Abo
  • Services:

NSA-Affäre: EU-Kommission will Internetverwaltung den USA entreißen

Die EU-Kommission fordert eine globalere Kontrolle über das Internet. Die Leitfunktion der USA sei durch die NSA-Affäre infrage gestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
NSA-Affäre: EU-Kommission will Internetverwaltung den USA entreißen
(Bild: Icann)

Die EU-Kommission fordert eine globalere Kontrolle der Internetverwaltung. Als Konsequenz aus der Massenüberwachung des Internets und dem Vertrauensverlust in das Netz schlage die Kommission eine grundlegende Reform der Art und Weise vor, wie das Internet verwaltet und betrieben werde, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. "Die kommenden zwei Jahre sind für die Neuordnung der weltweiten Internet-Governance entscheidend. Europa muss dazu beitragen, dass ein glaubwürdiger Weg hin zu einer globalen Internet-Governance gefunden wird", sagte die EU-Kommissarin für Digitale Agenda, Neelie Kroes. Die Vorschläge zielten auf eine "transparentere und verantwortungsvollere Regulierung und Verwaltung unter Einbeziehung aller Beteiligten" ab.

Stellenmarkt
  1. OBERMEYER Servbest GmbH, München
  2. Neoperl GmbH, Müllheim

Derzeit obliegt die Vergaben von Namen und IP-Adressen noch der in den USA ansässigen Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN). Daran stört sich die EU-Kommission seit den Berichten über die NSA-Spähprogramme. "Wegen der jüngsten Enthüllungen über die großangelegte Internetüberwachung wird die Leitfunktion der USA in der Internet-Governance zunehmend infrage gestellt. Angesichts der zentralen Stellung der USA im heutigen Modell der Regulierung und Verwaltung des Internets ist es daher nötig, auf einen reibungslosen Übergang zu einem globaleren Modell hinzuwirken und gleichzeitig die Grundwerte einer offenen, partizipativen Internet-Governance zu schützen."

Die Kommission fordert für die Reform die Festlegung eines "klaren Zeitplans" für die Globalisierung der Icann und der Adressenvergabe. Zudem müsse das Internet-Governance-Forum (IGF) gestärkt werden. Eine Beobachtungsstelle für Internet-Politik (GIPO) solle für mehr Transparenz in der Internet-Politik sorgen. Kroes lehnt den Vorschlag ab, wonach die Internationale Fernmeldeunion (ITU) die Kontrolle über die Schlüsselfunktionen des Internets übernehmen soll. Sie sei zwar der Meinung, dass die Regierungen eine wichtige Rolle spielen müssten, sagte Kroes. "Top-Down-Konzepte" seien aber nicht die richtige Lösung. "Wir müssen das Multi-Stakeholder-Modell stärken, damit das Internet ein schneller Innovationsmotor bleibt." Die EU-Kommission will sich nach eigenen Angaben für ein Internet starkmachen, "das weiterhin den Grundfreiheiten und Menschenrechten verpflichtet ist". Diese müssten auch online geschützt sein.



Anzeige
Top-Angebote
  1. und 10€ Gutschein dazu erhalten
  2. 39,99€
  3. 64,99€
  4. 69,99€

jayrworthington 12. Feb 2014

Das würde aber voraussetzen, eine "eigene DNS-Infrastruktur" zu bauen. Und das ist...

ruamzuzler 12. Feb 2014

Tja, leider +1.

ruamzuzler 12. Feb 2014

Russland ist momentan auch ziemlich cool, die haben Snowden.

ruamzuzler 12. Feb 2014

Die tanzt ja auch nur nach der Pfeife der USA bzw. deren Elite in Form der Großkonzerne.

Midian 12. Feb 2014

China es machen sollte ;)


Folgen Sie uns
       


Electronic Arts E3 2018 Pressekonferenz - Live

Mit Command & Conquer Rivals wollte sich die Golem.de-Community so gar nicht anfreunden, da haben Anthem und Unraveled Two mehr überzeugt.

Electronic Arts E3 2018 Pressekonferenz - Live Video aufrufen
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter: Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter
Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt

Das Europaparlament entscheidet am Donnerstag über das Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Doch Gegner und Befürworter streiten bis zuletzt, worüber eigentlich abgestimmt wird. Golem.de analysiert die Vorschläge.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrecht Europaparlament bremst Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  2. Urheberrecht Freies Netz für freie Bürger
  3. Leistungsschutzrecht Verleger attackieren Bär und Jarzombek scharf

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /