Nova-C: Nasa gibt Landeplatz auf dem Mond bekannt

Die Nasa und Intuitive Machines geben ihren Landeplatz bekannt. 2022 soll der Lander Nova-C beim Mond-Südpol landen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Illustration des Nova-C Landers von Intuitive Machines mit einer Darstellung des Polar Resources Ice-Mining Experiment-1 (PRIME-1) der Nasa, das an dem Raumfahrzeug auf der Mondoberfläche befestigt ist.
Illustration des Nova-C Landers von Intuitive Machines mit einer Darstellung des Polar Resources Ice-Mining Experiment-1 (PRIME-1) der Nasa, das an dem Raumfahrzeug auf der Mondoberfläche befestigt ist. (Bild: Intuitive Machines)

Ende 2022 wollen das private Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines und die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa auf der Mondoberfläche landen. Am 3. November gaben sie als genauen Landeort für die Landefähre Nova-C einen Bergrücken unweit des Shackleton-Kraters am Südpol des Mondes bekannt.

Diesen Ort haben Ingenieure und Wissenschaftler der Raumfahrtbehörde seit Monaten auf Eisvorkommen unter seiner Oberfläche überprüft. Mit dem Polar Resources Ice-Mining Experiment-1 (engl. Experiment 1 für Polarressourcen-Eisabbau), kurz Prime-1, wolle man nämlich unter anderem Eis auf dem Trabanten abbauen.

Der perfekte Landeort?

"Es war eine Herausforderung, einen Landeplatz zu finden, an dem wir Eis in einem Abstand von weniger als einem Meter zur Oberfläche entdecken konnten", so Jackie Quinn, die Projektmanagerin für Prime-1 am Kennedy Space Center der Nasa.

"Wir mussten einen 'goldenen Ort' finden, der gerade genug Sonnenlicht bekommt, um die Anforderungen der Mission zu erfüllen, und der gleichzeitig ein sicherer Landeplatz mit guter Erdkommunikation ist", so Quinn. Aufgrund seiner Position könne der Lander Nova-C während seiner zehntägigen Mission in ständigem Kontakt mit der Erde stehen. Zudem sei der kleine Krater in der Nähe der ideale Ort für einen Roboterausflug.

So sieht die Mission aus

Während der Mission sollen drei Technologien demonstriert werden. Zunächst wolle man nach der Landung mit dem Trident-Bohrer (The Regolith Ice Drill for Exploring New Terrain; engl. der Regolith-Eisbohrer zur Erkundung neuen Terrains) bis zu einem Meter tief bohren. Das extrahierte Regolith soll anschließend auf der Oberfläche für Wasseranalysen abgesetzt werden. Mit einem Massenspektrometer (MSolo) sollen entweichende flüchtige Gase gemessen werden.

Zur selben Zeit will das Technologieunternehmen Nokia ein weltraumtaugliches 4G/LTE-Netz testen. "Gemeinsam bauen die Nasa und die Industrie eine Reihe von einsatzbereiten Fähigkeiten auf, um eine nachhaltige Präsenz auf dem Mond und zukünftige bemannte Missionen zum Mars zu unterstützen", erklärte der damalige Nasa-Administrator Jim Bridenstine im Oktober 2020.

Um das Netz aus verschiedenen Entfernungen zu testen, soll sich ein von Lunar Outpost entwickelter Rover mehr als einen Kilometer von der Nova-C-Landefähre entfernen. Die Daten sollen vom Rover über die Basisstation auf Nova-C zur Erde geschickt werden.

Außerdem befindet sich ein hüpfender Roboter an Bord des Landefahrzeugs, der Micro-Nova von Intuitive Machines. Er soll von einem nahegelegenen Krater Fotos machen und dann zum Lander zurückkehren. Nach voraussichtlich zehn Tagen soll die Mission enden.

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