Abo
  • Services:

NSA-Affäre: Macht euch wichtig!

Von Politik und Konzernen ist eine wesentliche Eindämmung der Überwachung nicht zu erwarten. Können wir also gar nichts tun? Doch, aber dazu müssen wir uns die Mühe machen, neu zu denken, Bedeutung gewinnen - und unsere "German Angst" überwinden.

Artikel von Stephan Humer veröffentlicht am
Engagierte Menschen haben die Möglichkeit, die Digitalisierung mitzugestalten.
Engagierte Menschen haben die Möglichkeit, die Digitalisierung mitzugestalten. (Bild: Adam Berry/Getty Images)

Wer gedacht hat, dass ein Jahr nach den NSA-Enthüllungen spürbare Veränderungen hin zu weniger Überwachung und mehr digitaler Freiheit die logische Konsequenz sein müssten, der dürfte heute enttäuscht sein. Denn trotz des gewaltigen Empörungs- und Mobilisierungspotenzials der von Edward Snowden veröffentlichten Materialien, weltweiter Anti-NSA-Proteste und unzähliger Solidaritätsbekundungen für den amerikanischen Geheimdienst-Renegaten, trotz des extremen Medieninteresses bei gleichzeitigem US-geheimdienstlichen "Business as usual"-Schulterzucken haben hierzulande weder politisch noch technisch Paradigmenwechsel eingesetzt. Weder verschlüsselt nun jedermann wie nie zuvor die eigenen E-Mails, noch folgen den ersten Empörungsäußerungen deutscher Politikerinnen und Politiker auch nur ansatzweise relevante Handlungen auf sicherheitspolitischer Ebene.

Zugegeben: Eine adäquate Lösung zu finden, ist bei dieser komplexen Gemengelage nicht gerade einfach, weder aus politischer noch aus technischer Sicht. Doch wenn man sich den gesellschaftlichen Status quo im Jahr eins nach Snowdens NSA-Enthüllungen anschaut, lassen sich einige Schlüsse ziehen, die zwar nicht unbedingt einen Königsweg, doch immerhin interessante Optionen für eine andere Zukunft zeigen. Aus internetsoziologischer Sicht prägen drei Bereiche die gegenwärtige Situation: Politik, Technik und Kultur. Hier findet man sowohl die Probleme als auch mögliche Lösungen.

Piraten haben versagt

Aus der Perspektive eines Medienanalysten gibt es im Bereich der Politik zwei wesentliche Gründe für die dürren Ergebnisse der politischen Gruppen, die sich stark gegen die Netzüberwachung gestellt haben: Die Piraten - Hoffnungsträger vieler Menschen, die im Digitalen einen wichtigen, wenn nicht gar den wichtigsten Bestandteil ihrer Lebenswelt sehen - sind an sich selbst gescheitert und haben zu keinem Zeitpunkt den Eindruck vermitteln können, Teil einer Lösung zu sein. Sie haben die Wähler - und hier vor allem die, die der Digitalisierung nicht einen ähnlich hohen Stellenwert in ihrem Leben einräumen - mit Streitereien, Shitstorms und einer ordentlichen Portion Nerdismus verschreckt.

In einer immer komplexeren, globaleren und schnelleren Welt suchen die Menschen jedoch Struktur, Halt und Zuverlässigkeit - einer der Gründe dafür, dass der Wahlslogan von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "Sie kennen mich" zu den cleversten Sätzen der jüngeren Wahlkampfgeschichte zählen dürfte. Jetzt, kurz nach der Europawahl, stehen die Piraten noch einmal schlechter da als zur bereits desaströs verlaufenen Bundestagswahl. Neben einer kompletten Neuorientierung, die nicht erkennbar ist, erscheint nur noch ein langsamer Tod der Partei realistisch. Oder letztlich doch die Auflösung, getragen von der Erkenntnis, dass das Experiment Piratenpartei zum jetzigen Zeitpunkt als nahezu vollständig gescheitert zu betrachten ist.

Stellenmarkt
  1. Freie Hansestadt Bremen Die Senatorin für Finanzen Referat 33 - Personalentwicklung, Bremen
  2. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz

Die Grünen stehen hingegen wie die übrigen Bundestagsparteien vor einem ganz anderen Problem.

Ohne Geheimdienste geht es nicht 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Jetzt für 150 EUR kaufen und 75 EUR sparen

spiderbit 07. Jun 2014

Du bist die Schitzofrenie der Piratenkritik in Person. Wollte zuerst schreiben andere...

spiderbit 06. Jun 2014

selten so viel blödsinn gelesen: 1. "die piraten sind still", nur weil keiner hin hört...

spiderbit 06. Jun 2014

ich kanns nimmer hören, die bösen Politiker die uns vorher irgendwie weiß gott was vor...

spiderbit 06. Jun 2014

irgendwie seit ihr alle Realitätsgestört. Ponader ist schon ewig lange zurück getreten...

TraxMAX 06. Jun 2014

Mal im ernst, schon bei jedem Telefonat weiß man doch dass irgendwer mithören kann und...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Go - Test

Das Surface Go mag zwar klein sein, darin steckt jedoch ein vollwertiger Windows-10-PC. Der kleinste Vertreter von Microsofts Produktreihe überzeigt als Tablet in Programmen und Spielen. Das Type Cover ist weniger gut.

Microsoft Surface Go - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Neues Produkt USB-C-Ladekabel für die Apple Watch vorgestellt
  2. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung

    •  /