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Notruf aus dem Meer: Smartwatch rettet Schwimmer das Leben

Ein australischer Bodysurfer wurde auf das offene Meer hinausgespült. Trotz des starken Wellengangs konnte er mit seiner Smartwatch einen Notruf absetzen.
/ Marc Stöckel
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Ein Bodysurfer wurde in Australien aufs offene Meer hinausgespült. (Bild: pixabay.com / Kanenori)
Ein Bodysurfer wurde in Australien aufs offene Meer hinausgespült. Bild: pixabay.com / Kanenori

Moderne Smartwatches von Apple verfügen über eine Unfallerkennung, die zwar in der Vergangenheit wiederholt für ausgelöste Fehlalarme kritisiert wurde, im Ernstfall aber eben doch das ein oder andere Leben retten kann. Dass die Apple Watch in kritischen Situationen auch unabhängig von dieser Funktion eine große Hilfe sein kann, durfte kürzlich ein 49-jähriger Bodysurfer namens Rick Shearman aus Australien erfahren.

Einem Bericht von ABC News(öffnet im neuen Fenster) zufolge wurde der Mann auf das offene Meer hinausgespült und war aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage, ans Ufer zu gelangen. "Mich haben ein paar große Wellen am Kopf erwischt und ich wurde eine Weile unter Wasser gehalten. Ich geriet ein wenig in Panik und verkrampfte mich unter Wasser" , erklärt Shearman.

Nach etwa 20 Minuten wurde ihm klar, dass er Hilfe brauchte. Zu dieser Zeit war er etwa einen Kilometer von der Küste entfernt. Glücklicherweise trug der Mann eine Smartwatch bei sich, mit der er den Notruf wählen konnte. Shearmans Angaben zufolge war die Kommunikation über die Uhr aufgrund des Wellengangs aber alles andere als einfach.

"Ich musste sie an mein Ohr halten, um zu hören, was vor sich ging, und mit der Person am anderen Ende der Leitung zu sprechen" , erklärt der Bodysurfer. Insgesamt habe das Telefonat etwa eine Stunde lang gedauert. Dabei habe er den Rettungskräften Anweisungen gegeben, um ihn zu lokalisieren. Letztendlich konnte der Mann mit einem Rettungshubschrauber geborgen werden.

Der Lebensretter am Handgelenk

Shearman machte klar, dass er die Rettung seiner Smartwatch zu verdanken habe. "Wenn ich nicht in der Lage gewesen wäre, auf diesen Dienst auf meiner Watch zuzugreifen, würde ich jetzt wahrscheinlich irgendwo in internationalen Gewässern herumtreiben" , erklärt er ABC News.

Auch eine der Einsatzkräfte betonte, ohne die Uhr hätten aufgrund des großen Suchgebietes wahrscheinlich mehrere Dienststellen tagelang nach Shearman suchen müssen. "Sie hat ihm definitiv das Leben gerettet" , so die Aussage der Rettungskraft.

Dass Shearman eine Apple Watch besitzt, wird im Bericht von ABC News zwar nicht explizit erwähnt, die Uhr ist aber auf einem der dort geteilten Fotos deutlich zu erkennen. Im Grunde hätten in dieser Situation aber ebenso andere mobilfunkfähige Smartwatches behilflich sein können.


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