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Nova-Projekt: Google plant eigene Mobilfunktarife

Google will eigene Mobilfunktarife anbieten und damit für eine Preissenkung am Markt sorgen. Die Tarife sollen dann über das Internet angeboten werden – womöglich in Kombination mit Nexus-Geräten.
/ Ingo Pakalski
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Google will mit eigenen Mobilfunktarifen die Preise senken. (Bild: Adam Berry/Getty Images)
Google will mit eigenen Mobilfunktarifen die Preise senken. Bild: Adam Berry/Getty Images

Google will voraussichtlich noch in diesem Jahr eigene Mobilfunktarife vermarkten. Derzeit liefen Verhandlungen mit zwei Mobilfunknetzbetreibern, berichtet The Information(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf drei Personen, die mit diesen Plänen vertraut seien. Vorerst seien Googles Mobilfunktarife nur in den USA geplant, und es sei eine Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern Sprint und T-Mobile angedacht, hätten zwei Informanten berichtet. Bei Google trage das Projekt intern den Codenamen Nova.

Google will Preise für Mobilfunk senken

Das Ziel von Google ist es, die Preise für Mobilfunktarife allgemein zu senken. Außerdem soll die Nutzung der Mobilfunktarife vereinfacht werden. Der Marktstart könnte nach Angaben von The Information noch in diesem Jahr erfolgen. Google will neben passenden Datentarifen auch Sprachtarife anbieten. Neben Flatrate-Tarifen sind auch Tarife nach Verbrauch in der Debatte. Das Nova-Projekt wird vom langjährigen Google-Manager Nick Fox geleitet.

Es ist wohl kein Zufall, dass sich Google für sein Projekt Sprint und T-Mobile als Partner sucht. Beide Mobilfunknetzbetreiber haben es auf dem US-Markt schwer, gegen die beiden Marktführer Verizon und AT&T zu bestehen. Sowohl Sprint als auch T-Mobile haben im vergangenen Jahr ihre Preise gesenkt, um so neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten. Beide Netzbetreiber haben das Problem, dass die Netzabdeckung in den USA nicht so gut ist wie bei den beiden Marktführern.

Google-Tarife wird es nur online geben

Google wird die eigenen Mobilfunktarife nur online verkaufen, vermutlich erfolgt das über den Play Store. Dazu gibt es zwar noch keine Informationen, aber es erscheint denkbar, dass Google vor allem die Nexus-Smartphones und Play-Editionen anderer Smartphones zusammen mit passenden Tarifen verkauft.

In den USA gibt es die Topmodelle einiger Smartphone-Hersteller als Play-Editionen. Diese laufen dann mit dem Basis-Android statt den Oberflächen des entsprechenden Geräteherstellers. Diese Gerätevarianten werden in Deutschland nicht von Google angeboten.

Erste Berichte im Frühjahr 2014

Erste Hinweise auf Googles Einstieg in den Markt mit Mobilfunktarifen gab es bereits im April 2014. Auch damals war der Bericht von The Information. Seinerzeit war die Rede davon, dass die Mobilfunktarife nur in den Regionen angeboten werden, in denen Google mit dem Fiber-Projekt Glasfaser verlegt hat.

In den betreffenden Regionen sollen Konkurrenten die Preise gedrückt und zugesichert haben, die Geschwindigkeiten zu erhöhen, um gegen das Google-Angebot bestehen zu können. Jenseits dieser Regionen haben Googles Fiber-Aktivitäten hingegen keine Auswirkungen auf die Preise oder die Geschwindigkeiten, die der Kunde erhält.


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