NSA-Affäre: "I hunt sys admins"

Die NSA spioniert gezielt Administratoren großer Computernetzwerke aus. Mit den gesammelten privaten Informationen soll ihnen unter anderem Spionagesoftware untergeschoben werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Neue Dokumente von Edward Snowden belegen, dass die NSA gezielt Systemadministratoren ausspioniert.
Neue Dokumente von Edward Snowden belegen, dass die NSA gezielt Systemadministratoren ausspioniert. (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)

Unter dem Motto "I hunt sys admins" nehmen die NSA und ihre verbündeten Geheimdienste gezielt Administratoren ins Visier. Die Agenten wollen sich so Zugriff auf Router großer internationaler Netzwerke verschaffen, etwa bei Telekommunikationsunternehmen oder großen ISPs, um E-Mails und Telefonate abzugreifen. Das belegen neue Dokumente, die aus dem Snowden-Fundus stammen. Dabei soll eine Datenbank entstehen, in der potenzielle Ziele erfasst werden sollen, schreibt The Intercept.

Stellenmarkt
  1. SAP SuccessFactors Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Freiburg
  2. Stellvertretender Teamleiter (m/w/d) Fertigungsplanung / Supply Chain und Projekte
    SKF GmbH, Mühlheim an der Donau
Detailsuche

Die Dokumente stufen solche Systemadministratoren explizit nicht als Kriminelle, sondern als lohnende Ziele ein, die im Besitz der "Schlüssel zu einem Königreich" sind. Dabei werden unter anderem die E-Mail- und Facebook-Konten möglicher Ziele erfasst. Darüber soll dann gezielt Schadsoftware auf den Rechnern der Administratoren installiert werden.

Administratoren sind "Mittel zum Zweck"

Die Agenten hoffen, dort mehr über die von den Administratoren betreute Netzwerkinfrastruktur zu erfahren, Einsicht in Kundenlisten oder in die geschäftliche Korrespondenz zu erhalten oder Passwörter abzugreifen. In einem ersten Schritt sollen zunächst sämtliche IP-Adressen gesammelt werden, die in Verbindung mit einem einzelnen Systemadministrator stehen. Systemadministratoren seien ein "Mittel zum Zweck", um "Extremisten, Terroristen oder Regierungsmitarbeiter auszuspionieren", die das Netzwerk verwenden.

Haben die Geheimdienste einen Administrator als lohnendes Ziel ausgemacht, sollen die Maßnahmen aus dem Quantum-Insert-Projekt der NSA angewendet werden, etwa um über manipulierte Webseiten oder umgeleitete IP-Adressen Schadsoftware auf dem Rechner eines Opfers zu installieren.

Ein Fall einer solchen Infiltration wurde bereits im September 2013 bekannt. Demnach hatte sich der britische Geheimdienst GCHQ 2010 Zugriff auf Daten des belgischen Telekommunikationsunternehmens Belgacom verschafft. Der GCHQ habe dabei auf Technik der NSA zurückgegriffen. So sei es gelungen, einigen Belgacom-Mitarbeitern mit Hilfe der als "Quantum Insert" (QI) bezeichneten Technik eine Spähsoftware unterzuschieben. Einige der so ausgespähten Belgacom-Mitarbeiter hätten "guten Zugang" zu wichtigen Teilen der Belgacom-Infrastruktur gehabt, heißt in Dokumenten, die ebenfalls aus dem Snowden-Fundus stammen. Zu den Großkunden der Belgacom gehören unter anderem Institutionen wie die EU-Kommission, der Rat der Mitgliedstaaten und das Europaparlament.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
PC-Hardware
Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar

Die Preise für Grafikkarten sind zuletzt gesunken, es gibt mehr Pixelbeschleuniger auf Lager. Das hat mehrere Gründe.

PC-Hardware: Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar
Artikel
  1. Prime Day 2021 bei Amazon - das sind die Highlights
     
    Prime Day 2021 bei Amazon - das sind die Highlights

    Lange haben wir gewartet, jetzt ist es so weit: Der Prime Day 2021 ist gestartet und bietet millionenfache Angebote aus allen Kategorien.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  2. Sea of Thieves: Rund zehn Stunden Abenteuer unter der Piratenflagge
    Sea of Thieves
    Rund zehn Stunden Abenteuer unter der Piratenflagge

    Die solo spielbare Kampagne Sea of Thieves: A Pirate's Life schickt Freibeuter in den Fluch der Karibik mit Jack Sparrow und Davy Jones.
    Von Peter Steinlechner

  3. Verdi: Streik am Amazon-Prime-Day an sieben Standorten
    Verdi
    Streik am Amazon-Prime-Day an sieben Standorten

    Seit mehr als acht Jahren wollen die Verdi-Mitglieder bei Amazon einen Tarifvertrag. Und es ist kein Ende abzusehen.

u21 24. Mär 2014

Geht nicht... Bekomme immer nur "Firefox kann keine Verbindung zu dem Server unter 127.0...

hope_74 24. Mär 2014

Ich sag nur: Der Staat im Staate... Ist ein feststehender Begriff. Näheres gibt's hier...

Kasabian 22. Mär 2014

genauso... und keinen Deut anders.


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Orange Week bei Cyberport mit bis zu -70% • MSI Optix G32CQ4DE 335,99€ • XXL-Sale bei Alternate • Creative SB Z 69,99€ • SanDisk microSDXC 400 GB 39€ • Battlefield 4 Premium PC Code 7,49€ • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • GP Anniversary Sale - Teil 4: Indie & Arcade • Saturn Weekend Deals [Werbung]
    •  /