Novi: Facebooks Krypto-Wallet soll in Kürze durchstarten

Während die Einführung der eigenen Kryptowährung Diem weiter auf sich warten lässt, bringt Facebook wohl in Kürze die Wallet Novi auf den Markt.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Facebook liebäugelt weiter mit dem Kryptomarkt.
Facebook liebäugelt weiter mit dem Kryptomarkt. (Bild: CHRISTOPHE SIMON via Getty Images)

Der Facebook-Konzern steht kurz davor, seine selbstentwickelte Krypto-Wallet Novi zu veröffentlichen. Das kündigt Facebooks Finanzchef David Marcus in einem Blogbeitrag an. Novi soll demnach zeitnah in die Facebook-App integriert werden. Einen konkreten Termin nennt Marcus jedoch nicht.

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Seinen Angaben zufolge hat sich Facebook die für den Launch notwendigen Genehmigungen in nahezu allen Bundesstaaten der USA gesichert und ist im Grunde startklar. Novi soll es Nutzern ermöglichen, weltweit und in Echtzeit ohne großen Aufwand und hohe Kosten Zahlungen per Kryptowährung durchzuführen.

Die Wallet sollte ursprünglich im Verbund mit der hauseigenen Kryptowährung Libra auf den Markt kommen. Nach massivem Gegenwind aus Politik und Wirtschaft legte Facebook die Währung jedoch auf Eis und versucht seither mit Nachdruck, eine leicht abgespeckte Version namens Diem zu veröffentlichen. Doch auch hier stößt der Konzern immer wieder auf Widerstand.

Partnerschaft mit Silvergate Bank offenbar gescheitert

Nachdem im vergangenen Jahr viele namhafte Partner aus der von Facebook gegründeten Diem Association ausgestiegen waren und diese ihren Sitz von der Schweiz in die USA verlegt hatte, sollte zuletzt eine Partnerschaft mit der kalifornischen Silvergate Bank den Weg für die Einführung des an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins ebnen.

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Die Bank hätte als Herausgeber der Währung fungieren sollen, doch Regulierungsbehörden machten dem Vorhaben laut der Webseite Siliconangle.com einen Strich durch die Rechnung. Deshalb sei Facebook nun auf der Suche nach einer neuen Währung, mit der das Unternehmen seine Wallet vermarkten kann.

In seinem Blogbeitrag fordert David Marcus mit leicht verzweifeltem Unterton eine Chance für sein Unternehmen. Facebook würden unnötig viele Steine in den Weg gelegt. Das klassische Finanzsystem halte er für überholt und Facebook besitze die Mittel und Möglichkeiten, um es umfassend zu modernisieren. Mit dem Zahlungsdienst Facebook Pay wurden laut Marcus in den vergangenen vier Quartalen Zahlungen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar durchgeführt.

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Tatsächlicher Launch von Novi bleibt ungewiss

Die Skepsis gegenüber dem Unternehmen und seinen Ambitionen, in den Kryptomarkt einzusteigen, bleibt jedoch sowohl in Politik und Wirtschaft als auch bei zahlreichen Nutzern groß. Ob und wenn ja, wann es Facebook tatsächlich gelingt, Novi in Verbindung mit einer eigenen Währung zu veröffentlichen, bleibt daher abzuwarten.

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