Abo
  • Services:

NSA-Affäre: US-Firmen dürfen ein wenig transparenter sein

Neue Regeln erlauben den US-Internetkonzernen eine detailliertere Auskunft über die Anfragen der Geheimdienste. Allerdings sind die Zahlen weiterhin nicht besonders aussagekräftig.

Artikel veröffentlicht am ,
Trotz leichter Reformen halten die Proteste gegen die NSA in den USA an.
Trotz leichter Reformen halten die Proteste gegen die NSA in den USA an. (Bild: Larry Downing/Reuters)

Mehrere US-Konzerne haben neue Zahlen zu den Anfragen der Geheimdienste nach Nutzerdaten veröffentlicht. Besonders aussagekräftig sind die Daten jedoch nicht. Zwar dürfen die Konzerne nun zwischen den Durchsuchungsbefehlen von normalen Behörden und Geheimdiensten unterscheiden. Allerdings erfolgt die Angabe weiterhin nur in groben Stufen, so dass alle Konzerne lediglich angeben konnten, im ersten Halbjahr 2013 zwischen 0 und 999 beziehungsweise 0 bis 249 Spähanfragen von Geheimdiensten und FBI erhalten zu haben. Seit Bekanntwerden des NSA-Spähprogramms Prism versuchen die Konzerne, von der US-Regierung mehr Möglichkeiten zur Veröffentlichung von Zahlen zu erhalten.

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München

Aussagekräftiger sind inzwischen die Angaben zur Zahl der abgefragten Konten, die auf einem Beschluss des sogenannten Fisa-Gerichts beruhen. So hat Microsoft in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres zwischen 15.000 und 16.000 Anfragen zu den Inhalten von Nutzerkonten erhalten. Beim Suchmaschinenkonzern Google lag im selben Zeitraum die Zahl zwischen 9.000 und 10.000. Deutlich mehr Anfragen verzeichnete Yahoo im genannten Halbjahr. Hier lag die Zahl zwischen 30.000 und 31.000. Facebook verzeichnete zwischen 5.000 und 6.000 Anfragen.

Mehr Transparenz gefordert

Die Unternehmen haben nach den neuen Vorgaben die Option, die Fisa- und FBI-Anfragen zu trennen, dürfen dann aber nur Zahlen in Tausenderschritten angeben. Werden beide Zahlen zusammengefasst, sind 250er Schritte möglich. Letztere Option wählte lediglich LinkedIn, das nur addierte 0 bis 250 Anfragen erhielt. Die Konzerne dürfen darüber hinaus keine Angaben über das zurückliegende Halbjahr machen.

Die Firmen sehen in den neuen Regeln daher nur einen ersten Schritt in Richtung einer größeren Transparenz. "Wir glauben immer noch, dass mehr Transparenz erforderlich ist, damit jeder besser verstehen kann, wie die Überwachungsgesetze funktionieren und eine Entscheidung möglich ist, ob sie dem öffentlichen Interesse nutzen", teilte Google mit. Microsofts Chefjustiziar Brad Smith wies darauf hin, dass die Zahl der abgefragten Konten nichts über die Zahl der betroffenen Nutzer sage, da ein Nutzer häufig mehrere Konten habe. Zudem sagten die Zahlen nichts über die Versuche der Geheimdienste aus, außerhalb des gesetzlichen Rahmens Daten abzuschöpfen. Dies gelte besonders für die Berichte, wonach die NSA die Datenverbindungen zwischen den Rechenzentren der Konzerne überwache.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. John Wick, Sicario, Deepwater Horizon, Die große Asterix Edition, Die Tribute von Panem)

Moe479 04. Feb 2014

z.b. facebook oder microsoft, einfach alles offen legt? mit der begründung seinen nutzern...

hallihallo 04. Feb 2014

http://www.youtube.com/watch?v=8ANUo8BnYoo http://offnow.org/

Ketchupflasche 04. Feb 2014

Ich kann nur hoffen, dass Mitarbeiter von deutschen Unternehmen keinerlei Konten bei US...

Fantasy Hero 04. Feb 2014

(kt)


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Dot (2018) - Test

Echo Dot steht eigentlich für muffigen Klang. Das ändert sich grundlegend mit dem neuen Echo Dot. Amazons neuer Alexa-Lautsprecher ist damit durchaus zum Musikhören geeignet. Für einen 60 Euro teuren Lautsprecher bietet der neue Echo Dot eine gute Klangqualität.

Amazons Echo Dot (2018) - Test Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Bezahlbare Drachen und dicke Bären
Mobile-Games-Auslese
Bezahlbare Drachen und dicke Bären

Rundenbasierte Strategie auf dem Smartphone mit Chaos Reborn Adventure Fantasy von Nintendo in Dragalia Lost - und dicke Alpha-Bären: Die Mobile Games des Monats bieten spannende Unterhaltung für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs
  2. Mobile-Games-Auslese Barbaren und andere knuddelige Fantasyhelden
  3. Seismic Games Niantic kauft Entwickler von Marvel Strike Force

Assassin's Creed Odyssey im Test: Spektakel mit Spartiaten
Assassin's Creed Odyssey im Test
Spektakel mit Spartiaten

Inselwelt statt Sandwüste, Athen statt Alexandria und dazu der Krieg zwischen Hellas und Sparta: Odyssey schickt uns erneut in einen antiken Konflikt - und in das bislang mit Abstand schönste und abwechslungsreichste Assassin's Creed.
Von Peter Steinlechner

  1. Assassin's Creed Odyssey setzt CPU mit AVX-Unterstützung voraus
  2. Project Stream Google testet mit kostenlosem Assassin's Creed Odyssey
  3. Assassin's Creed angespielt Odyssey und der spartanische Supertritt

HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40: Es kann nur eines geben
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40
Es kann nur eines geben

Nicht nur Lenovo baut gute Business-Notebooks, auch HP und Toshiba haben Produkte, die vergleichbar sind. Wir stellen je ein Modell der beiden Hersteller mit ähnlicher Hardware gegenüber: das eine leichter, das andere mit überlegenem Akku - ein knapper Gewinner nach Punkten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Portégé X20W-D-145 Toshiba stellt alte Hardware im flexiblen Chassis vor
  2. Tecra X40-E-10W Toshibas 14-Zoll-Thinkpad-Pendant kommt mit LTE
  3. Dell, HP, Lenovo AMDs Ryzen Pro Mobile landet in allen Business-Notebooks

    •  /