Top-Angebote
  1. 2.999,00€ (Vergleichspreis ab 3.895€)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes


  1. Nintendo Switch eingeschaltet

    Zerstückelte Konsole und gigantisches Handheld

  2. Trappist-1

    Der Zwerg und die sieben Planeten

  3. Botnetz

    Wie Mirai Windows als Sprungbrett nutzt

  4. Server

    IBM stellt Komplettsystem für kleine Unternehmen vor

  5. Einspeisegebühr

    Netzbetreiber darf nicht nur einzelne Sender abkassieren

  6. Ultra-HD mit Dolby Vision

    Erst Harry Potter, dann die Abspielgeräte

  7. Perspective

    Google hilft, Forentrolle zu erkennen

  8. Microsoft und Gemalto

    Windows 10 bekommt native eSIM-Unterstützung

  9. Mobilfunk

    Telefónica verschlechtert Prepaid-Tarife

  10. Amazon Echo und Echo Dot im Test

    Alexa, so wird das nichts!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

  1. Re: Na viel Glück in der Nähe von Flughäfen...

    David64Bit | 15:06

  2. Re: xD ein Smart für 22.000¤

    megaseppl | 15:03

  3. Re: Nur kleinwaagen?

    Berner Rösti | 15:02

  4. Re: Müllskills

    Muhaha | 15:01

  5. Re: Hab mir das Ding als "Radio" geholt

    PedroKraft | 14:59


  1. 15:04

  2. 14:19

  3. 13:48

  4. 13:30

  5. 13:18

  6. 13:11

  7. 13:01

  8. 12:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel