#NotNolan: Atari-Gründer wird doch nicht auf der GDC geehrt

Eigentlich sollte Nolan Bushnell auf der Spieleentwicklermesse GDC 2018 im März einen Preis für seine Pionierleistung beim Aufbau von Atari bekommen. Nach Protesten wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe erhält er die Auszeichnung nun doch nicht - Bushnell selbst findet das richtig.

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Atari-Gründer Nolan Bushnell 2013.
Atari-Gründer Nolan Bushnell 2013. (Bild: Robinson/Getty Images)

Ohne Nolan Bushnell wäre die Welt der Computerspiele heute vermutlich eine andere. Der US-Amerikaner hat durch die Gründung von Atari die Branche geprägt. Dafür sollte er im Rahmen der in San Francisco stattfindenden Game Developers Conference (GDC) Ende März 2018 den angesehen Pioneer Award erhalten. Nach Protesten aus der Branche und von Spielern gibt es dieses Jahr nun gar keinen Preisträger in dieser Kategorie. Das hat der Veranstalter der GDC und der Preisverleihung unter Verweis auf "weiteres Feedback aus der Community" per Twitter bekannt gegeben.

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Der Entscheidung waren Vorwürfe unter dem Hashtag #NotNolan gegen den heute 75-jährigen Bushnell vorausgegangen. Das Magazin The Verge hat einige davon in einem Artikel aufgeführt. So soll Bushnell zur Glanzzeit von Atari in den 70er Jahren einen relativ wilden Lebensstil gepflegt haben, bei dem neben Drogen auch sexuelle Übergriffe zur Tagesordnung gehörten. Beispielsweise soll er eine Angestellte genötigt haben, sich zu ihm und einer Gruppe weiterer Männer in den Whirlpool zu gesellen, obwohl sie dies deutlich erkennbar nicht wollte.

The Verge gibt außerdem den Vorwurf eines ehemaligen Atari-Managers wieder, der an seinem ersten Arbeitstag im feinen Anzug ins Büro gekommen sei. Dort sei der Mann Bushnell begegnet, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck "I Love To Fuck" getragen habe.

Bushnell hat sich inzwischen per Twitter zu der Angelegenheit geäußert. "Ich applaudiere der GDC, dass sie das widerspiegelt, was richtig ist - insbesondere im Hinblick darauf, wie Menschen am Arbeitsplatz behandelt werden sollten", schreibt er. Er sei gerne bereit, einen Preis in Form des Awards zu bezahlen, wenn die "Branche für diese Themen sensibilisiert wird". Bei allen Personen, denen er möglicherweise Schmerzen zugefügt habe, entschuldige er sich.

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bst (golem.de) 01. Feb 2018

Wir haben es wieder einmal versucht, aber die Anzahl der menschenverachtenden und...



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