Novell-Manager: Unternehmen werden ohne E-Mail handlungsunfähig

In einer Reaktion auf den Zero-E-Mail-Plan des IT-Service-Unternehmens Atos hat ein Novell-Manager erklärt, dass Unternehmen ohne E-Mail handlungsunfähig würden. Ein Produktivitätsabfall sei sicher.

Artikel veröffentlicht am ,
Michael Kleist
Michael Kleist (Bild: Novell)

Ein Novell-Manager hat den Plan von Atos kritisiert, E-Mails bei der unternehmensinternen Kommunikation abzuschaffen. Michael Kleist, Managing Director Central Europe bei Novell, erklärte: "Die E-Mail für tot zu erklären ist die Übertreibung des Jahrhunderts. Natürlich setzt die jüngere Generation zunehmend auf soziale Plattformen als Kommunikationsinstrument und mag E-Mails altbacken finden. Das Gleiche gilt in dieser Altersgruppe aber auch für das Tragen von Anzügen und Kostümen."

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Auch junge Menschen würden im Arbeitsleben schnell merken, dass E-Mails in Unternehmen nach wie vor das Kommunikationsinstrument Nummer eins seien und sich sehr schnell daran gewöhnen, ob sie "dies möchten oder nicht". Er gehe so weit, zu behaupten, "dass Unternehmen ohne E-Mails gar nicht handlungsfähig wären", sagte Kleist.

Die E-Mail werde schon deshalb nicht so schnell verschwinden, weil es bislang kein alternatives Tool gebe, das sich vergleichbar in bestehende Compliance-Prozesse integrieren lasse.

Kleist: "Instant-Messenger, soziale Plattformen und Videochats sind ja nett für eine flüchtige team- oder kundenübergreifende Abstimmung, die Archivierung und Nachverfolgung von wichtigen Informationen und offiziellen Absprachen ermöglichen sie jedoch nicht." Es werde zwar einen Generationsumbruch geben, der Social-Network- und browserbasierte Kommunikationsmodelle auch für Unternehmen öffnen werde. Interessant sei, welche Symbiosen entstünden, wenn soziale Netzwerke und Cloud-basierte Collaboration-Modelle erst einmal breiteren Einzug in die Arbeitswelt halten würden.

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Die vollständige Digitalisierung des Arbeitsplatzes benötige elektronische Kommunikationsprozesse, die sich langfristig zurückverfolgen lassen und als verlässliche Dokumentationsquelle dienten. Diese Veränderung sei jedoch ein schleichender Prozess. Es gelte, den Mitarbeiter in seiner "Produktivität zu unterstützen, nicht darum, ihm eine Technologie zu 'verschreiben', die als Nebenwirkung den Produktivitätsabfall hat."

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DirkRoehrborn 16. Apr 2012

Bei der Einführung von E-Mail haben wir erlebt, wie diese als unnütz bezeichnet wurde...

elgooG 05. Apr 2012

Tut mir Leid, aber welcher seriöse Entwickler würde sich denn da melden? Also dieser...

Indiana 05. Apr 2012

Naja, und so kommt es oft vor das Emails gar nicht bearbeitet werden ... dann muss ich...

lottikarotti 05. Apr 2012

+1



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