Novelle des EEG: Chance auf eine günstige Energiewende wurde verpasst
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat das "Rundum-Sorglos-Paket" beendet. Das Kabinett hat sich auf den endgültigen Referentenentwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes(öffnet im neuen Fenster) geeinigt.
Wobei damit nur die Sorgen derer vergrößert werden, die eine private Solaranlage errichten oder ein lokales Windrad planen wollen. Netzbetreiber und Energiekonzerne können so weitermachen wie bisher.
Wie das Ziel, in vier Jahren mindestens 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erhalten, ökonomisch effizient erreicht werden soll, bleibt das Geheimnis der Wirtschaftsministerin. Denn Möglichkeiten zur sinnvollen Anpassung der aktuellen Regelungen gibt es eigentlich genug.
Modernisierung des Netzes bleibt fraglich
Zwar reagiert die Gesetzesänderung auf das Problem, dass die Stromnetze vielerorts in den Mittagsstunden oder bei kräftigem Wind überlastet werden, schiebt die Verantwortung dafür aber zukünftig einfach den Betreibern der Anlagen zu. Kümmern diese sich nicht selbst darum, dass keine Überproduktion stattfindet, haben sie Pech gehabt.
Gleichzeitig wurde die Chance verpasst, eine echte Effizienzsteigerung im Stromnetz zu etablieren. Es fehlt weiterhin ein Recht auf Überbauung von Netzverknüpfungspunkten.
Solche Punkte besitzen eine bestimmte Leistungsgrenze, die zum Beispiel eine Solaranlage in den sommerlichen Mittagsstunden schnell erreichen kann. Dreht man dagegen größere Teile dieser Anlage nach Osten und Westen, entfällt diese Mittagsspitze, aber die Maximalleistung der Anlage bleibt gleich. Der Netzanschluss wird dann nie ausgelastet, aber die komplette Infrastruktur wird auf den Transport dieser nur noch theoretischen Maximalmenge ausgelegt.
Noch eklatanter ist dies bei der Kombination von Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeichern. Theoretisch könnten sie ihre gemeine Leistung voll einspeisen, was praktisch aber unmöglich beziehungsweise unsinnig ist. An dieser Stelle ließe sich der Netzausbau deutlich pragmatischer gestalten, denn viele dieser Netzverknüpfungspunkte sind auf die Spitzenleistung einzelner Anlagen ausgelegt, die diesen Wert nur an wenigen Stunden im Jahr erreichen. Der Rest ist verschenkte Netzkapazität.
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