NSA 5G: Mischung aus LTE und 5G dürfte bald kommen
Das Standardisierungsgremium 3GPP arbeitet mit Hochdruck an der sogenannten NSA (Non-Stand Alone) 5G-Technologie, die die Fähigkeiten des 5G NR (New Radio) mit dem existierenden 4G-Netz kombinieren wird. Das hat Golem.de aus 3GPP-nahen Kreisen erfahren. Die Timeline dafür sieht ein Freeze des entsprechenden Standards für Dezember 2017 vor. Dabei konzentrieren sich die Arbeitspakete der 3GPP auf die sogenannten eMBB (enhanced Mobile Broadband) Funktionen.
Dies basiert auf dem Einsatz eines wesentlich breiterem Spektrums, beispielsweise 100 MHz pro Carrier im Bereich unterhalb 6 GHz weltweit und oberhalb 400 MHz im Bereich über 24 GHz. Das bringt höhere Datenraten und geringere Latenzzeiten als heute, aber nicht so dramatisch, wie immer für die Ultra-Reliable and Low Latency Communications (URLCC) Dienste propagiert wurde. 5G verspricht eine sehr niedrige Latenzzeit von weniger als 1 Millisekunde.
Kommerzieller Einsatz schon Anfang 2019
Sollten die 3GPP-Arbeiten erfolgreich beendet werden können, dann sei der kommerzielle Einsatz Anfang des Jahres 2019 sehr wahrscheinlich, heißt es. Auch bei LTE gelang das bereits, wo nach der Standardisierung im Jahr 2008 bereits im Jahr 2009 der kommerzielle Start durch den schwedischen Netzbetreiber Tele2 erfolgte.
Cristiano Amon, Executive Vice President bei Qualcomm Technologies, hatte ebenfalls eine schnellere Verfügbarkeit von 5G-Technologie angekündigt. Grund seien Fortschritte bei der Standardisierung, verfügbare Frequenzen unterhalb von 6 GHz und im Millimeterwellenbereich, Fortschritte bei der Entwicklung des X50-Chipsatzes von Qualcomm und eine Zunahme von 5G-Feldtests der Netzbetreiber.
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